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MacBook Neo: Apples günstiges Notebook stellt die PC-Konkurrenz vor Probleme

Mit dem MacBook Neo greift Apple erstmals offensiv den Markt für günstige Notebooks an. Die Branche reagiert überrascht, denn Leistung und Preis stellen etablierte Windows-Modelle infrage.

A18-Pro-Chip schlägt mobile Prozessoren von AMD, Intel und Qualcomm

Das MacBook Neo kostet 699 Euro und setzt auf Apples A18-Pro-Chip. Laut Benchmarks von Notebookcheck liegt das Gerät bei der Einzelkernleistung vor allen mobilen Prozessoren von AMD, Intel und Qualcomm. In den Cinebench-2024-Ergebnissen ordnet sich das Neo direkt hinter MacBook-Air-Modellen mit M4- und M5-Chips ein, aber klar vor zahlreichen günstigen Notebooks von Acer, Asus, HP, Lenovo und anderen Herstellern. Damit erreicht Apple mit einem Einstiegsgerät eine Leistungsklasse, die sonst eher höherpreisigen Laptops vorbehalten ist.

Notebookcheck betont, dass die Einzelkernleistung für günstige Notebooks wichtiger ist als die Mehrkernleistung. Alltägliche Anwendungen wie Webbrowser oder E-Mail-Programme nutzen meist nur einen Kern. Eine starke Einzelkernleistung sorgt hier für ein flüssiges Betriebssystem und ein schnelles Arbeitsgefühl. Für professionelle Anwendungen mit vielen Hintergrundprozessen und intensiver Parallelverarbeitung bleiben dagegen teurere Modelle wie MacBook Air, MacBook Pro oder leistungsstarke Windows-Notebooks die passendere Wahl.

Branchenreaktionen: „Schock für die gesamte Industrie“

Die Ankündigung des MacBook Neo hat in der PC-Welt für erhebliche Unruhe gesorgt. Asus-Co-CEO S.Y. Hsu nannte das neue Apple-Notebook in einem Gespräch zu den Geschäftszahlen einen „Schock für die gesamte Industrie“. Apple sei bisher für hohe Preise bekannt gewesen, erklärte er laut Übersetzung. Ein sehr preisgünstiges Produkt aus Cupertino sei daher ein einschneidendes Ereignis für Hersteller günstiger Windows-PCs.

Gleichzeitig versucht Hsu, die Auswirkungen auf den Markt zu relativieren. Er verweist auf die nicht aufrüstbaren 8 GB Arbeitsspeicher des MacBook Neo und sieht darin einen Grund, warum die Zielgruppe begrenzt sein könnte. Das Neo beschrieb er als Gerät zur Mediennutzung, vergleichbar mit einem iPad, und damit als etwas anderes als ein klassisches Allzweck-Notebook. Dennoch räumte er ein, dass die Windows-PC-Industrie die Gerüchte über ein solches Gerät seit Mitte des vergangenen Jahres aufmerksam verfolgt und Strategien entwickelt habe, um konkurrenzfähig zu bleiben.

Starke Produktivität, aber klare Grenzen bei anspruchsvollen Aufgaben

Viele Tester:innen teilen die Einschätzung einer angeblich begrenzten Attraktivität jedoch nicht. Macworld bezeichnet das MacBook Neo in einem Test als sehr gute Wahl für allgemeine Produktivitätsaufgaben und hebt die starke Einzelkernleistung hervor. Laut Redakteur Roman Loyola lassen sich damit auch Inhalte erstellen, Software entwickeln oder Datenbanken verwalten, solange die Aufgaben nicht dauerhaft an professionelle Workstations erinnern. Bei echten Profi-Workloads stößt das Neo an seine Grenzen, was bei einem Notebook für 699 Euro allerdings nicht überrascht.

Für Windows-Anwendungen gibt es zudem die Möglichkeit, Parallels Desktop auf dem MacBook Neo einzusetzen. Die Entwickler:innen von Parallels bestätigen offiziell die Unterstützung, schränken aber ein, dass das Gerät für CPU- oder GPU-intensive Windows-Programme nicht geeignet ist. Hauptgrund sind die 8 GB Arbeitsspeicher, die für virtuelle Maschinen knapp bemessen sind. Für ein deutlich besseres Erlebnis mit Parallels empfehlen sie ein MacBook Air oder MacBook Pro mit 16 GB RAM. Wer jedoch ohnehin ein günstiges Notebook kaufen möchte, könnte laut Macworld mit dem Neo mehr Leistung erhalten als mit vielen Windows-Alternativen im gleichen Preisbereich.

Via: https://www.macworld.com · https://www.notebookcheck.net · https://www.macworld.com

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Andreas Vogel

Autor Apfeltalk

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