Die neue Siri-AI soll deutlich konversationsfreudiger und hilfreicher sein als die bisherige Version. Ein Test auf dem Mac mit der ersten Entwickler-Beta zeigt, was bereits funktioniert – und wo Apple nachbessern muss.
Siri AI steht derzeit nur per Warteliste auf unterstützten Geräten mit der ersten Developer-Beta von Version 27 der jeweiligen Betriebssysteme zur Verfügung. Voraussetzung ist, dass iPhone, iPad oder Mac nicht nur das neue OS unterstützen, sondern auch Apple Intelligence. Welche Geräte das genau sind, klärt der verlinkte ZDNET-Artikel „Will your iPhone support Siri AI? The answer is complicated.“
Für den Zugang ist zudem die Installation der Developer-Beta nötig, die potenziell instabil sein kann. Laut Testbericht empfiehlt es sich deshalb, Siri AI nur auf einem Zweitgerät zu nutzen. Im konkreten Fall kamen ein iPhone 15 Pro und ein MacBook Air mit M1-Chip zum Einsatz.
Anschließend folgt die Anmeldung zur Warteliste: Auf dem Mac öffnet Ihr die Systemeinstellungen, wählt den Bereich für Siri und aktiviert „Turn Siri On“. Das System informiert Euch, sobald der neue Dienst freigeschaltet ist. Im Test dauerte es auf dem iPhone länger, während der Zugang auf dem Mac relativ zügig gewährt wurde. Erfüllt Euer Mac alle Kriterien, könnt Ihr Siri AI unter anderem über eine eigene Siri-AI-App nutzen.
Auf dem Mac lässt sich die neue Siri per Sprachbefehl („Hey Siri“ oder „Siri“) oder über das Siri-AI-App-Icon im Dock starten. In der App könnt Ihr Anfragen tippen oder sprechen. Ein Doppelklick auf die Befehlstaste öffnet ein kleines Texteingabefenster für Fragen an Siri. Mit Befehlstaste + Leertaste erscheint das bekannte Spotlight-Fenster, das nun auch per Siri-Abfrage genutzt werden kann. Über das Kontextmenü („Ask Siri“) bei einem Rechtsklick auf Fenster oder Inhalte bindet Apple den Assistenten zusätzlich ins System ein.
Im Test stellte ZDNET der neuen Siri allgemeine Wissensfragen, ließ Nachrichten zusammenfassen, Dateien und Fotos durchsuchen, Termine anzeigen, Mac-Funktionen steuern und versuchte längere Dialoge zu führen. Dabei zeigte sich, dass Siri AI in vielen Punkten an gängige Chatbots wie ChatGPT oder Gemini erinnert, aber knapper und direkter antwortet. Auf die Frage „Was ist neu?“ lieferte Siri beispielsweise aktuelle Nachrichten statt Smalltalk – Apple positioniert den Dienst eher als Arbeitsassistenz denn als Chat-Partner.
Bei klassischen Wissensfragen wie „Warum ist das Römische Reich untergegangen?“ gab Siri eine kurze Erklärung mit Stichpunkten und verlinkten Quellen, die sich im Browser öffnen ließen. Auch bei persönlichen Informationen auf dem Gerät funktionierte einiges zuverlässig: Termine für die kommende Woche wurden korrekt aus dem Kalender ausgelesen, der Fokusmodus „Nicht stören“ ließ sich per Sprachbefehl ein- und ausschalten.
Schwächen zeigten sich beim Auffinden von Fotos und bei der Analyse von Dateien. Bei der Suche nach Bildern einer Lincoln-Statue fand Siri nur einen Teil der tatsächlich vorhandenen Fotos. Ähnliche Lücken traten bei anderen Suchanfragen in der Mediathek auf. Bei der Bildanalyse erkannte Siri in zwei von drei Fällen entweder das Gemälde oder den Künstler falsch, erst bei einem bekannten Van-Gogh-Bild lagen die Angaben vollständig richtig.
Beratende Antworten, etwa bei der Frage nach Futteralternativen für eine Katze, fielen inhaltlich hilfreich aus. Allerdings wirkte der Dialogmodus holprig: Nach jeder Antwort musste der Testende den Mikrofonschalter erneut aktivieren, statt dass Siri das Gespräch flüssig fortführte. Auch bei der Bildschirm-Analyse hing die Qualität von der exakten Formulierung ab. Erst die klare Bitte, „die Geschichte auf dem Bildschirm“ zusammenzufassen, führte zu einer sinnvollen Zusammenfassung eines ZDNET-Artikels, statt nur den sichtbaren Textausschnitt zu erfassen.
Positiv: Siri AI speichert Unterhaltungen, synchronisiert sie über Apple-Geräte hinweg und erlaubt Verwaltung per Kontextmenü (Umbenennen, Anheften, in neuem Fenster öffnen, Löschen). In einem Testversuch, eine frühere Fehldiagnose zu einem Toulouse-Lautrec-Gemälde zu korrigieren, brauchte der Assistent allerdings erneut Hilfe, bevor das Bild korrekt identifiziert wurde.
Insgesamt wirkt die neue Siri AI im Test klar leistungsfähiger als die bisherige Version, liefert aber noch spürbar fehlerhafte oder unvollständige Antworten und bietet keinen besonders flüssigen Dialogfluss. Angesichts des frühen Entwicklungsstands der ersten Developer-Beta sieht ZDNET hier noch deutlichen Verbesserungsbedarf, erkennt aber zugleich einen erkennbaren Fortschritt gegenüber der alten Siri.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: zdnet.com
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