Apples neues Studio Display XDR lässt sich auch mit älteren Macs nutzen, allerdings nicht ohne Einschränkungen. Vorbesteller:innen mit älteren Apple‑Silicon-Modellen sollten die Details zur Kompatibilität genau prüfen.
Laut einer von Apple Insider entdeckten Kompatibilitätsliste arbeitet das Studio Display XDR auf einigen älteren und weniger leistungsstarken Apple‑Silicon-Macs nur mit 60 Hertz und nicht mit der vollen Bildwiederholrate von 120 Hertz. Auf den Supportseiten heißt es, dass alle Apple‑Silicon-Macs, einschließlich der ersten Geräte mit M1-Chip, grundsätzlich mit beiden neuen Monitoren funktionieren – also mit dem Studio Display XDR und dem günstigeren Studio Display.
In der Kompatibilitätsliste zum Studio Display XDR findet sich jedoch ein wichtiger Hinweis: „Mac-Modelle mit M1, M1 Pro, M1 Max, M1 Ultra, M2 und M3 unterstützen Studio Display XDR mit bis zu 60 Hz. Alle anderen Studio-Display-XDR-Funktionen werden unterstützt.“ Damit ist klar: Selbst ein Mac mit M1 Ultra, der externe Monitore von Drittanbietern mit 120 Hertz ansteuern kann, ist beim Studio Display XDR auf 60 Hertz beschränkt.
Alle anderen Funktionen des Studio Display XDR sollen laut Apple zwar vollständig zur Verfügung stehen. Dennoch bleibt die künstlich wirkende Begrenzung der Bildwiederholrate auffällig, insbesondere für Nutzer:innen leistungsstarker Apple‑Silicon-Macs, die die höhere Frequenz aus anderen Setups bereits kennen.
Auch bei iPads ist die volle 120-Hertz-Unterstützung eingeschränkt. Laut Kompatibilitätsliste unterstützt ausschließlich das iPad Pro M5 den Studio Display XDR mit 120 Hertz. Alle anderen kompatiblen Modelle aus der iPad-Pro- und iPad-Air-Reihe sind auf 60 Hertz begrenzt.
Damit müssen sich viele Nutzer:innen, die ihre iPads als Desktop-Ersatz mit externem Monitor einsetzen, auf eine niedrigere Bildwiederholrate einstellen. Die übrigen Funktionen des Monitors bleiben zwar auch hier erhalten, doch wer auf besonders flüssige Darstellung setzt, muss aktuell zum neuesten iPad Pro greifen.
Auffällig ist zudem, dass in der Kompatibilitätsliste weder für das Studio Display XDR noch für den günstigeren Studio Display irgendwelche Intel-Mac-Modelle aufgeführt sind. Apple erwähnt die Intel-Macs an dieser Stelle gar nicht, auch nicht mit Einschränkungen.
Die Monitore könnten zwar in irgendeiner Form mit Intel-Macs funktionieren, doch dazu macht Apple keine Angaben. Offiziell bleiben Intel-Macs damit außen vor, obwohl sie mit macOS Tahoe gerade erst ihr letztes großes Systemupdate erhalten haben und noch drei Jahre lang Sicherheitsupdates bekommen sollen.
Angesichts dieser weiterhin bestehenden Unterstützung wirkt es überraschend, dass Apple die neuesten Monitore nicht klar für Intel-Macs freigibt oder deren Nutzung zumindest definiert einschränkt. Wer also noch einen Intel-Mac im Einsatz hat und mit dem Kauf eines Studio Display XDR oder Studio Display liebäugelt, sollte sich auf mögliche Einschränkungen und fehlenden offiziellen Support einstellen.
Via: https://www.engadget.com
Titelbild: Apple
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