Zusammen mit einem günstigeren MacBook könnte Apple bereits nächste Woche ein aktualisiertes MacBook Air vorstellen. Im Mittelpunkt steht zwar das neue Einstiegsmodell, doch auch das Air bekommt voraussichtlich relevante interne Updates.
M5-Chip bringt mehr Leistung und neue KI-Funktionen
Die nächste Generation des MacBook Air soll den M5-Chip übernehmen, den Apple bereits im vergangenen Jahr im iPad Pro und in den MacBook-Pro-Modellen eingeführt hat. Der M5 basiert auf dritter Generation der 3-Nanometer-Technologie und bietet einen bis zu 10‑Kern‑Prozessor und eine bis zu 10‑Kern‑Grafikeinheit, die laut Apple eine 3,5‑fach höhere Leistung als der M4 erreicht.
Die Mehrkern-Leistung des Prozessors liegt demnach bis zu 15 Prozent über der des M4, bei der Grafikleistung soll der Vorsprung rund 30 Prozent betragen. Apple integriert in jeden Grafik-Kern einen sogenannten Neural-Beschleuniger, der die Verarbeitung KI-basierter Aufgaben über die GPU beschleunigen soll. Die einheitliche Speicherbandbreite steigt auf 153 GB/s und liegt damit nahe 30 Prozent über der des M4.
Die einheitliche Speicherarchitektur ermöglicht es dem Chip, auf einen gemeinsamen Speicherpool für lokale KI-Modelle, die GPU-Beschleunigung und die Mehrkern-Performance von Apps zuzugreifen, wodurch ein Upgrade hier besonders ins Gewicht fällt. Beim Arbeitsspeicher bleibt es voraussichtlich beim bisherigen Einstieg mit 16 GB, optional sind 24 GB und 32 GB vorgesehen.
Dritte Generation Strahlverfolgung, zweite Generation dynamische Zwischenspeicherung und verbesserte Shader-Kerne sollen Spiele und andere systemintensive Aufgaben beschleunigen. Eine überarbeitete Neural Engine mit 16 Kernen arbeitet energieeffizienter, was sich in einer längeren Akkulaufzeit bemerkbar machen könnte.
Bei der internen SSD dürften die Stufen unverändert bleiben: Der Einstieg liegt bei 256 GB, optional sind 512 GB, 1 TB und 2 TB geplant.
Bewährtes Design, Fokus auf Display-Zukunft
Das MacBook Air hat 2022 ein neues Design erhalten, und derzeit deutet nichts darauf hin, dass Apple 2026 ein überarbeitetes Gehäuse einführt. Der Konzern nutzt ein Design üblicherweise mehrere Jahre, größere Änderungen sind meist an wichtige neue Funktionen gekoppelt.
Es kursieren Gerüchte, dass das MacBook Air ein OLED-Display bekommen soll, allerdings erst, nachdem Apple neue MacBook-Pro-Modelle mit OLED-Technologie Ende 2026 auf den Markt gebracht hat. Ein größeres Designupdate könnte daher erst mit dem OLED-Wechsel anstehen.
Auch 2026 werden voraussichtlich wieder 13‑ und 15‑Zoll‑Varianten erscheinen. Beide sollen weiterhin auf ein Aluminium-Unibody-Gehäuse, ein lüfterloses Kühlsystem und ein Retina‑LCD‑Display setzen.
Anschlüsse und Ausstattung dürften ebenfalls vertraut bleiben: Zwei Thunderbolt‑4/USB‑C‑Ports sowie das bisherige Lautsprecher‑, Mikrofon‑ und Kamera‑Setup sind weiterhin zu erwarten.
Preis und möglicher Marktstart
Beim Preis des MacBook Air rechnet Ihr aktuell nicht mit Änderungen, der Einstieg soll weiterhin bei 1.099 Euro liegen. Allerdings könnten Aufpreise für Arbeitsspeicher steigen, da DRAM‑Engpässe die Einkaufspreise erhöht haben.
Apple-Chef Tim Cook hat Produktankündigungen ab Montag in Aussicht gestellt, sodass das neue MacBook Air bereits in der kommenden Woche vorgestellt werden könnte.