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Kostenloses Mac-Tool zeigt Euch heimlichen Internetzugriff von Apps – und blockiert ihn schnell

Wer macOS nutzt, sollte genau wissen, welche Apps ins Netz funken. Firewally hilft Euch dabei, Zugriffe zu überwachen und bei Bedarf sofort zu stoppen.

Mehr Kontrolle über App-Zugriffe unter macOS

Auch wenn macOS und Linux als relativ sichere Systeme gelten, bleibt ein Grundsatz immer gültig: Sobald ein Gerät mit einem Netzwerk verbunden ist, ist es angreifbar. Unabhängig vom Betriebssystem lohnt es sich daher, den Internetzugriff von Apps, die Standard-Firewall-Regeln und den Datenverkehr einzelner Anwendungen im Blick zu behalten.

Für macOS gibt es dafür ein einfaches Werkzeug: Firewally. Die App ist kostenlos, stammt aus dem Apple App Store und lässt sich direkt auf Eurem Mac installieren. Firewally zeigt Euch den aktuellen Internetverkehr pro App in Echtzeit, erlaubt das Setzen einer Standard-Firewall-Regel für neue Anwendungen und ermöglicht es, den Netzwerkzugriff einzelner Programme ein- oder auszuschalten.

Die Bedienung bleibt simpel und erfordert kein tiefes Wissen über Firewalls. Ihr entscheidet lediglich, ob eine App grundsätzlich ins Internet darf, ob neue Apps standardmäßig Zugriff erhalten, erst nachfragen müssen oder komplett blockiert werden sollen. Weil Firewally kostenlos ist, könnt Ihr das Tool ohne Risiko ausprobieren.

KI-Zusammenfassungen und Praxisbeispiel

Firewally bietet zusätzlich KI-Zusammenfassungen für Apps. Diese Beschreibungen sollen Euch dabei helfen zu verstehen, warum eine Anwendung überhaupt Internetzugriff benötigt. So könnt Ihr informierter entscheiden, ob Ihr eine Verbindung zulasst oder sperrt.

Ein Beispiel: Für lokale KI-Nutzung kommt hier die App Ollama zum Einsatz, die lokal arbeitet und damit für mehr Privatsphäre sorgt. Ollama benötigt nur dann eine Netzwerkverbindung, wenn Sprachmodelle heruntergeladen oder aktualisiert werden. Den Rest der Zeit kann die Anwendung komplett offline laufen. Mit Firewally lässt sich der Internetzugriff von Ollama so lange deaktivieren, bis ein neues Modell oder ein Update benötigt wird. Damit bleibt die Privatsphäre auf dem Niveau, das Ihr von der App erwartet.

Installation und Nutzung von Firewally

Die Einrichtung ist unkompliziert. Öffnet auf Eurem MacBook, iMac oder Mac Studio den App Store, sucht nach „Firewall“ und wählt die App Firewally aus. Mit einem Klick auf „Laden“ startet die Installation. Nach der Installation führt Euch ein Einrichtungsassistent durch die notwendigen Schritte, inklusive der Freigabe von Netzwerkzugriffen für Firewally. Anschließend könnt Ihr festlegen, dass die App beim Systemstart automatisch geladen wird.

Entwickler: Nektony LLC
Preis: Kostenlos

Firewally läuft nicht als klassisches Programmfenster, sondern als Symbol in der Menüleiste von macOS. Über das kleine Schild-Symbol öffnet Ihr ein Popup-Fenster. Standardmäßig seht Ihr dort den Reiter „Stündlich“, der anzeigt, wie viel Datenverkehr einzelne Apps in der letzten Stunde verursacht haben. Empfehlenswert ist es, gleich zu Beginn die Standardregel oben rechts im Dropdown-Menü von „Durchlassen“ auf „Nachfragen“ zu stellen. Dann müssen neue Anwendungen erst Eure Erlaubnis einholen, bevor sie ins Internet dürfen; bei „Durchlassen“ erhalten sie den Zugriff automatisch.

Im Popup könnt Ihr durch alle aktuell laufenden Apps scrollen und verschiedene Funktionen nutzen: Bewegt den Mauszeiger über das KI-Symbol, um eine Zusammenfassung zur jeweiligen App zu sehen. Das kleine, ballähnliche Symbol zeigt Euch in Echtzeit Statistiken zum Datenverkehr. Mit einem Klick auf den Schalter neben einer App aktiviert oder deaktiviert Ihr ihren Internetzugriff.

Über die Reiter „Echtzeit“ und „Heute“ seht Ihr wahlweise nur Apps mit gerade aktivem Datenverkehr oder alle Programme, die im Laufe des Tages online waren. In den Einstellungen, erreichbar über das Zahnradsymbol, könnt Ihr Firewally beim Systemstart aktivieren und die KI-Zusammenfassungen ausschalten. Mehr Optionen gibt es derzeit nicht.

Die wichtigste Funktion bleibt das schnelle Sperren von Verbindungen. Sucht Euch einfach die betreffende App und stellt den Schieberegler auf „Aus“. So lässt sich etwa Ollama dauerhaft offline halten und nur bei Bedarf kurzzeitig freischalten. Achtet aber darauf, welche Anwendungen Ihr trennt: Ein Browser ohne Internetzugriff ist faktisch unbrauchbar. Wenn Ihr dagegen eine App entdeckt, die keinen Netz-Zugang benötigt, könnt Ihr sie zur Sicherheit blockieren.

Nach längerer Nutzung erweist sich Firewally als hilfreiches Werkzeug, um die Internetberechtigungen von Apps gezielt zu steuern und den Überblick zu behalten.

Via: https://www.zdnet.com

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Michael Reimann

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