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MapQuest steigt nach „Lake America“-Streit in die App-Store-Charts

Screenshot der App-Store-Seite von MapQuest GPS Navigation & Maps mit App-Icon, Bewertung und Chart-Platzierung.

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MapQuest sorgt derzeit für Aufmerksamkeit, weil der Kartendienst die Umbenennung des Ontariosees in „Lake America“ verweigert hat. Ausgelöst wurde die Debatte durch eine entsprechende Anordnung von US-Präsident Donald Trump.

MapQuest profitiert vom politischen Streit

Seit Montagmorgen steht die MapQuest-App in Kanada auf Platz eins der Rangliste der kostenlosen iPhone-Apps im App Store. In den USA belegt die Anwendung aktuell den vierten Platz in der entsprechenden Übersicht.

Ein Screenshot einer App-Übersicht mit verschiedenen Anwendungen wie ChatGPT, WhatsApp und Google in einem Rasterlayout.

Hintergrund des plötzlichen Interesses ist ein Dekret, mit dem Trump vergangene Woche die Umbenennung des Ontariosees in „Lake America“ angeordnet hat. MapQuest hat sich entschieden, diese Änderung auf seinen Karten nicht umzusetzen.

Über den offiziellen Account in dem Kurznachrichtendienst X, vormals Twitter, veröffentlichte MapQuest am 27. August 2026 eine kurze Stellungnahme. Dort erklärte das Unternehmen mit dem Satz „Wir ändern es nicht“, dass die Bezeichnung „Lake Ontario“ in der Karte bestehen bleibt.

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Altbekannter Kartendienst erlebt Comeback

Für jüngere Nutzer:innen mag MapQuest weniger präsent sein, war aber früher ein weit verbreiteter Kartendienst. In Zeiten vor Smartphones und Navigations-Apps wie Google Karten und Apple Karten gehörte es zum Alltag, Routen bei MapQuest zu planen und auszudrucken.

Mit dem Siegeszug von Smartphones und integrierten Navigationslösungen geriet MapQuest zunehmend in den Hintergrund. Das Angebot des Dienstes umfasst heute eigene Apps für iOS und Android, kommt aber längst nicht mehr an die frühere Bekanntheit heran.

Die aktuelle Kontroverse sorgt nun allerdings für einen spürbaren Schub. MapQuest teilte mit, dass seit Donnerstag Hunderttausende die Apps neu heruntergeladen haben. Zudem meldete das Unternehmen bis zum 30. August eine ungefähr fünfzigfache Steigerung der Nutzung seiner Karten.

Anmerkung: In Deutschland ist MapQuest derzeit nicht verfügbar.

Unterschiedliche Reaktionen bei den Kartendiensten

Während MapQuest die geografische Bezeichnung unverändert lässt, hat Google Karten auf die Anordnung aus Washington bereits reagiert. Nutzer:innen in den USA sehen dort inzwischen die Bezeichnung „Lake America“ für den Ontariosee.

Apple Karten zeigt diese Änderung derzeit noch nicht. Damit unterscheiden sich die Darstellungen der großen Kartendienste in Nordamerika bei diesem konkreten Gewässer aktuell deutlich.

Die Debatte um die Umbenennung wird in den USA vor allem politisch geführt. Der zugehörige Diskussionsfaden der ursprünglichen Meldung ist daher in einem Forum für politische Nachrichten mit gesonderten Regeln verortet.

Via: https://www.macrumors.com

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Tags: Google Karten, Lake America, iPhone, Lake Ontario, MapQuest, App Store, USA, Kanada, Donald Trump, Apple Karten

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