Meta könnte noch in diesem Jahr nicht nur neue Ray-Ban-Display-Brillen, sondern auch eine passende Smartwatch vorstellen. Ein aktueller Bericht ordnet die Uhr klar als Ergänzung zu den Brillen ein.
Smartwatch „Malibu 2“ als Partner für Ray-Ban-Brille
Laut einem Bericht des Magazins The Information arbeitet Meta an einer Smartwatch mit dem Codenamen „Malibu 2“. Die Uhr soll Fitnessfunktionen bieten, ähnlich wie eine Apple Watch oder ein Fitness-Tracker von Fitbit. Der entscheidende Punkt ist jedoch weniger der Sport, sondern die enge Zusammenarbeit mit Metas intelligenten Brillen.
Bereits im vergangenen Jahr erklärte Metas Technikchef Andrew Bosworth im Gespräch, dass das mit den Ray-Ban-Display-Brillen ausgelieferte neuronale Armband langfristig in eine Uhr integriert werden könnte. Genau dieser Schritt könnte nun anstehen. Meta reagierte auf Nachfragen zu den aktuellen Planungen bislang nicht.
Mit dieser Strategie steht Meta nicht allein da. Apple soll eigenen Plänen zufolge Brillen und möglicherweise auch einen Ansteck-Pin entwickeln, die zusammen mit AirPods und Apple Watch funktionieren. Googles XR-Team wiederum bestätigte, dass die für 2026 angekündigten eigenen Smart Glasses mit Android-Smartwatches zusammenspielen sollen.
Neurales Armband: Von der Brille ans Handgelenk
Das neuronale Armband von Meta ist derzeit noch ein eigenständiges Zubehör. Es setzt auf hautbasierte Elektromyografie, um Signale von Motoneuronen am Handgelenk zu messen und in Bediengesten zu übersetzen. Aktuell lässt sich damit jedoch ausschließlich die Ray-Ban-Display-Brille steuern. Meta testet das System aber bereits in anderen Umgebungen.
Auf der Technikmesse CES im Januar war das Armband in einer Konzept-Umgebung mit einem Smart-Cockpit von Garmin zu sehen. Diese Demo zeigte, dass Meta die Schnittstelle auch für andere Geräte und Szenarien erprobt. Zwei Geräte gleichzeitig zu tragen, also Smartwatch und neuronales Armband, ist allerdings unpraktisch. Der naheliegende nächste Schritt wäre daher, beides in einem Wearable zu vereinen.
Parallel dazu dürfte Metas Wearable-Team daran arbeiten, das Handgelenk nicht nur als Gesteninterface, sondern auch als Fitness-Plattform zu nutzen. Eine Smartwatch könnte daher klassische Funktionen wie Aktivitätstracking ergänzen.
Fitness, KI und mögliche Partner
Meta beschäftigt sich bereits seit einiger Zeit mit Fitnessfunktionen im Zusammenspiel mit Brillen. Die Oakley-Vanguard-Sportbrille des Unternehmens besitzt LED-Anzeigen zur Herzfrequenzmessung und kann mit Garmin-Uhren gekoppelt werden. Diese Kooperation legt nahe, dass Garmin ein möglicher Partner für Metas geplante Smartwatch sein könnte.
Garmin war auch Teil der CES-Demo mit dem neuronalen Armband im Smart-Cockpit. Unter den Smartwatch-Herstellern, die nicht zu Apple, Google oder Samsung gehören, erscheint Garmin damit als realistischer Kandidat für eine weitere Zusammenarbeit. Bestätigt ist eine Partnerschaft für die neue Uhr allerdings nicht.
Eine Meta-Uhr könnte zudem als bessere Begleiterin für die Ray-Ban-Brille dienen. Ein Touchscreen am Handgelenk ließe sich als Sucher oder Fernbedienung für die Kamera in der Brille einsetzen. Gleichzeitig wäre die Uhr ein weiterer Ort, an dem Meta mit Funktionen rund um Künstliche Intelligenz experimentieren könnte, etwa als Brillen-Erweiterung oder für KI-gestütztes Fitnesstracking.
Konkrete Details sind frühestens zum Jahresende zu erwarten. Metas Entwicklerkonferenz Connect, auf der neue Produkte üblicherweise vorgestellt werden, findet meist im September statt. Eine dort präsentierte, neural ausgestattete Uhr zusammen mit der nächsten Generation der Ray-Ban-Display-Brille würde in den zeitlichen Rahmen passen, während Apple und Google parallel ähnliche Produktkombinationen vorbereiten.
Via: https://www.cnet.com