Schwarze Sonnenbrillen mit wechselnden Filtern.
Meta nutzt den Herbst, um eine ganze Reihe neuer Geräte und Funktionen vorzustellen. Neben neuer VR-Hardware gibt es frische Ray-Ban-Modelle, Audio-Brillen, Software-Updates und viele Inhalte.
Das wichtigste Produkt sind die neuen Meta VR-Brillen, die Meta wie geplant im Frühjahr 2027 auf den Markt bringt. Interessierte sollten sparen: Der Preis liegt bei 1.300 US-Dollar (rund 1.210 Euro). Die Brille wiegt laut Meta etwa 100 Gramm und ist damit fünfmal leichter als das Headset Meta Quest 3. Das Gestell besteht aus einer Magnesiumlegierung, verbaut sind Pancake-Linsen, ein 5K-Display und vollfarbiger Passthrough.
Meta verspricht „Kinoklarheit“ mit Unterstützung für Dolby Vision und Dolby-Atmos-Raumklang. Zudem handelt es sich laut Unternehmen um das erste VR-Gerät mit IMAX-Enhanced-Zertifizierung. Die Rechenleistung steckt in einem per Kabel verbundenen Puck mit Qualcomms Snapdragon-Reality-Elite-Chip, der auch Speicher und Akku enthält. Meta spricht von bis zu drei Stunden hochauflösendem Medienkonsum pro Ladung, der Puck unterstützt 45-Watt-Schnellladen.
Zum Start sollen 75 Spiele per Handtracking spielbar sein. Über die Unterstützung der Touch-Plus-Controller laufen zudem alle Quest-Spiele. Xbox-Cloud-Gaming wird unterstützt, allerdings mit neuen Zeitlimits seitens Microsoft. Weitere Gaming-Geräte lassen sich drahtlos oder per USB‑C anbinden.
Für produktive Nutzung könnt Ihr die Brille mit Windows-PC oder Mac verbinden. Die Steuerung erfolgt über eine virtuelle Tastatur und ein virtuelles Trackpad auf Tisch oder Schreibtisch, alternativ mit Maus und Hardware-Tastatur. Wie bei Apple Vision Pro lassen sich holografische Avatare in Videotelefonaten über WhatsApp oder Zoom einsetzen, inklusive räumlicher Audiozuordnung im virtuellen Raum. Meta integriert zudem Meta KI in die Brille: Ihr könnt sie per Stimme, Augen oder Handgesten steuern.
Um Vorbehalte gegen Kamerabrillen zu umgehen, bringt Meta die Ray-Ban Meta Audio, ein reines Audio-Modell ohne Kamera. Die Brille bietet einen KI-Sprachassistenten, spielt Musik und Podcasts ab und dient für Sprachanrufe. Die Laufzeit soll bis zu zwölf Stunden betragen, das Ladeetui bringt bis zu 48 Stunden zusätzlich. Sie wiegt 43 Gramm, hat verstellbare Bügelenden, austauschbare oder anpassbare Nasenpads und Überdehnungsscharniere. Erhältlich ist sie im klassischen Clubmaster-Stil und in der rechteckigen Burbank-Form mit 23 Kombinationen aus Farben und Gläsern, inklusive Korrekturgläsern. Vorbestellungen starten heute, der Versand beginnt am 13. Oktober. Die Preise starten bei 349 US-Dollar (rund 325 Euro).
Meta aktualisiert außerdem die Kamera-Brille Ray-Ban Meta auf Generation 3. Das neue Modell ist schlanker, besitzt einen eigenen Meta-KI-Knopf und soll mit neun statt acht Stunden länger durchhalten. Ein Sechs-Mikrofon-Array soll über 90 Prozent der Umgebungsgeräusche filtern. Die 12-Megapixel-Kamera nimmt Videos in 3K auf, künftig auch mit Dolby-Atmos-Raumklang. Eine dynamische Fotofunktion erstellt mehrere Aufnahmen, aus denen Ihr oder Meta KI die besten auswählt.
Neu sind Ray-Ban-Meta-Gen-3-Modelle im klassischen Aviator-Stil und in der Katzenaugenform Zena, der Wayfarer bleibt im Programm. Zum Start gibt es 27 Kombinationen aus Gläsern und Farben ab 449 US-Dollar (rund 420 Euro). Dazu kommen Sondereditionen, etwa ein limitierter Aviator in milchigem Beige mit braunen Transitions-Gläsern ab 579 US-Dollar (rund 540 Euro) sowie neue Kooperationen mit Kylie Jenner und Lisa von Blackpink ab 399 US-Dollar (rund 375 Euro). Meta erweitert außerdem das Angebot der Essilor-Luxottica-Modelle und bringt sie in weitere Märkte.
Auch die hauseigenen Meta Glasses erhalten Zuwachs. Die Meta-Adventurer-Gestelle starten nun bei 249 US-Dollar (rund 230 Euro) mit schwarzem Rahmen, grauen Gläsern und Steck-Etui. Zudem erscheint eine limitierte Meta-Fury-Variante mit transparentem Rahmen und verspiegelten Gläsern. Vorbestellungen für die Adventurer beginnen heute, im Handel sind sie ab dem 23. Oktober.
Die Display-Brille Meta Ray-Ban Display wird in weitere Märkte gebracht und ist in den USA nun online für 799 US-Dollar (rund 745 Euro) bestellbar. In Großbritannien kostet sie 749 Pfund, in Kanada 1.149 Kanadische Dollar. In Deutschland, Frankreich und Italien starten heute Vorbestellungen ab 899 Euro, verfügbar ist die Brille dort ab 13. Oktober. In den USA und Kanada kommen noch im September Rad- und ÖPNV-Navigation in das Head-up-Display, dazu Landmarken-basierte Geh-Navigation statt reiner Abbiegehinweise.
