Der erste Ferrari Luce aus der Serienfertigung ist bei einer Auktion für 40 Millionen US‑Dollar (rund 36,5 Millionen Euro) versteigert worden. Das Elektroauto mit Jony-Ive-Bezug gehört damit zu den teuersten jemals verkauften Ferraris.
Der Ferrari Luce ist das erste serienmäßige Elektrofahrzeug des Herstellers und soll Ferraris Einstieg in einen anspruchsvollen, schnell wachsenden Markt markieren. Seit der Vorstellung verläuft die Geschichte des Modells allerdings schwierig, dennoch erzielte das allererste Exemplar nun einen außergewöhnlich hohen Auktionspreis.
Der Ferrari Luce „maßgeschneidert“ mit der Fahrgestellnummer 0 kam am späten Sonntag bei einer Auktion von RM Auction in Monterey, Kalifornien, unter den Hammer. Wie das Fachmagazin The Autopian berichtet, gehörte das Fahrzeug zu den Höhepunkten der Veranstaltung.
Während ein Ferrari Luce regulär ab 600.000 US‑Dollar (rund 548.000 Euro) verkauft wird, lag das Startgebot für dieses spezielle Los bereits bei 1 Million US‑Dollar (rund 914.000 Euro). Der Preis schoss dann sofort über 5 Millionen US‑Dollar (rund 4,57 Millionen Euro) hinaus und erreichte schließlich 40 Millionen US‑Dollar (rund 36,5 Millionen Euro).
Damit zählt das Auto zu den teuersten Ferraris überhaupt, insbesondere unter den Neuwagen. Zum Vergleich: 2025 wurde ein Ferrari 250 LM von 1964 für 40,3 Millionen US‑Dollar (rund 36,8 Millionen Euro) verkauft – ein Klassiker mit Historie, die den Preis zusätzlich nach oben trieb.
Der hohe Preis erklärt sich nicht nur durch die besondere Fahrgestellnummer. Das versteigerte Exemplar besitzt eine exklusive Madreperla-Lackierung mit halbmattem Finish, die speziell für dieses Fahrzeug entwickelt wurde. Im Innenraum kommt metallisches Leder im Farbton Perla zum Einsatz, dazu sind verschiedene Elemente in Grigio Corvara ausgeführt statt im üblichen Schwarz.
Ein wesentlicher Faktor für den erzielten Betrag ist außerdem der karitative Hintergrund der Auktion. Der gesamte Erlös von 100 Prozent geht an die Hilfsorganisation Save the Children. Es ist naheliegend, dass die Käufer:in von steuerlichen Abschreibungen profitiert, die mit einer solchen Spende verbunden sein können.
Der Ferrari Luce ist für den Hersteller in mehrfacher Hinsicht ein ungewöhnliches Fahrzeug. Das liegt auch an der Verbindung zu Apple: Der ehemalige Apple-Designchef Jony Ive und sein Designstudio LoveFrom waren an der Gestaltung von Exterieur und Interieur beteiligt. Dazu gehören auch das Lenkrad und die physischen Bedienelemente im direkten Zugriff der Fahrer:innen.
Trotz dieser prominenten Beteiligung kam der Wagen seit seiner Einführung nicht besonders gut an. Statt der typischen, stark wiedererkennbaren Ferrari-Linien wirkt der Luce eher wie ein gewöhnliches Straßenfahrzeug. Auch die Farbwahl sorgt für Diskussionen, denn das Modell ist nicht im klassischen Ferrari-Rot gehalten, sondern setzt auf eine pastellartige Farbpalette.
Bei der Leistung bleibt Ferrari allerdings dem eigenen Anspruch treu. Vier Elektromotoren liefern zusammen 1.035 PS, der Sprint von 0 auf 60 Meilen pro Stunde (0–97 km/h) gelingt in 2,5 Sekunden.
Via: https://appleinsider.com
Titelbild: Ferrari
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