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KI Chips brauchen mehr als Prozessoren: Wo die Halbleiterproduktion an Grenzen stößt

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Der KI Boom hängt nicht allein von leistungsfähigen Chips ab. Finanzierungsrunden, Fertigungsanlagen und Materialien für besonders reines Wasser zeigen, wie viele Bereiche an der Halbleiterproduktion beteiligt sind.

Milliarden für neue KI-Chips

Das südkoreanische Unternehmen FuriosaAI hat eine Finanzierungsrunde der Serie D abgeschlossen und dabei 820 Milliarden Won eingesammelt. Der Anbieter entwickelt KI-Halbleiter und ist ohne eigene Chipfertigung aufgestellt. Wegen der starken Nachfrage in Südkorea und aus dem Ausland erhöhte FuriosaAI sein ursprüngliches Finanzierungsziel von 450 bis 750 Milliarden Won auf den nun erreichten Betrag.

Die Bewertung vor der Finanzierungsrunde lag bei drei Billionen Won. Nach Abschluss bezifferte das Unternehmen seine Bewertung auf 3,8 Billionen Won. Die Zahlen machen sichtbar, welche Erwartungen Investor:innen mit spezialisierten KI-Chips verbinden. Sie sagen für sich genommen jedoch nichts darüber aus, wie schnell sich die Chips fertigen oder in Produkte integrieren lassen.

Damit rückt auch die Lieferkette in den Blick. Chipdesign ist nur ein Teil des Geschäfts. Für die tatsächliche Produktion braucht es außerdem geeignete Fertigungsprozesse und Anlagen. Hinzu kommen Materialien und Medien, deren Reinheit für die Halbleiterfertigung wichtig ist.

Anlagen und Zulieferer im Hintergrund

Ein Beispiel für die Bedeutung der Fertigungstechnik liefert Ateco. Der südkoreanische Hersteller produziert Anlagen für die sogenannte Backend-Fertigung von Speicherhalbleitern. Diese Produktionsschritte finden nach der Herstellung der Chips statt. Das Unternehmen hat bei der Korea Exchange eine Vorprüfung für einen möglichen Börsengang an der Technologiebörse Kosdaq beantragt.

Ateco strebt eine Aufnahme über ein technologieorientiertes Sonderverfahren an. Als federführende Institute begleiten Mirae Asset Securities und IBK Investment & Securities den geplanten Börsengang. Die Erlöse aus der Notierung will das Unternehmen nach eigenen Angaben zur Stärkung seiner Geschäftstätigkeit einsetzen.

Der geplante Börsengang zeigt, dass nicht nur Chipentwickler Kapital aufnehmen wollen. Auch Anbieter von Produktionsanlagen gehören zu den Unternehmen, die vom Halbleitermarkt abhängen. Ihre Rolle bleibt weniger sichtbar als die bekannter Chipmarken, ist für die Fertigung aber ein eigener Teil der Lieferkette.

Ultrareines Wasser als Teil der Fertigung

Auch bei Prozessmedien kommt es auf spezialisierte Zulieferer an. Samyang hat ein Ionenaustauscherharz vorgestellt, das Wasser für die nächste Generation der Halbleiterfertigung weiter reinigen soll. Das Produkt trägt den Namen MaxPurity UPRM500U und dient der abschließenden Reinigung von ultrareinem Wasser.

Samyang präsentierte das Harz am 28. Oktober bei einer Veranstaltung in Seoul. Rund 70 Beschäftigte und Führungskräfte von Kund:innen aus der Wasseraufbereitung nahmen daran teil. Die Vorstellung verdeutlicht, dass zur Halbleiterproduktion nicht nur Chips, Anlagen und Investitionen gehören. Auch die Reinheit der eingesetzten Prozessmedien ist ein eigenes Feld innerhalb der Branche.

Zusammengenommen zeigen die drei Meldungen unterschiedliche Stellen in der Halbleiterlieferkette: FuriosaAI entwickelt KI-Chips und wirbt dafür Kapital ein, Ateco liefert Anlagen für die Speicherfertigung, und Samyang bietet ein Material zur Wasseraufbereitung an. Der KI-Boom berührt damit mehr als die Entwicklung leistungsfähiger Prozessoren. Wie belastbar er ist, hängt auch davon ab, ob die beteiligten Unternehmen und Produktionsschritte mit der Nachfrage Schritt halten können.

Via: www.thelec.net · www.thelec.net · www.thelec.net

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Tags: Halbleiter, KI-Chips, FuriosaAI, Ateco, Samyang, ultrareines Wasser

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