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Lego-Stein wird smart: Neue Elektronik startet in Star-Wars-Sets

Lego Smart Play Star Wars

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Lego verpasst seinem ikonischen Stein die größte technische Neuerung seit 1958: den Lego-Smart-Stein. Die Premiere des Systems „Lego Smart Play“ erfolgt in neuen Star-Wars-Sets.

Klassischer Stein, neue Technik im Inneren

Der Smart-Stein sieht von außen wie ein normaler 2×4-Stein aus und verändert weder Haptik noch Bauerlebnis. Die Neuerung steckt komplett im Inneren und soll den Spielablauf ergänzen, nicht ersetzen. Lego hat das System auf der CES 2026 in Las Vegas vorgestellt und setzt dafür auf einen Chip in einem Standardstein als Herzstück von Lego Smart Play.

Der Chip ermöglicht es dem Smart-Stein, nahe Smart-Minifiguren oder Smart-Tags zu erkennen, den umgebenden Raum einzuschätzen und passende Reaktionen auszulösen. Das können Geräusche, gesprochene Sätze oder Lichtsequenzen sein. Im Inneren arbeitet ein kundenspezifischer Mixed-Signal-ASIC-Chip mit 4,1 Millimetern, der als zentrale Recheneinheit dient. Er läuft mit einer proprietären „Play Engine“, die die räumliche Erfassung übernimmt.

Dazu nutzt der Stein unter anderem eine präzise Kupferspule für Tag-Erkennung und Nahfeld-Magnetortung. Ein wichtiges Element ist das von Lego so genannte „Neighbor Position Measurement“ (NPM). Damit erkennt ein Smart-Stein, ob sich ein weiterer Smart-Stein in seiner Nähe befindet, und erhält so ein Gefühl für seine Umgebung. Die drei Start-Sets enthalten jeweils nur einen Smart-Stein, doch die Technik deutet auf spätere Erweiterungen und Anpassungen hin.

Der Smart-Stein erzeugt Audio über mehrere modulare Synthesizer, ein Miniaturlautsprecher gibt die Klänge aus. In den Star-Wars-Sets sind das die vertrauten Effekte aus dem Universum. Zusätzlich ist eine LED-Anordnung für dynamische Beleuchtung integriert. Neu ist hier, dass andere Lego-Elemente je nach Position und Ausrichtung diese Licht- und Toneffekte auslösen können.

Jede Smart-Minifigur und jeder Smart-Tag verfügt über eine eindeutige digitale Kennung innerhalb des von Lego „BrickNet“ genannten Systems. Der Smart-Stein liest diese ID per Nahfeld-Magnetkommunikation aus, BrickNet selbst arbeitet als lokales, Bluetooth-basiertes Protokoll. Die gesamte Kommunikation findet lokal statt, es braucht keine App und keine zusätzliche Hardware.

Lego betont, dass das Smart-Play-System auf langfristige Zuverlässigkeit ausgelegt ist und auch nach Jahren ohne Nutzung funktionieren soll. Beim Laden setzt Lego auf kabellose Technik: Smart-Steine lassen sich in beliebiger Ausrichtung auf eine drahtlose Ladefläche legen. Da kommen Erinnerungen an Apples Ladematte AirPower hoch.

Star Wars als erste Bühne für Lego Smart Play

Zum Start erscheint Lego Smart Play in drei Star-Wars-Sets, die verschiedene Aspekte des Systems zeigen sollen und laut Hersteller preislich im Rahmen bleiben. Alle drei Sets erscheinen am 1. März, Vorbestellungen starten am 9. Januar.

„Lukes Red Five X-Wing“ besteht aus 584 Teilen und kostet 99,99 US-Dollar  / 79,99 Pfund / 149,99 Australische Dollar / 89,99 Euro. Das Set enthält Smart-Minifiguren von Luke Skywalker und Prinzessin Leia sowie R2-D2, Mitglieder der Rebellen-Crew und Sturmtruppler. Der Aufbau kombiniert Elemente der Rebellen und des Imperiums, darunter Turm, Transporter und Kommandozentrale. Smart-Tags lösen Blasterfeuer, Triebwerksgeräusche, Lichtsignale sowie Betankungs- und Reparaturtöne aus.

„Darth Vaders TIE-Jäger“ ist mit 473 Teilen das kleinste Set und kostet 69,99 US-Dollar / 59,99 Pfund / 99,99 Australische Dollar / 69,99 Euro. Im Mittelpunkt steht Vaders TIE-Jäger, ergänzt um einen kleinen Rebellenposten und eine imperiale Betankungsstation. Die Smart-Minifigur von Darth Vader ist zentral, Smart Play setzt hier stark auf bewegungsbasierte Interaktionen mit den typischen Triebwerksgeräuschen und weiteren Audioeffekten.

„Thronsaal-Duell & A-Wing“ ist mit 962 Teilen das größte Set und kostet 159,99 US-Dollar / 139,99 Pfund / 249,99 Australische Dollar / 159,99 Euro. Es bildet den Thronsaal des Imperators aus „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ nach und enthält Smart-Minifiguren von Luke Skywalker, Darth Vader und Imperator Palpatine. Hinzu kommen ein A-Flügler mit Pilot:in, Royal Guards und ein Todesstern-Geschütz mit Smart-Tags. Hier liegt der Schwerpunkt auf Atmosphäre, mit Lichtschwerterklängen, Triebwerksgeräuschen und sogar musikalischen Akzenten je nach Position und Bewegung der Figuren.

Lego versteht Smart Play nicht als Ersatz für klassisches Bauen, sondern als Ergänzung. Das System fügt Klang, Licht und Kontext hinzu, ohne Bildschirme oder Apps einzufordern, und überlässt die eigentliche Geschichte weiterhin der Fantasie der Spieler:innen.

Lokale Technik, Fokus auf langlebiges Spielen

Der zentrale Ansatz von Lego Smart Play ist eine möglichst unsichtbare Technik. Es gibt keinen Moment, in dem die Elektronik im Vordergrund stehen soll, alles reagiert auf das bestehende Spielverhalten. Wenn eine Minifigur schnell am Set vorbeibewegt wird und der Smart-Stein dies erkennt, können etwa passende Sound- und Lichtsignale ausgelöst werden.

Da alle Prozesse lokal auf BrickNet und der Positionsbestimmung basieren, ist das System unabhängig von externen Diensten. Funktionen wie das Neighbor Position Measurement deuten darauf hin, dass die aktuelle Produktwelle nur der Anfang eines größeren Smart-Play-Konzepts ist. Wer schon überzeugt ist, kann die Lego-Star-Wars-Smart-Play-Sets ab dem 9. Januar vorbestellen, bevor sie am 1. März erscheinen.

Via: https://www.techradar.com
Titelbild: Lego ® alle anderen Bilder: Lego ® (Photos used with permission. ©2025 The LEGO Group)

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Tags: CES 2026, Smart Play, Smart-Stein, BrickNet, Spielzeug, Star Wars, LEGO, Technik, Minifiguren

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