Apple arbeitet offenbar an einem grundlegend überarbeiteten MacBook-Modell, das oberhalb der bisherigen MacBook-Pro-Reihe angesiedelt sein könnte. Bis zum geplanten Start dauern die Arbeiten aber noch an.
Bloomberg-Reporter Mark Gurman berichtet, dass die höherwertigen MacBook-Pro-Modelle bis Anfang 2027 ein umfassendes Redesign erhalten sollen. Apple könnte dafür die neue Bezeichnung „MacBook Ultra“ einführen. In diesem Fall würde das MacBook Ultra als teureres Spitzenmodell über der gesamten MacBook-Pro-Palette stehen.
Bis zu sechs größere Neuerungen sind bislang im Gespräch: ein OLED-Display, Touch-Funktionalität, eine Dynamische Insel, M6‑Pro- und M6‑Max-Chips im 2‑Nanometer-Verfahren von TSMC, ein dünneres Gehäuse und integrierte Mobilfunkunterstützung. Der genaue Marktstart ist noch offen. Laut Gurman erscheint Anfang 2027 inzwischen wahrscheinlicher als Ende 2026, weil es eine weltweite Knappheit bei Speicherchips gibt. Apple hat derzeit eingeschränkten Zugriff auf Arbeitsspeicher, was den Start verzögern könnte.
Wichtig für Euch: Das Einstiegsmodell des 14‑Zoll‑MacBook Pro mit M6‑Chip soll viele der genannten Änderungen nicht erhalten. Zuletzt hatte Apple das MacBook Pro 2021 grundlegend überarbeitet, als die Modelle mit M1 Pro und M1 Max erschienen. Das MacBook Ultra wäre damit das erste große Redesign seit mindestens fünf Jahren und ein Gerät, auf das viele Kund:innen warten.
Ob Apple den Namen MacBook Pro oder MacBook Ultra nutzt: Es wird weithin erwartet, dass es sich um die ersten MacBooks mit OLED-Display handelt. Aktuelle MacBook-Pro-Modelle setzen noch auf LCD-Panels mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung. Der Wechsel zu OLED dürfte die Bildqualität sichtbar verbessern, etwa durch kräftigere Farben und einen höheren Kontrast mit echten Schwarzwerten.
Gleichzeitig soll das Display offenbar erstmals Touch-Funktionalität bieten. Damit könnten Mac-Nutzer:innen sowohl mit den Fingern als auch wie gewohnt mit Tastatur, Maus oder Trackpad arbeiten. Steve Jobs hatte Touch-Bildschirme beim Mac früher mit dem Hinweis auf Ermüdungserscheinungen der Arme abgelehnt. Diese Aussage liegt jedoch lange zurück, und Apple ändert seine Haltung gelegentlich.
Ein weiterer gemunkelter Schritt betrifft die Kameraaussparung. Statt einer Aussparung im Displayrand könnte ein Lochkamera-Design kommen, das eine Dynamic Island ermöglicht. Damit würde das MacBook Ultra einem nahezu randlosen Bildschirm mit sehr schmalen Rändern näherkommen. Wie beim iPhone könnten in der Dynamischen Insel Hinweise wie Warnungen bei niedrigem Akkustand oder Einblendungen zur AirPods-Verbindung rund um die Kamera am oberen Bildschirmrand erscheinen.
Im Inneren soll das MacBook Ultra mit den kommenden M6‑Pro- und M6‑Max-Chips laufen. Diese Prozessoren sollen im fortschrittlichen 2‑Nanometer-Verfahren von TSMC gefertigt werden. Gegenüber den aktuellen M5‑Pro- und M5‑Max‑Chips, die noch im dritten 3‑Nanometer-Verfahren produziert werden, werden damit größere Fortschritte bei Leistung und Effizienz erwartet.
Auch beim Gehäuse sind Änderungen geplant. Das MacBook Ultra soll dünner ausfallen als das MacBook Pro. Der Umstieg von LCD mit Mini-LED-Hintergrundbeleuchtung auf OLED trägt dazu bei, weil die Displayeinheit flacher aufgebaut werden kann. Weitere Anpassungen könnten zusätzlich helfen, das Gerät schlanker zu machen. Bisher gibt es allerdings keinen Hinweis darauf, dass Apple erneut Anschlüsse wie HDMI, MagSafe oder den SD-Kartensteckplatz entfernt, um das Gehäuse zu verschlanken. Beim letzten Mal stieß dieser Schritt auf deutliche Kritik.
Schließlich wird über integrierte Mobilfunkunterstützung spekuliert. Macs können heute bereits über die Persönliche Hotspot-Funktion eines iPhone oder iPad ins Mobilfunknetz. Apple soll aber zumindest eingehend geprüft haben, künftige Macs direkt mit Mobilfunkmodems auszustatten. Falls diese Pläne vorankommen, könnte das MacBook Ultra mit einem hauseigenen C1X– oder späteren C2-Modem für 5G und LTE ausgerüstet werden.
Via: https://www.macrumors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
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