Apple hat umfangreiche Wartungsupdates für seine Betriebssysteme veröffentlicht, die vor allem eine große Zahl an Sicherheitslücken schließen. Gleichzeitig bereitet der Konzern macOS, iOS und iPadOS mit einem optimierten Spotlight-Index auf Version 27 vor.
Updates für alle Systeme mit Fokus auf Sicherheit
Die aktuellen Versionen umfassen macOS 26.6 Tahoe, iOS 26.6 und iPadOS 26.6. Bei diesen Systemen steht neben Sicherheitskorrekturen vor allem eine Optimierung des Spotlight-Index im Mittelpunkt, um sie auf die kommenden Version-27-Updates vorzubereiten. Für watchOS 26.6 und visionOS 26.6 nennt Apple in den Hinweisen lediglich Fehlerbehebungen und Sicherheitsaktualisierungen, zu tvOS 26.6 liegen noch keine offiziellen Versionshinweise vor.
Apple hatte auf der Entwicklerkonferenz WWDC bereits eingeräumt, dass Spotlight nicht immer zuverlässig alle erwarteten Treffer liefert. Deshalb wurde der Suchindex neu aufgebaut, um stabiler, umfassender und reaktionsschneller zu arbeiten. Der jetzt angepasste Index soll den Übergang auf die neue Architektur bei den nächsten großen Systemupdates erleichtern.
Apple macht in den allgemeinen Versionshinweisen traditionell nur wenige Angaben zu behobenen Fehlern. In den Entwickler:innen-Hinweisen zu macOS 26.6 sind jedoch drei konkrete Korrekturen beschrieben.
macOS 26.6: Fehlerbehebungen und Abschied von verschlüsseltem HFS+
Erstens löst Apple ein Problem mit Bildschirmfotos in Nachrichten: HDR-Screenshots konnten dort verfälscht oder unleserlich erscheinen, wenn Ihr sie per Nachrichten-App verschickt habt. Zweitens korrigiert macOS 26.6 eine fehlerhafte Kennzeichnung von Intel-basierten Apps in Tahoe. Beim Start solcher Programme blendet das System einen Hinweis ein, dass die Unterstützung enden wird. Diese Hinweise ordneten bestimmte Apps falsch zu, wenn ein System-Plug-in-Lader wie ein Farbwähler oder eine Druckdialog-Erweiterung x86-Code in den Host-Prozess eingebunden hat.
Drittens behebt Apple einen Fehler bei Gesundheitsdaten: Bestimmte HealthKit-Abfragen, insbesondere für Werte wie die Ruheherzfrequenz, konnten übertrieben hohe Messwerte liefern. Diese Ungenauigkeiten werden mit macOS 26.6 korrigiert.
In den Entwickler:innen-Hinweisen findet sich außerdem ein wichtiger Ausblick: Apple stuft verschlüsseltes HFS+ als Laufwerksformat als veraltet ein, ab macOS 28 wird dieses Dateisystem nicht mehr unterstützt. Das liegt zwar noch über ein Jahr in der Zukunft, Ihr solltet aber verschlüsselte HFS+-Volumes, etwa für Backups, rechtzeitig auf APFS-formatierte Laufwerke umstellen. Weitere Details zu den Folgen dieser Entscheidung hat Howard Oakley zusammengetragen.
Rekordzahl an Sicherheitslücken geschlossen
Die Zahl der Sicherheitskorrekturen ist in diesem Update-Zyklus außergewöhnlich hoch. Apple schließt in iOS und iPadOS 26.6 insgesamt 78 Schwachstellen, in macOS 26.6 Tahoe sogar 143. Für macOS 15.7.8 Sequoia nennt Apple 130 behobene Lücken, für macOS 14.8.8 Sonoma 121. watchOS 26.6, tvOS 26.6 und visionOS 26.6 erhalten jeweils 84 Sicherheitsfixes. Die hohe Zahl dürfte auch mit dem Einsatz von KI-Werkzeugen bei der Suche nach Schwachstellen zusammenhängen.
Es ist sehr wahrscheinlich, dass Apple Safari 26.6 für Sequoia und Sonoma nachreicht, um die zahlreichen in Tahoe korrigierten WebKit-Sicherheitslücken auch dort zu schließen. Ebenso ist damit zu rechnen, dass iOS und iPadOS 18.7.10 erscheinen, um einen Teil der Sicherheitskorrekturen auf jene wenigen Geräte zu bringen, die zwar iOS 18, aber nicht iOS oder iPadOS 26 unterstützen: das iPhone XS, iPhone XS Max, iPhone XR und das iPad der 7. Generation.
Apple weist derzeit keine der geschlossenen Sicherheitslücken als aktiv ausgenutzt aus. Ihr solltet die Updates dennoch installieren, könnt aber ein paar Tage warten, um mögliche unerwartete Nebenwirkungen im Blick zu behalten.
Via: https://tidbits.com
