Apple testet derzeit Arbeitsspeicher des chinesischen Herstellers CXMT für kommende Produkte. Für das iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max stehen die Chancen darauf nach einem neuen Bericht jedoch schlecht.
Enge Verzahnung von A20 Pro und koreanischem Speicher
In der Branche wird die mögliche Zusammenarbeit zwischen Apple und dem chinesischen Speicherproduzenten CXMT intensiv diskutiert. Apple soll bereits begonnen haben, die DRAM-Chips von CXMT für den Einsatz in künftigen Geräten zu testen. Ein neues Gerücht dämpft nun allerdings die Erwartungen, dass diese Module schon im iPhone 18 Pro und iPhone 18 Pro Max zum Einsatz kommen. Der Grund soll nicht politischer Druck sein, sondern eine technische Einschränkung rund um das Wafer-Level-Mehrchip-Gehäuse (WMCM) des neuen A20-Pro-Chips.
Südkoreanische Speicherhersteller arbeiten seit Jahren eng mit Apple zusammen. Aufgrund dieser langen Erfahrung hält der Weibo-Tippgeber Fixed-focus digital cameras es für schwierig, das iPhone 18 Pro mit DRAM von CXMT zu kombinieren. Apple hat die ältere Paket-auf-Paket-Integration (PoP) verworfen und setzt bei der A-Serie erstmals auf WMCM. Dadurch sind zahlreiche Tests und Validierungen erforderlich, die ein neuer Speicherlieferant zunächst bestehen müsste.
Da CXMT erst vor Kurzem ins Gespräch gekommen ist, erscheint es unwahrscheinlich, dass Apple so kurzfristig noch einen zusätzlichen Zulieferer für den A20 Pro einplant. Die bisherigen Chipmuster sollen speziell für Speicher von Samsung und SK hynix ausgelegt sein. Zudem gilt es als wahrscheinlich, dass Apple wegen der umfangreichen Erfahrung von Samsung mit fortschrittlichen Gehäusetechniken zunächst an dem koreanischen Partner festhält.
Möglicher Einsatz von CXMT-DRAM im Standard-A20
Beim Exynos 2600 setzt Samsung auf eigens angepassten LPDDR5X-Arbeitsspeicher, der nur halb so groß ist wie ein Standardmodul, dabei aber keine Leistung einbüßt. Aus Branchensicht unterstreicht dieses Beispiel, wie gut Samsung die Anforderungen an spezielle DRAM-Muster für aktuelle und kommende Systemchips versteht. Für das iPhone 18 Pro dürfte das ein weiteres Argument für Speicher von Samsung und SK hynix sein.
Ganz vom Tisch ist CXMT bei Apple allerdings nicht. Fixed-focus digital cameras betont, dass die technische Begrenzung beim A20 Pro eine künftige Zusammenarbeit mit dem chinesischen Hersteller nicht ausschließt. Beim regulären A20, der im iPhone 18 und im iPhone 18e erwartet wird, könnte sich noch eine Chance für CXMT ergeben.
Da iPhone 18 und iPhone 18e Anfang des nächsten Jahres erscheinen sollen, bleibt Apple nach dieser Einschätzung ausreichend Zeit, um den DRAM von CXMT durch alle notwendigen Prüfungen zu schicken. Gelingt das, könnte CXMT zumindest bei diesen Modellen als Speicherlieferant berücksichtigt werden.
Silberstreif: Geringeres Risiko bei Engpässen
Analyst Ming-Chi Kuo sieht in einem möglichen Deal mit CXMT vor allem eine Chance, das Risiko von Lieferengpässen zu verringern. Selbst wenn Preisfragen ungeklärt bleiben, haben sich Apples Prioritäten seit dem KI-Boom spürbar verschoben. Zusätzliche Lieferanten könnten helfen, die Versorgung mit Speicherbausteinen langfristig zu sichern, auch wenn der Start im iPhone-18-Pro-Segment nach aktuellem Stand eher unwahrscheinlich wirkt.
Via: https://wccftech.com
