Microsoft nimmt Office 2019 für Mac im Juli weitgehend aus dem Rennen. Bestehende Installationen laufen zwar weiter, verlieren aber eine zentrale Funktion.
Für viele Mac-Nutzer:innen stellt sich damit die Frage, welche Alternativen es gibt – und wie Ihr Euch generell vor solchen Abschaltungen schützen könnt.
Microsoft wird Office 2019 für Mac laut mehreren Berichten ab dem 13. Juli unbrauchbar machen, zumindest im produktiven Sinne. Die betroffenen Apps – darunter Word, Excel, PowerPoint, Outlook und OneNote – starten zwar weiterhin, lassen sich aber nicht mehr zum Bearbeiten von Dokumenten verwenden.
Als Begründung nennt Microsoft ein ablaufendes digitales Zertifikat, das die Lizenz der Suite bestätigt. Ist dieses Zertifikat ungültig, verweigern die Programme die Editierfunktion, obwohl sie technisch noch laufen könnten. Damit wird eine eigentlich lokal installierte, zeitlich unbegrenzt lizenzierte Software faktisch ferngesteuert eingeschränkt.
Für Euch bedeutet das: Wer Office 2019 für Mac noch produktiv nutzt, kann Dokumente bald nur noch anzeigen, aber nicht mehr anpassen. Das betrifft sowohl private Anwender:innen als auch Unternehmen, die die Version bislang weiter im Einsatz hatten.
Mac-Benutzer:innen stehen im Grunde drei Wege offen. Erstens könnt Ihr auf ein Abo von Microsoft 365 umsteigen. Damit erhaltet Ihr die aktuelle Office-Version, regelmäßige Updates und Cloud-Funktionen. Der Nachteil: Aus dem einmaligen Kauf wird ein laufendes Abonnement, das dauerhaft Kosten verursacht.
Zweitens kommen Alternativen in Frage. Apple bietet mit iWork – also Pages, Numbers und Keynote – eine kostenlose Büro-Suite an, die auf macOS zugeschnitten ist. Für viele Standardaufgaben reicht das aus, allerdings kann es bei komplexen Office-Dokumenten zu Layout- und Kompatibilitätsproblemen kommen.
Auch LibreOffice ist eine Option. Die freie Office-Suite läuft plattformübergreifend, unterstützt verschiedene Formate und ist kostenlos. Dennoch solltet Ihr Testläufe machen, insbesondere wenn Ihr auf exakte Darstellung oder bestimmte Makro-Funktionen angewiesen seid.
Im Mac-App-Store gibt es LibreOffice für 9,99 Euro. Damit erhaltet ihr automatisch Updates und unterstützt die Entwicklung.
Drittens könnt Ihr webbasierte Angebote nutzen, etwa Office im Browser oder andere Online-Suites. Hier liegen Daten und Verarbeitung auf den Servern der Anbieter. Das entlastet den lokalen Mac, wirft aber Datenschutz- und Verfügbarkeitsfragen auf, gerade im Unternehmensumfeld.
Die bevorstehende Einschränkung von Office 2019 für Mac zeigt ein grundsätzliches Risiko proprietärer Software mit Online-Lizenzprüfung. Auch wenn Anwendungen lokal installiert sind, kann der Hersteller über Zertifikate oder Serverfreischaltungen faktisch entscheiden, ob Ihr sie weiter vollständig nutzen dürft.
Das betrifft nicht nur die Bearbeitung von Dokumenten, sondern auch Datenzugriff und Kompatibilität. Wenn Ihr auf Office-Formate angewiesen seid, kann eine solche Änderung kurzfristig Arbeitsabläufe lahmlegen – im Unternehmen ebenso wie privat. Besonders kritisch ist das, wenn alte Dateien nur noch eingeschränkt geöffnet oder konvertiert werden können.
Um Euch besser zu schützen, solltet Ihr bei der Softwarewahl auf langfristige Nutzbarkeit achten. Das kann bedeuten, offene Dateiformate zu bevorzugen oder zumindest regelmäßig Kopien in alternativen Formaten zu erstellen. Außerdem empfiehlt es sich, Abhängigkeiten von einzelnen proprietären Produkten zu prüfen und gegebenenfalls schrittweise zu reduzieren.
Für Mac-Nutzer:innen ist der Fall Office 2019 ein Anlass, bestehende Lizenzen, Verträge und Workflows zu überprüfen. Wer früh testet, ob Daten in iWork, LibreOffice oder webbasierten Lösungen nutzbar bleiben, kann einen harten Bruch im Juli vermeiden.
Via: wabetainfo.com · appleinsider.com · sixcolors.com
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