Apple legt den Mac Studio mit den Chips M5 Max und M5 Ultra neu auf. Ihr bekommt mehr Leistung und moderne Schnittstellen, das bekannte Gehäuse bleibt unverändert.
Leistungssprung bei CPU, GPU und KI
Der neue Mac Studio mit M5 Max und M5 Ultra setzt vor allem bei der Rechenleistung an. Beide Chips bringen deutlich stärkere CPUs und GPUs mit, ohne dass Ihr für zusätzliche KI-Funktionen zahlen müsst, wenn Ihr sie nicht braucht. Gleichzeitig behält Apple das kompakte Design des Mac Studio bei und unterstützt wie bisher fünf oder acht Displays, je nach Konfiguration.
Im Vergleich zu früheren Modellen bietet M5 Max nun einen Standard‑Prozessor mit 18 Kernen, während das Basismodell mit M4 Max zuvor 14 Kerne hatte. Der M5 Ultra geht noch weiter und skaliert bis zu 36 CPU‑Kerne. Auch die Grafik wächst: Der M5 Ultra erreicht bis zu 80 Grafikkerne und eine Speicherbandbreite von bis zu 1,2 TB/s.
Laut Apples eigenen Tests liefert M5 Ultra bis zu 4,3‑mal so viel maximale Grafikrechenleistung für KI‑Berechnungen wie frühere Modelle und bis zu 1,8‑mal so schnelle Grafikleistung im Vergleich zum M3 Ultra. Damit zielt der neue Mac Studio klar auf besonders anspruchsvolle Aufgaben wie lokale KI‑Workloads, 3D‑Rendering, wissenschaftliche Berechnungen, visuelle Effekte oder mehrere parallele 8K‑Videostreams.
Technische Neuerungen bei Speicher, Funk und Anschlüssen
Eine der wichtigsten Änderungen steckt in der Speicherarchitektur. M5 Max erreicht eine Speicherbandbreite von bis zu 614 GB/s, während M5 Ultra auf bis zu 1,2 TB/s kommt. Das liegt deutlich über der Bandbreite des M3 Ultra, der bei 819 GB/s lag. Interessant: Die maximale Speicherkonfiguration bleibt zum Start gleich, sowohl M3 Ultra als auch M5 Ultra unterstützen bis zu 512 GB Arbeitsspeicher.
Beim internen Speicher setzt Apple nun auf eine PCIe‑Gen‑6‑SSD‑Architektur. Diese soll laut Unternehmen bis zu doppelt so schnell wie bisher ausfallen. Das kommt besonders Nutzer:innen zugute, die große Datenmengen bewegen oder mit vielen hochauflösenden Medienprojekten arbeiten.
Auch bei der Konnektivität hat Apple nachgebessert. Der neue Mac Studio unterstützt jetzt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread. Zusätzlich führt Apple Genlock über USB‑C ein. Thunderbolt 5 bleibt erhalten und ermöglicht weiterhin hohe Datenraten sowie den Anschluss mehrerer Displays. Insgesamt bleibt die Anschlussvielfalt auf dem Niveau des Vorgängers, wird aber technisch modernisiert.
Preise, Upgrade-Frage und Ausblick
Beim Preis unterscheidet sich vor allem die Ultra‑Variante deutlich. Der Mac Studio mit M5 Ultra startet bei 6.599 Euro und liegt damit 200 Euro über dem letzten offiziellen Apple‑Preis des Vorgängermodells. Gegenüber dem ursprünglichen Einführungspreis des M3 Ultra ist der Einstieg sogar um 1.500 Euro gestiegen.
Wer nicht sofort umsteigt, könnte vom Abverkauf profitieren. Händler:innen dürften Restbestände der bisherigen Mac‑Studio‑Modelle rabattiert anbieten, ebenso könnten generalüberholte Geräte interessant werden. Für viele Nutzer:innen bieten diese Rechner weiterhin eine sehr gute CPU‑, GPU‑ und Medienleistung, ohne den Aufpreis für die neuesten KI‑Verbesserungen zahlen zu müssen.
Ob sich ein Upgrade für Euch lohnt, hängt stark vom Einsatzgebiet ab. Wer maximale lokale KI‑Leistung, mehr Speicherbandbreite und spürbar stärkere Grafik braucht, profitiert klar von M5 Max und M5 Ultra. Für klassische Kreativ‑Workflows und allgemeine Pro‑Anwendungen kann dagegen ein vergünstigtes Vorgängermodell weiterhin ausreichend sein.
Wenn Ihr den Kauf plant, lohnt es sich, Preise und Verfügbarkeit genau zu beobachten. Durch die neue Generation könnten die älteren Mac‑Studio‑Modelle im Preis nachgeben, während die aktuellen Varianten vor allem im Ultra‑Segment teurer einsteigen.
