Apple hat am Mittwoch mit dem MacBook Neo ein komplett neues, vergleichsweise günstiges Mac-Notebook vorgestellt. Medienvertreter:innen konnten das Gerät in New York, Shanghai und London bereits ausprobieren.
Apple hat das MacBook Neo von Grund auf neu entwickelt und setzt dabei auf ein farbiges Gehäuse. Zur Auswahl stehen Silber, Indigo, Rosé und Zitrus, jeweils mit farblich passender Tastatur und passendem Trackpad. Die Tastatur verzichtet allerdings auf eine Hintergrundbeleuchtung, und beim Trackpad verwendet Apple nicht das sonst übliche Force-Touch-Modell der teureren Macs.
Stattdessen kommt ein klassisches, physisches Trackpad mit echtem Klick zum Einsatz, das keine haptische Rückmeldung bietet und keine Multitouch-Gesten unterstützt. Auf eine Display-Aussparung verzichtet Apple, stattdessen erinnert das Gerät stärker an ein iPad-Design mit dickeren Bildschirmrändern. Diese beherbergen die Frontkamera. Neu ist zudem die Platzierung der Lautsprecher an den Außenseiten des Gehäuses, die Wiedergabe von 3D-Audio wird unterstützt.
Durch die breiteren Ränder und das einfache Trackpad wirkt das MacBook Neo im direkten Vergleich etwas weniger hochwertig als ein MacBook Air oder MacBook Pro. Für den angepeilten Preisbereich bleibt es laut Ersteindruck aber dennoch ein sehr ordentliches Gerät.
Im Inneren setzt Apple auf den A18-Pro-Chip, der ursprünglich für das iPhone 16 Pro entwickelt wurde. Dabei handelt es sich also um einen Smartphone-Prozessor, der leistungsmäßig hinter den aktuellen M‑Chips von Apple zurückbleibt. Das MacBook Neo ist mit 8 GB Arbeitsspeicher ausgestattet, die Speicherbandbreite liegt bei 60 GB/s und damit bei der Hälfte eines MacBook Air.
Laut Apple ist das MacBook Neo für typische Alltagsaufgaben ausgelegt und dabei bis zu 50 Prozent schneller als der meistverkaufte PC mit Intel Core Ultra 5. Diese Referenz wählt Apple bewusst, weil sich das Gerät an Nutzer:innen richtet, die sonst eher zu einem günstigen Windows-Notebook oder einem Chromebook greifen würden. Bei der Fotobearbeitung soll das MacBook Neo bis zu doppelt so schnell sein, bei Aufgaben mit lokaler KI-Verarbeitung sogar bis zu dreimal so schnell, jeweils laut Apples Angaben.
Beim Bildschirm bietet Apple eine Anzeige in Retina-Qualität, verzichtet aber auf Komfortfunktionen wie True Tone oder den großen P3-Farbraum. Die maximale Helligkeit liegt bei 500 Nits. Für viele Alltagsanwendungen dürfte das ausreichen, richtet sich aber nicht an professionelle Bildbearbeiter:innen.
Am Gehäuse stehen zwei USB‑C‑Anschlüsse zur Verfügung, von denen allerdings nur einer USB 3 mit DisplayPort‑1.4-Unterstützung bietet. Darüber lässt sich ein einzelnes externes 4K‑Display mit 60 Hertz anschließen. Weitere Monitore sind nicht vorgesehen. Funkseitig unterstützt das MacBook Neo Bluetooth 6 und WLAN 6E, wodurch es auch mit 6‑GHz‑Netzen zusammenarbeitet.
Die Akkulaufzeit gibt Apple mit bis zu 16 Stunden an. Angesichts der Gerätegröße im Bereich eines MacBook Air und des verbauten A‑Chips fällt dieser Wert etwas niedriger aus, als manche vielleicht erwarten würden. Apple hat zudem angekündigt, in der kommenden Woche ausführlichere Eindrücke zum MacBook Neo und den weiteren neuen Produkten zu veröffentlichen.
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