Meta Ray-Ban Display unterstützt künftig ebenfalls Hologramme in Videotelefonaten. Für ein eigenes Avatar-Hologramm müsst Ihr Euch per Meta-KI-App aufnehmen, zunächst für WhatsApp-Anrufe in den USA ab Herbst. Über die Meta-KI-App und die auf der Brille zugängliche Explore-App erhaltet Ihr Zugriff auf Web-Apps. Außerdem werden Fotobearbeitung auf dem Display, Dolby-Atmos-Videoaufnahme, Smartphone-Benachrichtigungen und weitere Funktionen unterstützt.
Meta führt eine Hörverbesserungsfunktion für seine Brillen ein. Sie zielt auf Menschen, die grundsätzlich gut hören, aber in lauten Umgebungen Schwierigkeiten haben. Das Setup ähnelt der Hörtest-Funktion der AirPods: In einem ruhigen Raum hört Ihr Töne, damit die Brille die Einstellungen anpasst. Aktiviert wird der Modus per „Hey Meta, starte Hörverbesserung“.
Die Funktion startet in den USA noch dieses Jahr auf Meta Glasses und später auf Ray-Ban Meta Gen 3 sowie Ray-Ban Meta Audio. Es gibt eine 30-tägige Testphase, danach verlangt Meta einmalig 149 US-Dollar (rund 140 Euro). Alternativ ist sie im Abo Meta One enthalten, und sie ist laut Meta FSA- und HSA-erstattungsfähig.
Im Spielebereich erhält Beat Saber im Frühjahr das bisher größte Update. Beat Games ergänzt Handtracking, ein neuer Einzelspielermodus namens Flux mit Fähigkeiten wie Flux Tether sowie ein überarbeiteter Kampagnenmodus mit Story-Elementen, neuen Missionen, Menüs und Fortschrittssystem. Zum Start sind 35 Songs enthalten, weitere folgen. Flux erscheint für Meta VR-Brillen und Meta Quest. Die Fitness-App Supernatural kehrt im Herbst in den Meta-Horizon-Store zurück, mit neuem unabhängigen Team, aber erhaltenen Punkten, Serien und Abzeichen.
Payday: Aces High erscheint noch dieses Jahr für Meta Quest 3 und 3S mit Koop-Crossplay zur PC-VR-Version, der offene Playtest startet am 19. Oktober. Eine Mixed-Reality-Version von Tetris Effect kommt nächstes Jahr auf Meta VR-Brillen mit Handtracking, Two Point Hospital folgt für Quest 3 und 3S ebenfalls mit Handtracking. Die Reihe Ace Attorney feiert ihr VR-Debüt: Phoenix Wright Ace Attorney: Dual Destinies erscheint nächstes Jahr für Meta VR-Brillen und Meta Quest mit Handtracking und Sprachsteuerung, inklusive physischem Zeigen und „Einspruch!“-Rufen.
Meta baut die Unterhaltungsseite aus. Ab November können Disney-Plus-Abonnent:innen in ausgewählten Ländern 3D-Versionen von Filmen wie Die Avengers und Black Panther streamen. Besitzer:innen der Meta VR-Brillen erhalten nächstes Frühjahr speziell aufbereitete VR-Versionen von Filmen wie Avengers: Infinity War und Krieg der Sterne: Eine neue Hoffnung über die neue App Disney Immersives Kino von ILM. Dort sollen Umgebung, Effekte, 3D-Bild und Raumklang das Gefühl vermitteln, mitten in der Szene zu stehen.
Am 29. September startet in der Meta-Quest-TV-App die Dokuserie Open Season über die Therapiesitzungen des Basketballspielers Draymond Green in der Saison 2025/26, als erster Teil der Reihe Meta Presents. Noch dieses Jahr will Meta in den USA Hunderte 2D- und 3D-Filme zum Kauf und Verleih anbieten und die Bibliothek bis zum Start der Meta VR-Brillen in weitere Länder ausweiten. Die neue App National Geographic: Beyond liefert 180-Grad-3D-Erlebnisse aus der Natur. Zusätzlich stehen zahlreiche Streaming-Apps bereit, darunter Amazon Prime Video, YouTube, DirecTV, AMC+, Crunchyroll, Plex und Tubi, während Peacock, HBO Max und Paramount+ 3D-Titel anbieten.
Im Sportbereich verspricht Meta immersive Inhalte mit ESPN, darunter 8K-Streams mit 180-Grad-Sicht. Immersiver Sport beginnt dieses Jahr mit College-Football und soll 2027 auf weitere Sportarten ausgeweitet werden. Auf Meta VR-Brillen könnt Ihr über Partnerschaften mit MLB, NBC Sports, TNT Sports und UFC mehr als 100 Live-Sportereignisse pro Jahr sehen.
Zum Schluss zeigte Mark Zuckerberg kurz ein neues Gerät namens Muse Charm. Die kleine Hardware beherbergt die persönliche Muse-Agent:in mit Display, Lautsprechern, Mikrofonen und Fingerabdrucksensor. Optisch erinnert das Gerät an ein Tamagotchi, in das Meta nach eigenen Angaben die gesamte Muse-Erfahrung mit Echtzeitstimme und Avatar-Funktionen gepackt hat – als Schlüsselanhänger, der jederzeit ansprechbar ist. Weitere Details will Meta noch dieses Jahr bekannt geben.
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