Ein neues Gerücht deutet auf bedeutende Änderungen beim kommenden MacBook Pro mit M6-Chip hin. Laut Berichten könnte erstmals ein OLED-Touchscreen und eine Lochkamera verbaut werden.
Apple hat sich in der Vergangenheit immer klar gegen den Einsatz eines Touchscreens in MacBooks ausgesprochen. Schon 2020 erklärte Steve Jobs öffentlich, ein Touchscreen-Mac sei ergonomisch ungeeignet. Auch Craig Federighi, Apples Senior Vice President für Software, unterstrich diese Haltung 2018 nochmals. Trotzdem halten sich seit Jahren immer wieder Gerüchte über einen Touch-Mac aus Cupertino. Jüngste Informationen von Bloomberg lassen nun vermuten, dass Apple die langjährigen Prinzipien aufweichen könnte. Laut dem Bericht arbeitet Apple aktuell an der Markteinführung eines hochwertigen MacBook Pro mit Touchscreen und M6-Chip. Der Bildschirm soll dabei auf OLED-Technik setzen. Möglicher Erscheinungszeitraum sei Ende 2026 oder Anfang 2027, was einen Strategiewandel bei Apple andeuten könnte.
Mit dem erwarteten OLED-Display würde Apple erstmals diese Display-Technologie in einem MacBook anbieten. OLED bietet intensivere Farben und tiefere Schwarztöne als die bisher verwendete Mini-LED-Technik. Eine weitere auffällige Änderung: Künftig könnte Apple die bisher viel diskutierte Notch am oberen Displayrand durch eine kompaktere Lochkamera (sogenannter „Hole Punch“) ersetzen, wie man sie bereits vom iPhone kennt. Dadurch wird mehr Platz auf dem Bildschirm frei. Auch ein Umzug der Dynamic Island, eingeführt mit dem iPhone 15, auf den Mac erscheint laut dem Bericht denkbar. Weiterhin sei Apple dabei, die Bildschirm-Hardware und das Scharnier zu verstärken. Dies ist notwendig, damit das Display bei Berührungen stabil bleibt und nicht wackelt.
Spekulationen rund um ein MacBook Pro mit Touchscreen sind nicht neu. Bereits im September 2025 sagte Analyst Ming-Chi Kuo ein solches Modell für Ende 2026 voraus. Er begründete das mit langjährigen Beobachtungen des Nutzerverhaltens, insbesondere mit Blick auf die iPad-Nutzung. Offizielle Patente von 2021 und 2023, die Apple schon 2024 zugesprochen wurden, beinhalten bereits Skizzen eines MacBooks mit Touchscreen. Dennoch verfolgt Apple laut Aussagen von Führungskräften weiterhin die Strategie, Mac und iPad als getrennte Produktlinien zu vermarkten. Das Unternehmen empfiehlt, beide Geräte zu kaufen, statt eine Hybrid-Lösung zu wählen.
Bloomberg erwartet, dass die Ausstattung mit OLED und Touchscreen das MacBook Pro einige hundert US-Dollar (ca. 190-370 Euro) teurer machen könnte als die aktuellen Modelle.
Ob Apple letztlich tatsächlich den Sprung zum Touchscreen-MacBook wagt, bleibt offen. Die verdichteten Hinweise und bewilligten Patente machen einen Strategie-Schwenk jedoch zunehmend plausibel. Sollten sich die Berichte bestätigen, steht euch ab 2026 ein deutlich modernisierter MacBook Pro mit OLED-Touch und neuer Frontkamera bevor.
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