Für das iPhone 18 Pro werden nicht nur ein neues Modem, sondern auch ein weiterer hauseigener Funkchip von Apple erwartet. Ein Analysebericht skizziert, wie sich Apples Silizium-Strategie ausweitet.
Noch vor wenigen Jahren stand „Apple-Silizium“ ausschließlich für die zentralen Prozessoren in iPhone, Mac oder iPad, also etwa den A19 im iPhone 17 oder den M5 im MacBook Pro und iPad Pro. Inzwischen entwickelt Apple aber auch 5G-Modems und Funkchips intern und löst sich damit weiter von Zulieferern.
Diese Komponenten wirken zunächst wie unscheinbare Bausteine, haben sich in der Praxis aber als deutlich interessanter erwiesen. Als das C1-Modem im iPhone 16e eingeführt wurde, brachte es laut früheren Berichten zwei unerwartete Vorteile: eine längere Batterielaufzeit und bessere Performance in stark ausgelasteten Datennetzen. C1 liefert die grundlegenden 5G- und Mobilfunkfunktionen, ergänzt um zusätzliche Optimierungen von Apple.
Später im selben Jahr folgte mit dem C1X der Nachfolger, vorgestellt im iPhone Air und im M5 iPad Pro. Dieses Modem steigerte die Datenraten auf bis zu das Doppelte im Vergleich zum C1. Parallel dazu führte Apple im vergangenen Herbst den drahtlosen N1-Chip ein.
N1 bündelt WLAN 7, Bluetooth 6 und Thread in einem Baustein. Auf dem Papier klingt das zunächst nach Standardausstattung, doch Apple stellte zusätzliche Effekte heraus. So soll N1 die Gesamtleistung und Zuverlässigkeit von Funktionen wie Persönlicher Hotspot und AirDrop verbessern. Außerdem bringt der Chip aus verschiedenen Gründen Energieeinsparungen, die Apple in einem separaten Bericht näher erläutert. All das zeigt, dass Apples Silizium-Team bereits in kurzer Zeit über die reinen Basisfunktionen hinausgehen konnte.
Der Analyst Jeff Pu schreibt in einer von 9to5Mac eingesehenen Research-Notiz, Apple werde im Herbst zwei neue Chips einführen. Demnach soll das kommende iPhone 18 Pro sowohl einen weiterentwickelten N2-Funkchip als auch das neue C2-Modem erhalten.
Frühere Berichte beschreiben bereits einige der geplanten Funktionen des C2-Modems, darunter die erwartete Unterstützung von mmWave-5G. Zu den konkreten technischen Änderungen beim N2-Chip liegen bislang keine Details vor. Der Autor des Originalberichts geht jedoch davon aus, dass Apple auch hier spürbare Verbesserungen anstrebt.
Dass Apple in seinen C-Modems innerhalb kurzer Zeit zusätzliche Vorteile integrieren konnte, sieht er durch verschiedene Beispiele untermauert. Als jüngsten Beleg nennt er ein neues Datenschutz-Feature in iOS 26.3, das auf den Möglichkeiten der aktuellen Apple-Silizium-Plattform aufbaut.
In der Gesamtschau deutet sich an, dass Apple durch die zunehmende Kontrolle über die gesamte Technikbasis des iPhones mehr Spielraum für neue Funktionen und Optimierungen gewinnt. Welche konkreten Vorteile N2 und C2 im iPhone 18 Pro im Alltag bringen, bleibt bis zur offiziellen Vorstellung offen.
Via: https://9to5mac.com
Titelbild: Montage / Apfeltalk
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