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LibreOffice 26.8 überschreitet eine Million Downloads in der ersten Woche

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LibreOffice 26.8 wurde in der ersten Woche mehr als eine Million Mal heruntergeladen. Das Interesse fällt in eine Zeit, in der sich Bürosoftware-Anbieter unterschiedlich mit künstlicher Intelligenz und digitalen Arbeitsplätzen auseinandersetzen.

Unterschiedliche Ansätze bei KI-Funktionen

Die Document Foundation integriert bei LibreOffice standardmäßig keine KI-Funktionen. Andere Anbieter setzen auf eigene Lösungen: OnlyOffice bietet in Version 10.0 ein separates KI-Modul als Betaversion an. WPS Office stellte KI-Funktionen im Rahmen eines Linux-Updates im Oktober 2026 bereit.

Einen optionalen Ansatz verfolgt Collabora Office 26.04. Die Version erschien im Juli 2026 für Linux, macOS und Windows. Im September folgte die Ausgabe 26.04.3 für Android und iOS. Die KI-Unterstützung ist standardmäßig ausgeschaltet. Nutzer:innen wählen selbst den KI-Anbieter und hinterlegen die Zugangsdaten. Erst nach ausdrücklicher Freigabe greift die KI auf Dokumentinhalte zu. Auch selbst gehostete Schnittstellen lassen sich verwenden.

Collabora Office bietet außerdem einen Dokumentvergleich und eine Mehrseitenansicht in Writer. Calc erhält berechnete Pivot-Tabellenfelder. Hinzu kommt eine verbesserte Kompatibilität mit Microsoft-Office-Formaten. Collabora-Chef Michael Meeks erklärte, dass Browser-, Desktop- und Mobilversionen dieselbe Programmbasis verwenden. Die Software ist kostenlos erhältlich. Als frühe Veröffentlichung enthält sie noch Fehler und ist nicht durch ein Support-Paket für Unternehmen abgedeckt.

In Frankreich erschien Collabora Office außerdem im Mac App Store. Zuvor gab es eine formelle Erklärung bei der Cybersicherheitsbehörde ANSSI, die für Software mit kryptografischen Funktionen erforderlich war. Die Anwendung unterstützt OpenDocument- und Microsoft-Office-Formate, lässt sich offline nutzen und erhält automatische Aktualisierungen.

Open-Source-Bürosoftware in Behörden

Auch öffentliche Einrichtungen interessieren sich zunehmend für Alternativen zu proprietärer Bürosoftware. OpenDesk, eine deutsche Büroplattform unter dem Dach des Zentrums für Digitale Souveränität (ZenDiS), verzeichnete laut Berichten mehr Anfragen, als bedient werden konnten. Demnach wurden bereits Lizenzen für mehr als 200.000 Büroarbeitsplätze verkauft.

Der Internationale Strafgerichtshof in Den Haag entschied sich 2025 im Zusammenhang mit US-Sanktionen für OpenDesk. Den künftigen Vertrieb übernehmen B1 Systems, DACHS IT und STACKIT aus der Schwarz-Digits-Gruppe. Ein Cloud-Angebot aus europäischen Rechenzentren ist für Anfang 2027 geplant. Neben einer kostenlosen Gemeinschaftsausgabe für den Eigenbetrieb gibt es eine Unternehmensausgabe mit Betreuung.

Weitere Verwaltungen setzen ebenfalls auf freie Bürosoftware. Das österreichische Bundesheer stellte 2025 insgesamt 16.000 Arbeitsplätze auf LibreOffice um. Schleswig-Holstein beziffert die jährliche Ersparnis durch den Verzicht auf proprietäre Lizenzen auf 15 Millionen Euro. Die Schweiz startete 2026 ein Pilotprojekt mit OpenDesk für 3.000 Arbeitsplätze.

Die dänische Verkehrssicherheitsbehörde nutzt seit Dezember 2025 das System SIA Open. Im Oktober 2026 zählte es weniger als zehn Teilnehmende. Dänemark stellt für seine Strategie zur digitalen Souveränität von 2026 bis 2029 insgesamt 80 Millionen Kronen bereit.

Sicherheitsupdate für ältere LibreOffice-Version

Auch die Wartung älterer Versionen bleibt für Einrichtungen wichtig. Oracle veröffentlichte für LibreOffice 7.1.8.1 unter Oracle Linux 8 das Sicherheitsupdate ELSA-2026-88164. Es behebt vier gemeldete Schwachstellen, die den PDF-Import, die Verarbeitung von Schriftarten und entfernte Java-Datenbanktreiber betreffen.

Ohne die Korrekturen könnten Pufferüberläufe oder die Ausführung von Schadcode möglich sein. Im Zuge der Aktualisierung stellt Oracle die Software-Builds auf OpenJDK 21 um. Die Unterstützung für OpenJDK 8 unter RHEL 8 endet im November 2026.

Via: https://www.ad-hoc-news.de

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Tags: LibreOffice, Bürosoftware, digitale Souveränität, Open-Source-Software, OpenDesk

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