Beim neuen faltbaren iPhone Duo steht die sichtbare Falz im Inneren des Geräts im Fokus. Apple geht in offiziellen Infos auf die kritische Frage nach der Display-Falte ein – aber nur eingeschränkt.
Apples Antwort auf die Falz-Frage
Schon vor dem Start des iPhone Duo gab es Gerüchte, Apple wolle die Falte zwischen den beiden Displays möglichst vollständig beseitigen. Bei allen bisherigen Faltgeräten ist die Falz klar erkennbar und verstärkt sich oft mit der Zeit durch das ständige Auf- und Zuklappen.
Auf der Produktseite des iPhone Duo findet sich in den häufig gestellten Fragen ein eigener Punkt zur Falte. Dort lautet die Frage wörtlich: „Zeigt das innere Display des iPhone Duo eine Falte an der Stelle, an der es sich faltet?“
Apple beschreibt das Display in der Antwort als „wunderbar flach und glatt“, vermeidet aber eine klare Aussage dazu, ob überhaupt keine Falte sichtbar ist. Der Wortlaut geht damit an der eigenen Frage etwas vorbei und lässt Spielraum für Interpretationen.
In der offiziellen Beschreibung heißt es weiter, das iPhone Duo verfüge über ein wunderbar flaches und glattes Innendisplay mit einer speziellen Nanotextur-Oberflächentechnologie, die Blendungen und Spiegelungen reduziere und so ein ungestörtes Seherlebnis ermögliche. Optisch klare Klebstoffe sollen dafür sorgen, dass die Display-Schichten beim Falten gleiten, um Belastungen und Falzbildung zu minimieren.
Nanotextur soll Falte weniger sichtbar machen
Auch in der Pressemitteilung zum iPhone Duo geht Apple auf das Thema ein. Dort wird erklärt, die Nanotextur des Displays solle die Sichtbarkeit der Falte verringern. Eine Premium-Nanotextur-Oberfläche reduziere demnach Blendungen und Spiegelungen, erzeuge eine matte Oberfläche, die die Falz weniger sichtbar mache und sich zudem angenehm anfühle.
Apple spricht also nicht von einer vollständig verschwindenden Falte, sondern von Maßnahmen, die deren Wahrnehmbarkeit reduzieren sollen. Der Schwerpunkt liegt klar auf der optischen Wirkung und der Haptik des Displays.
Haltbarkeit, Scharnier und Marktvergleich
Angaben zu einer konkreten Faltzyklen-Zahl macht Apple weder in der Pressemitteilung noch auf der Website. Stattdessen betont das Unternehmen, das Scharnier biete einen „sanften, ausgewogenen Widerstand für langlebige Zuverlässigkeit“.
Weiter heißt es, das Scharnier des iPhone Duo bestehe aus mehr als 100 Komponenten. Zusätzlich verfüge das Gerät über Stützrippen und eine Titanplatte unter dem Display, was auf eine aufwendige Konstruktion zur Stabilisierung der empfindlichen Faltstelle hinweist.
Mitbewerber Samsung ist an dieser Stelle deutlich konkreter. Für seine Faltmodelle gibt es klare Angaben zu den Faltzyklen. Das neue Galaxy Z Fold8, das eine ähnliche grundsätzliche Bauform wie das iPhone Duo hat, wird mit einer Haltbarkeit von 500.000 Faltvorgängen beworben.
Das iPhone Duo soll am 23. Oktober auf den Markt kommen, Vorbestellungen starten am 16. Oktober. Preise oder weitere technische Details zur Falte und zur Haltbarkeit sind in den vorliegenden Informationen von Apple nicht enthalten.
