Apple stellt das kommende iPhone Duo als konsequente Verbindung von Technik und Geisteswissenschaften vor. Dabei dienten klassische Papier-Notizbücher als zentrales Vorbild für das neue Faltgerät.
Designidee: Ein Smartphone wie ein Notizbuch
Während Apple den Verkaufsstart des iPhone 18 Pro feiert, richten führende Manager:innen den Blick bereits auf das iPhone Duo. Vorstandschef John Ternus, Hardware-Verantwortliche Molly Anderson und Software-Chef Steve Lemay haben dem Magazin GQ Einblicke in die Entwicklung des faltbaren iPhones gegeben. Laut Ternus knüpft das Gerät direkt an eine zentrale Idee von Steve Jobs an.
„Steve [Jobs] hat über die Schnittstelle von Technologie und Geisteswissenschaften gesprochen, und ich denke, das iPhone Duo ist ein perfektes Beispiel dafür“, sagt Ternus. Für Anderson, Vizepräsidentin für Industriedesign, bedeutete dieses Ziel, die Entwicklung mit sehr konkreten Vorgaben zu starten – abgeleitet von klassischen Papier-Notizbüchern.
„Alle wissen, wie sich ein Notizbuch in der Tasche anfühlt und wie es ist, es mit sich herumzutragen“, erklärt sie. „Das war ein großer Teil der Inspiration: Wie kommt man zu etwas, das Raum bietet, sich aber trotzdem kompakt anfühlt?“ Laut GQ orientieren sich die Proportionen des iPhone Duo an der international verbreiteten Papiernorm der A-Reihe, zu der auch das Format A4 als Pendant zum US-Letter-Format gehört.
Formfaktor zwischen A5 und Reisepass
Falls die Proportionen tatsächlich auf diesem System basieren, liegt das iPhone Duo am ehesten bei A5, also der halben Größe von A4. Exakt treffe das jedoch nicht zu, heißt es, die Nähe sei aber deutlich erkennbar. In der Praxis beschreiben Apple und die meisten Personen, die das iPhone Duo ausprobiert haben, das Gerät im geschlossenen Zustand eher als reisepassgroß.
Gleichzeitig ist das iPhone Duo von Anfang an dafür gedacht, aufgeklappt zu werden. Anderson betont, dass Apple besonders intensiv daran gearbeitet hat, wie sich das Gerät im geöffneten Zustand anfühlt. „Wir haben uns wirklich darauf fokussiert, wie es sich anfühlt, wenn man es aufklappt – es ist unglaublich geschmeidig“, sagt sie.
Das Scharnier sei durch ein kundenspezifisches, variables Drehmomentprofil definiert. Dadurch lasse sich das iPhone Duo leicht öffnen, halte sich dann aber selbstständig offen und lasse sich flach auslegen. Die Hardwareentwicklung habe unter anderem das Ziel verfolgt, die Alltagstauglichkeit eines Papier-Notizbuchs nachzubilden und gleichzeitig etwas Neues zu schaffen.
Software: Bekannte Bedienung auf neuem Formfaktor
Parallel dazu entwickelte sich die Software des iPhone Duo aus bestehenden Apple-Plattformen weiter. Steve Lemay, Vizepräsident für Mensch-Maschine-Schnittstellen, betont, dass zahlreiche Erfahrungen aus anderen Produkten eingeflossen sind. „Ihr werdet hier viele Erkenntnisse aus dem iPad sehen, aus dem Macintosh und aus den bestehenden Telefonen“, sagt er. „Es ist sozusagen die Sammlung der besten Elemente dieser Produkte.“
Wichtig sei gewesen, dass sich das System beim Aufklappen nicht wie ein neues Betriebssystem anfühlt. „Wir wollten nicht, dass es sich so anfühlt, als würdet ihr ein anderes Betriebssystem starten, wenn ihr es aufklappt“, führt Lemay aus. „Und ihr sucht nie nach der Taste, die ihr gerade noch verwendet habt.“
Vorbestellungen für das iPhone Duo beginnen am 16. Oktober 2026. Das iPhone 18 Pro ist bereits online und in Apple Stores erhältlich.
