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Neue SecureROM-Sicherheitslücke trifft Apple-Geräte mit A12- und A13-Chips

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Für iPhones, iPads und Apple Watch mit Apples A12- und A13-Chips ist eine neue Sicherheitslücke in der SecureROM bekannt geworden, die sich nicht per Software-Update schließen lässt. Der Exploit mit dem Namen „usbliter8“ erweitert damit die bislang bekannte Angriffsfläche auf die BootROM älterer Apple-Geräte.

„usbliter8“: Unpatchbarer Exploit im USB-Bootprozess

Die Sicherheitsfirma Paradigm Shift hat am 18. Juni den Exploit „usbliter8“ veröffentlicht. Laut dem Bericht nutzt der Angriff eine Schwachstelle im USB-Bootprozess aus und ermöglicht Codeausführung bereits in der SecureROM, also bevor iOS überhaupt zu laden beginnt.

Usbliter8 kombiniert einen Hardware-Fehler im USB-Controller mit der Art und Weise, wie Sicherheitsmechanismen auf betroffenen Geräten konfiguriert sind. Der Angriff erfolgt über den Device Firmware Update Mode, besser bekannt als DFU-Modus. Gelingt die Ausnutzung, erlangen Angreifende Kontrolle über das Gerät noch vor dem Start des Betriebssystems, können die Boot-Kette kompromittieren und eigene USB-Anfragen verarbeiten.

Paradigm Shift betont die Tragweite der Lücke, weil sie direkt die SecureROM betrifft. Diese ist der erste Code, der beim Start eines iPhone ausgeführt wird, überprüft die Apple-Software vor dem Laden des restlichen Systems und bildet die Basis des Sicherheitsmodells. Anders als iOS, iPadOS oder watchOS lässt sich SecureROM nach der Produktion nicht mehr aktualisieren.

Betroffene Geräte und Grenzen des Angriffs

Die Schwachstelle betrifft Geräte mit Apples A12- und A13-Chips sowie Apple Watch-Modelle mit S4- und S5-Chips. Konkret nennt Paradigm Shift folgende Modelle:

  • 11" iPad Pro (1. Generation)
  • 11" iPad Pro (2. Generation)
  • 12,9" iPad Pro (3. Generation)
  • 12,9" iPad Pro (4. Generation)
  • Apple Watch Series 4
  • Apple Watch Series 5
  • iPad (8. Generation)
  • iPad Air (3. Generation)
  • iPad mini (5. Generation)
  • iPhone 11
  • iPhone 11 Pro
  • iPhone 11 Pro Max
  • iPhone SE (2. Generation)
  • iPhone XR
  • iPhone XS
  • iPhone XS Max

Der Exploit ermöglicht das Starten modifizierter iPhone-Software, die normalerweise nicht ausgeführt werden dürfte. Dennoch gibt es wichtige Einschränkungen: Usbliter8 verschafft keinen uneingeschränkten Zugriff auf Nutzerdaten, da der Secure Enclave Processor nicht direkt betroffen ist und eine zusätzliche Sicherheitsgrenze bildet. Die Secure Enclave wird laut Bericht nicht kompromittiert, auch wenn der Exploit die Angriffsfläche auf andere Teile der Plattform erweitert.

Hinzu kommt, dass für einen erfolgreichen Angriff physischer Zugriff auf das Gerät nötig ist – inklusive USB-Verbindung und Nutzung des DFU-Modus. Das begrenzt das praktische Risiko im Alltag deutlich.

Einordnung nach checkm8 und Folgen für Nutzer:innen

Die Veröffentlichung von usbliter8 wird mit dem bekannten SecureROM-Exploit „checkm8“ verglichen, der einst Geräte mit A5- bis A11-Chips betraf. Wie checkm8 zielt auch usbliter8 auf die frühesten Phasen des Bootprozesses und kann nicht vollständig durch Software-Updates behoben werden. Öffentliche BootROM-Exploits für A12- und A13-Geräte waren bislang selten, weshalb Paradigm Shift die eigene Arbeit als markanten Punkt in Apples Sicherheitshistorie einordnet.

Laut der Analyse sind Geräte mit A14-Chips und neuer nicht betroffen, da dort die Hardware-Schutzmechanismen in SecureROM offenbar anders konfiguriert sind. Auch A11-basierte Geräte sind vor usbliter8 geschützt, weil deren USB-Treiber Speicheradressen so zurücksetzt, dass der Angriff verhindert wird. Für betroffene Modelle bedeutet die Implementierung der SecureROM im Chip jedoch, dass die Verwundbarkeit dauerhaft bestehen bleibt – Abhilfe schafft nur der Wechsel auf neuere Hardware.

Zur Risikominimierung empfiehlt es sich, Geräte nicht unbeaufsichtigt zu lassen, auf starke Passcodes zu achten und Sicherheitsupdates zu installieren – auch wenn diese Maßnahmen die SecureROM-Lücke selbst nicht schließen. Wer langfristig Bedenken hat, kann das Risiko durch den Umstieg auf Geräte mit A14-Chip oder neuer reduzieren. Paradigm Shift hat die Ergebnisse vorab an Apple Product Security gemeldet und die Veröffentlichung mit Apple koordiniert. Zum Zeitpunkt der Veröffentlichung lag noch keine öffentliche Stellungnahme von Apple vor.

Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.

Via: appleinsider.com

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