Apple hat die Finanzzahlen für das dritte Quartal 2025 präsentiert. Trotz starker iPhone- und Service-Umsätze zeigt der Bericht auch Schwächen. Insbesondere iPad und Wearables konnten die Markterwartungen nicht erfüllen. Ein detaillierter Blick auf die Bilanz liefert technische Einordnungen und die wichtigsten Trends.
Solides Umsatzwachstum dank iPhone und Services
Apple meldete im dritten Quartal einen Umsatz von 94 Milliarden US-Dollar. Das bedeutet ein Wachstum von 10 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Die Analyst:innenerwartung von unter 90 Milliarden US-Dollar wurde damit deutlich übertroffen. Der Gewinn lag bei 23,4 Milliarden US-Dollar. Die Aktie stieg nachbörslich um mehrere Dollar. Das iPhone verzeichnete mit 44,5 Milliarden US-Dollar ein Plus von 13,5 Prozent. Auch die Services-Sparte erreichte mit 27 Milliarden US-Dollar einen Rekordwert. Der Bereich Mac konnte nahezu 15 Prozent Zuwachs verbuchen und erzielte 8 Milliarden US-Dollar.
iPad und Wearables entwickeln sich rückläufig
Die iPad-Umsätze sanken um 7 Prozent auf 6,6 Milliarden US-Dollar. Das zuletzt aktualisierte iPad Pro mit M4-Chip ist ein Nischenprodukt ohne hohe Stückzahlen. Günstigere iPads wurden bereits im ersten Quartal technisch erneuert. Im Segment Wearables, Home und Zubehör verzeichnete Apple ebenfalls einen Rückgang. Der Umsatz erreichte 7,4 Milliarden US-Dollar, was einem Minus von 8,6 Prozent entspricht. Die Kernprodukte AirPods und Apple Watch sollen im Herbst aktualisiert werden. Apple beobachtet daher klare Unterschiede in der Entwicklung der einzelnen Produktlinien.
Regionale Entwicklungen, Handelspolitik und Künstliche Intelligenz
Apple meldet Wachstum in allen geografischen Segmenten. Auch die jährlich wiederkehrende Dividende von 0,26 US-Dollar wird ausgezahlt. Die Auswirkungen von US-Handelszöllen machen sich jedoch bemerkbar. Im letzten Quartal zahlte Apple rund 800 Millionen US-Dollar an Tarifabgaben. Für das nächste Quartal werden 1,1 Milliarden US-Dollar prognostiziert, falls die Bedingungen unverändert bleiben. CEO Tim Cook berichtete zugleich von erhöhten Investitionen in Künstliche Intelligenz. Konkrete Zahlen wurden aber nicht genannt. Intern werden laut Cook viele Ressourcen in die Entwicklung neuer KI-Funktionen umgelenkt.
