König Charles hat sich in den USA mit führenden Technologie-Chefs getroffen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie junge Start-ups, besonders aus Großbritannien, leichter an Investoren kommen können.
Der König empfing die Unternehmenschefs gestern in Blair House, dem offiziellen Gästehaus der US-Regierung, in dem er während seiner USA-Reise untergebracht ist. Zu den Teilnehmenden zählten unter anderem Tim Cook, Jeff Bezos, Jensen Huang, Lisa Su und Mark Benioff. Ziel des Treffens war es, die Interessen des Vereinigten Königreichs gegenüber internationalen Investor:innen deutlicher zu machen und mehr Aufmerksamkeit für britische Start-ups zu gewinnen.
Charles knüpfte dabei an ein Thema an, das er bereits mit der von ihm gegründeten Organisation „Prince’s Trust“ unterstützt hat: bessere Rahmenbedingungen für junge Unternehmen. Der Trust fördert seit vielen Jahren Gründer:innen und hat damit Erfahrung mit den Herausforderungen der Frühphase von Start-ups. Diese Perspektive brachte der König nun in das Gespräch mit den Tech-Chefinnen und -Chefs ein.
In der Runde ging es besonders um die Finanzierungslücke, mit der frühe Start-ups konfrontiert sind, vor allem Ausgründungen aus Universitäten. Die Gesprächspartner:innen diskutierten, wie diese jungen Firmen den kritischen Übergang von der Forschung zur marktfähigen Technologie meistern können. Charles verknüpfte diese Frage mit den Ambitionen des Vereinigten Königreichs, mehr internationale Investitionen im Technologiebereich anzuziehen.
Jeff Bezos schilderte in diesem Zusammenhang seine eigenen Erfahrungen in der Gründungsphase von Amazon. Er berichtete, dass er von 40 Unternehmen abgelehnt wurde, als er nach Investor:innen für Amazon suchte. König Charles kommentierte, diese Firmen müssten sich heute wohl ärgern, dass sie damals nicht eingestiegen sind. Die Anekdote unterstrich die Risiken und Chancen, die mit frühen Investitionen in Technologieunternehmen verbunden sind.
Nvidia-Chef Jensen Huang verwies in der Diskussion auf Chancen in den Bereichen Künstliche Intelligenz und Quantenrobotik. Diese Felder gelten als zentrale Zukunftstechnologien, in denen auch Ausgründungen aus Hochschulen eine wichtige Rolle spielen können. Das Thema passte damit direkt zu den Überlegungen, wie sich der Standort Großbritannien für solche Investitionen stärker positionieren kann.
Charles erinnerte zudem an ein früheres Beispiel aus seiner Zeit als Prinz von Wales. Damals konnte er Akio Morita, den Gründer von Sony, davon überzeugen, eine Fernsehgerätefabrik in Wales zu errichten. Die Episode diente als Hinweis darauf, dass sich gezielte Gespräche mit Unternehmenslenker:innen langfristig in konkreten Investitionen niederschlagen können. Vor diesem Hintergrund fügt sich das aktuelle Treffen mit den Tech-Chefs in eine längere Tradition wirtschaftspolitischer Initiativen des Königs ein.
Via: https://www.electronicsweekly.com
Titelbild: Apple
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