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MacBook Neo im Kühlungs-Check: Kupfer- und Flüssigmodding bringt bis zu 18 % mehr Leistung

Apples neues MacBook Neo startet günstig und richtet sich klar an Einsteiger:innen. Ein YouTube-Projekt zeigt nun, wie viel Leistung durch die passive Kühlung ungenutzt bleibt – und was Modder:innen herausholen können.

MacBook Neo: Günstiger Einstieg mit einfacher Kühlung

Mit einem Einstiegspreis von 699 Euro positioniert Apple das MacBook Neo als Option für erste Mac-Erfahrungen, für Studierende oder für alle, die ein günstiges Notebook für einfache Aufgaben suchen. Um diesen Preis zu erreichen, hat Apple an mehreren Stellen gespart, unter anderem bei der Wärmeableitung.

Im Inneren arbeitet der mobile Systemchip A18 Pro, der auch im iPhone 16 Pro und 16 Pro Max steckt. Er wird ausschließlich passiv über eine einfache Graphenfolie und etwas Wärmeleitmittel gekühlt. Für leichte Aufgaben reicht das, doch bei hoher Last steigen die Temperaturen auf über 100 Grad Celsius und es droht thermisches Drosseln.

Im aktuellen YouTube-Video von ETA Prime zeigt der Kanal dieses Problem unter Last mit dem Spiel No Man’s Sky auf dem MacBook Neo. Das Spiel läuft nur mit etwa 30 Bildern pro Sekunde bei einer ungewöhnlichen Auflösung von 1.408 × 881 Pixeln, während die Temperaturen bis auf 105 Grad klettern. Auch wenn das MacBook Neo nicht als Gaming-Notebook gedacht ist, gelingt es dem YouTuber mit Hardware-Modifikationen, die Temperaturen deutlich zu senken und die Leistung zu steigern.

Kupferkühler und Wärmeleitpads senken die Temperaturen deutlich

Im ersten Schritt installiert ETA Prime einen angepassten Kupferkühlkörper in Kombination mit einem Arctic TP-3 Wärmeleitpad, das die gesamte Hauptplatine inklusive CPU abdeckt. Nach dem Entfernen der Bodenabdeckung wird die serienmäßige Graphenfolie vorsichtig mit einem Heißluftgebläse gelöst, sodass die Bauteile auf der kompakten Platine freiliegen.

Anschließend wird die Graphenfolie über den meisten Komponenten wieder aufgelegt. Die CPU selbst erhält frische Wärmeleitpaste von Noctua, darüber kommt ein Kupferstreifen. Auf diesen wird ein Wärmeleitpad gesetzt, das den Kontakt zur Bodenplatte aus Aluminium sicherstellt, welche die Abwärme schneller verteilt.

Diese Modifikation senkt die Temperaturen in No Man’s Sky um mehr als 20 Grad Celsius, das Spiel läuft nun mit rund 58 Bildern pro Sekunde. Der A18-Pro-Chip kann dabei mehr Leistung aufnehmen und höhere Taktraten halten. Das zeigt sich auch in Benchmarks: In Geekbench 6 verbessert sich die Multi-Core-Leistung um 9,7 Prozent, im Single-Core-Test legt der Chip um etwa 15,2 Prozent zu.

Flüssigkühlung mit Peltier-Element holt bis zu 18 % mehr Leistung

Im nächsten Schritt setzt ETA Prime eine thermoelektrische Flüssigkühlung ein, um die Temperaturen des Systemchips weiter zu reduzieren. Dieses ursprünglich für Smartphones entwickelte System nutzt eine Kaltplatte im Peltier-Stil, die bis zu 50 Watt abführen kann. Die Platte haftet magnetisch direkt an der Metall-Bodenabdeckung, unmittelbar über der CPU-Position.

Nach der Montage und etwa zwei Minuten Betrieb sinkt die Leerlauf-Temperatur des MacBook Neo auf rund 23 Grad Celsius. Unter Last mit No Man’s Sky liegen die Temperaturen im Durchschnitt bei 74 Grad, die Bildrate bleibt mit knapp unter 60 Bildern pro Sekunde ähnlich hoch wie mit dem Kupfermod. Durch den zusätzlichen thermischen Spielraum steigen die Geekbench-6-Werte erneut: Die Multi-Core-Leistung verbessert sich um 18,60 Prozent, im Single-Core-Test um 17,52 Prozent gegenüber dem Ausgangszustand.

Das Experiment verdeutlicht, wie viel Reserven das MacBook Neo durch die konsequente passive Kühlung ungenutzt lässt. Apples Ansatz reduziert Kosten und Geräuschentwicklung und kann die Akkulaufzeit positiv beeinflussen, doch schon ein etwas aufwendigerer Kühlkörper hätte spürbar bessere und länger anhaltende Leistung ermöglicht, ohne den Preis stark zu erhöhen.

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Mehr Informationen

Via: https://www.tomshardware.com

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Michael Reimann

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