Apple positioniert das neue MacBook Neo als günstigen Einstieg in die Mac-Welt, vor allem für Schüler:innen und preisbewusste Nutzer:innen. Dabei setzt der Konzern auf bewusst gewählte technische und ausstattungsbezogene Einschränkungen.
Das MacBook Neo verfügt über zwei USB‑C‑Anschlüsse, die technisch unterschiedlich ausgelegt sind. Der linke Port unterstützt USB‑3‑Geschwindigkeiten von bis zu 10 Gbit/s und ist der einzige Anschluss, über den sich ein externer Bildschirm nutzen lässt. Der rechte USB‑C‑Port nahe dem Trackpad ist auf USB‑2‑Tempo mit 480 Mbit/s begrenzt und eignet sich damit eher für einfaches Zubehör.
Da die Anschlüsse nicht gekennzeichnet sind, kann es leicht passieren, dass Ihr das Display am falschen Port einsteckt. In diesem Fall weist macOS Euch laut Daring-Fireball-Autor John Gruber aktiv darauf hin, den anderen Anschluss zu verwenden. Offiziell unterstützt das MacBook Neo einen externen Monitor mit bis zu 4K-Auflösung bei 60 Hz.
Parallel dazu ändert Apple in Europa das mitgelieferte Zubehör. In Großbritannien und den EU-Ländern, darunter Deutschland, Frankreich, Italien und Spanien, liegen den neuen Modellen von MacBook Neo, MacBook Air und MacBook Pro kein Netzteil mehr bei. Diese Umstellung hatte Apple zuvor bereits beim günstigsten 14‑Zoll‑MacBook‑Pro-Modell eingeführt.
Wer ein Netzteil benötigt, muss es beim Kauf oder später separat erwerben. In anderen Märkten, etwa in den USA, ist weiterhin ein Ladegerät im Lieferumfang enthalten. Dort wird das MacBook Neo mit dem 20‑Watt‑USB‑C‑Netzteil von Apple ausgeliefert, das einzeln 19 US‑Dollar (ca. 18 Euro) kostet. Das 16‑Zoll‑MacBook‑Pro kommt dort mit dem 140‑Watt‑USB‑C‑Netzteil, das solo 99 US‑Dollar (ca. 91 Euro) kostet. Unabhängig vom Land liegt allen neuen MacBooks weltweit ein USB‑C‑ oder MagSafe‑3‑Ladekabel bei.
Apple richtet das MacBook Neo klar an Schüler:innen und Nutzer:innen mit einfachen Anforderungen, die nicht die Leistung eines MacBook Air benötigen. Das Gerät lässt sich in vier Farben vorbestellen: Silber, Blush, Zitrus und Indigo. Der Marktstart ist für den 11. März 2026 angekündigt.
In den USA beginnt der Preis bei 599 US‑Dollar (ca. 550 Euro) für die Variante mit 256 GB Speicher. Bei uns startet das Neo bei 699 Euro. Darüber rangiert ein Modell mit 512 GB Speicher und Touch-ID-Sensor in der Tastatur für 699 US‑Dollar (799 Euro). Besonders aggressiv fällt der Bildungsrabatt aus: Für den Bildungsbereich startet das MacBook Neo bei 599 Euro und zielt damit direkt auf die weit verbreiteten günstigen Windows-Notebooks und Chromebooks im Schulumfeld.
Mit diesem Preis positioniert Apple das MacBook Neo deutlich unterhalb des M5‑MacBook‑Air, das nun mit 512 GB Speicher bei 1.199 Euro startet, nachdem die günstigere 256‑GB‑Variante gestrichen wurde. Auch gegenüber dem M1‑MacBook‑Air, das etwa Walmart seit zwei Jahren für 699 US‑Dollar (und in Deutschland nicht mehr erhältlich ist) anbietet, soll das Neo preislich attraktiver wirken.
Beim Innenleben setzt Apple nicht auf die aktuellen M‑Chips, sondern nutzt den A18‑Pro‑Prozessor aus den iPhone‑16‑Pro‑Modellen von 2024. Damit verzichtet das MacBook Neo auf Funktionen wie Thunderbolt‑Controller, mehrere externe Displays, größere Speicherbestückungen und hohe Speicherbandbreiten, was Aufbau und Energiebedarf vereinfacht. Der A18 Pro unterstützt Apple Intelligence und ermöglicht ein lüfterloses, kompaktes System mit kleinerer Batterie.
Das MacBook Neo ist auf 8 GB gemeinsamen Arbeitsspeicher begrenzt. Höhere Speicheroptionen wie bei MacBook Air und MacBook Pro gibt es nicht. Beim internen Speicher habt Ihr die Wahl zwischen 256 GB und 512 GB. Für Nutzer:innen mit vielen Fotos oder großen Spielen kann die kleinere Variante eng werden, lässt sich aber über externe SSDs ergänzen.
Optisch orientiert sich das Neo stark am aktuellen MacBook‑Air‑Design mit Aluminiumgehäuse und abgerundeten Ecken. Größe und Gewicht entsprechen in etwa dem MacBook Air; das Neo ist nur minimal schmaler und weniger tief und wiegt 1,23 kg. Beim Display setzt Apple auf ein 13,0‑Zoll‑Liquid‑Retina‑Panel mit 2408 × 1506 Pixeln, 500 Nits Helligkeit, Unterstützung für eine Milliarde Farben und entspiegelnde Beschichtung. Im Vergleich zum 13,6‑Zoll‑Panel des MacBook Air mit 2560 × 1664 Pixeln spart Apple Fläche und Auflösung ein; Funktionen wie True Tone und den erweiterten Farbraum Wide P3 bietet das Neo nicht und bleibt auf sRGB beschränkt.
Via: www.macrumors.com · www.macrumors.com · tidbits.com
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