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Neues optisches Gerät überträgt Daten mit bis zu 25 Gbit/s über Licht

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Taara hat mit dem Beam ein optisches Freiraum-Kommunikationssystem vorgestellt, das Datenraten von bis zu 25 Gbit/s bidirektional erreichen soll. Das kompakte Gerät setzt auf Siliziumphotonik und soll sich besonders für KI-Anwendungen eignen.

Beam: Kompakte Datenbrücke über bis zu 10 Kilometer

Taara ist auf Freiraum-Optik spezialisiert und bringt mit dem Beam nun ein Gerät in Schuhkartongröße auf den Markt, das über die eigene Photonik-Plattform arbeitet. Laut Unternehmen erreicht Beam einen bidirektionalen Datendurchsatz von bis zu 25 Gbit/s bei einer Reichweite von 10 Kilometern und sehr geringer Latenz.

Das System richtet sich an Szenarien, in denen hohe Bandbreiten mit minimaler Verzögerung gefragt sind, etwa für KI-Anwendungen. Da die Übertragung über Licht im freien Raum erfolgt, ist keine klassische Glasfaserverlegung nötig. Taara positioniert Beam damit als Alternative zu aufwendigen und teuren Glasfaserprojekten sowie zu funkbasierten Lösungen mit komplexen Lizenzanforderungen.

Durch seine kompakte Bauform und den vergleichsweise geringen Energiebedarf soll Beam in wenigen Stunden installiert werden können. Die Geräte lassen sich laut Taara an bestehenden Türmen, Mobilfunkstandorten, auf Hausdächern oder sogar auf Berggipfeln montieren, solange zwischen zwei Transceivern freie Sichtlinie (Line of Sight, LOS) besteht.

Siliziumphotonik statt Mechanik: Unterschied zu Lightbridge

Beam ist nicht das erste optische Transceiversystem von Taara. Das Unternehmen entwickelt die Technik seit 2017 im Entwicklungs­labor X von Google. Das bereits verfügbare Lightbridge-System ist nach Firmenangaben in mehr als 20 Ländern im Einsatz, unter anderem mit Netzbetreibern wie T-Mobile, Vodafone, Airtel und Digicel.

Lightbridge erreicht eine größere Reichweite von 20 Kilometern, bietet aber einen etwas niedrigeren Datendurchsatz von 20 Gbit/s. Zur Ausrichtung des Lichtstrahls kommen dort mechanische Komponenten zum Einsatz, die den Strahl nachführen und stabil halten.

Beam geht einen anderen Weg: Das System nutzt Siliziumphotonik, um ein optisches Phased-Array mit mehr als tausend Mini-Emittern bereitzustellen. Diese Anordnung kann die Lichtstrahlen verfolgen, formen und lenken, ohne bewegliche Teile zu benötigen. Das soll die Technik robuster machen und die Ausrichtung rein elektronisch ermöglichen.

Taara betont zudem, dass Siliziumphotonik eine Grundlage für zukünftige, leistungsfähigere und effizientere Generationen optischer Transceiver schaffen soll. Das Unternehmen zieht einen Vergleich zur Entwicklung von Halbleitern, bei denen sich die Anzahl der Transistoren pro Chip über die Jahre stark erhöht hat. Konkrete technische Roadmaps oder Angaben, wie diese Steigerungen erreicht werden sollen, macht Taara allerdings nicht.

Wetter als Schwachpunkt und neue Pro-Variante

Ein Nachteil der Freiraum-Optik bleibt: Die Verbindung ist empfindlich gegenüber Witterungseinflüssen. Starker Nebel, heftiger Regen oder Rauch können die Sicht reduzieren oder die Sichtlinie vollständig unterbrechen und damit die Datenübertragung stören.

Taara stellt Beam daher als Teil eines Licht-Mesh-Netzes vor. In einem solchen Netz kann die Kommunikation über alternative Knotenpunkte weiterlaufen, wenn eine direkte Verbindung ausfällt. So sollen Ausfälle durch lokale Sichtprobleme abgefedert werden.

Zusätzlich hat Taara Lightbridge Pro vorgestellt, eine erweiterte Variante des ursprünglichen Lightbridge-Systems. Lightbridge Pro ergänzt die optische Verbindung um eine automatische Funk- oder Glasfaser-Backup-Strecke. Bei ungünstigen atmosphärischen Bedingungen soll die Verbindung nahtlos auf diese Reservewege umschalten, um den Datenverkehr aufrechtzuerhalten.

Via: https://www.tomshardware.com
Titelbild KI (Zur Illustration)

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Tags: Mesh-Netz, Taara, Lightbridge, Lightbridge Pro, Siliziumphotonik, optische Freiraumkommunikation, Glasfaser-Alternative, Beam, KI-Anwendungen

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