Vielleicht habt ihr euch gefragt, weshalb Apple und Samsung ihren Smartphones oft kleinere Akkus spendieren als chinesische Hersteller. Neue Untersuchungen zeigen, dass Sicherheitsvorschriften für den Luftverkehr der ausschlaggebende Grund sind.
Viele denken, die vergleichsweise kleinen Akkus bei Apple– und Samsung-Smartphones hängen mit Kosteneinsparungen zusammen. Doch chinesische Hersteller wie Vivo oder Xiaomi bauen selbst in günstigere Geräte Akkus mit einer Kapazität von 6.500mAh ein. Das ist deutlich mehr als die rund 4.000mAh in den meisten Flaggschiffen von Apple oder Samsung. Der Hauptgrund dafür liegt bei strengen Luftfrachtbestimmungen in den USA und der EU. Geräte mit besonders großen Akkus gelten dort als Gefahrengut und unterliegen besonderen Vorschriften.
Wenn der Akku eines Smartphones eine bestimmte Kapazitätsgrenze überschreitet, etwa 20 Wattstunden (Wh), greifen die Regeln des internationalen Luftfahrtverbands IATA (International Air Transport Association). Akkus bis zu dieser Grenze sind von einigen dieser Vorgaben ausgenommen. Zur Umrechnung: Die Wh-Zahl erhält ihr, indem ihr die Kapazität in mAh durch 1.000 teilt und dann mit der Nennspannung des Akkus multipliziert, meist 3,7 Volt. Beispiel: Ein 4.000mAh-Akku ergibt etwa 14,8 Wh. Die meisten aktuellen Samsung- oder Apple-Smartphones liegen damit unter der kritischen Schwelle. Ein Akku mit 6.500mAh Kapazität erreicht jedoch rund 24 Wh und überschreitet damit die IATA-Vorgaben. In diesem Fall gelten zusätzliche Regeln beim Versand per Flugzeug: Mehr Papierkram, Gefahrenkennzeichnung und Spezialverpackungen werden dann notwendig. Das verursacht mehr Kosten und organisatorischen Aufwand – insbesondere auf internationalen Märkten wie USA und Europa, auf denen Apple und Samsung einen Großteil ihrer Smartphones verkaufen.
Chinesische Hersteller wie Vivo oder Xiaomi verkaufen viele ihrer Geräte auf dem Heimatmarkt oder in Entwicklungsländern, wo die strengen Luftfrachtvorschriften nicht in gleichem Maße gelten. So kann zum Beispiel das Vivo X300 Pro in China mit einem 6.510mAh-Akku angeboten werden, während das gleiche Modell in der EU nur mit 5.440mAh verkauft werden darf. Für Apple und Samsung würde es sich weniger lohnen, größere Akkus zu verbauen, weil sie ansonsten teurere und aufwändigere Versand- und Lagerprozesse in Kauf nehmen müssten. Deshalb setzen die beiden Unternehmen lieber auf kleinere Akkus, um die internationalen Zulassungs- und Transportvorgaben zu erfüllen.
Wenn ihr euch also wundert, warum von Apple oder Samsung oft geringere Akkulaufzeiten geboten werden als von Konkurrenzmodellen aus China, spielen die Sicherheitsanforderungen beim Lufttransport eine wichtige Rolle. Die Begrenzungen tragen dazu bei, dass Apple und Samsung bewusst auf größere Akkus verzichten.
Via: https://wccftech.com
Titelbild: KI
Den Beitrag in unserem Forum kommentieren
Das neue iPad mini bringt ein OLED-Display, ein dünneres Gehäuse und den A20 Pro. Erste Testberichte loben die Verbesserungen, sehen…
Ein Flüssigkeitsschaden kann auch dann noch entstehen, wenn die Oberfläche längst trocken ist. Schaltet Euren Mac deshalb sofort aus und…
Apple hat mit dem Test von iOS 27.3 begonnen. Das Update ergänzt neue Funktionen für Safari, Siri und die Health-App…
Apple Fitness+ soll mit Gym Strength individuelle Kraftpläne fürs Fitnessstudio anbieten. Zugleich zeigen Gesundheitsberichte, dass gezielte Gewichtsabnahme das Risiko für…
Apple öffnet Siri AI für Entwickler:innen. Zugleich rücken neue KI-Funktionen für die Apple Watch in den Blick, weil sie auf…
Die 10 stärksten Apple-Angebote am 04.11.2026 im Überblick — darunter 3 neue Bestpreise.
Diese Website benutzt Cookies um Ihr Nutzererlebnis zu verbessern. Wenn Sie diese Website weiter nutzen, gehen wir von Ihrem Einverständnis aus.
Mehr lesen