Apple konnte seine iPhone-Auslieferungen in China im zweiten Quartal 2026 deutlich steigern – in einem Markt, der insgesamt erneut geschrumpft ist. Laut vorläufigen Zahlen von IDC spielte dabei die Preisstrategie rund um die iPhone-17-Serie eine zentrale Rolle.
Apple wächst gegen den Trend
Nach Angaben des Marktforschungsunternehmens IDC legten die iPhone-Auslieferungen in China im zweiten Quartal 2026 im Jahresvergleich um 24,4 Prozent zu. Damit war Apple die am schnellsten wachsende Smartphone-Marke in einem Gesamtmarkt, der im gleichen Zeitraum um 4,3 Prozent auf rund 66 Millionen Geräte zurückging. Es war das fünfte Quartal in Folge, in dem der chinesische Smartphone-Markt schrumpfte.
Neben Apple konnte unter den großen Herstellern nur Huawei wachsen. Deren Auslieferungen stiegen im Jahresvergleich um 19,4 Prozent. Apples Marktanteil kletterte von 13,9 auf 18,1 Prozent und lag damit nur hinter Huaweis 22,6 Prozent. Xiaomi traf die Entwicklung besonders deutlich: Das Unternehmen verzeichnete den stärksten Rückgang unter den großen Marken, mit einem Minus von 21,7 Prozent bei den Auslieferungen.
Preisstrategie und Promotions als Vorteil
IDC führt die unterschiedliche Entwicklung der Anbieter vor allem darauf zurück, wie sie auf steigende Speicher- und Komponentenpreise im Zuge des Ausbaus von KI-Infrastruktur reagiert haben. Viele Android-Hersteller hätten ihre Preise ab Ende März erhöht, während Apple und Huawei ihre Preise stabil hielten und stattdessen gezielte Promotions einführten.
Huawei weitete zudem sein Produktportfolio weiter aus, um mehr Segmente des Marktes abzudecken. Bei Apple wirkten sich laut IDC insbesondere frühzeitige Hinweise auf geplante Preiserhöhungen in der zweiten Jahreshälfte aus. Diese Ankündigungen hätten Käufer:innen dazu bewegt, die iPhone-17-Modelle früher zu erwerben, als sie es sonst getan hätten. Das habe zögerliche Kund:innen zum Kauf bewogen, zitiert IDC den Analysten Arthur Guo.
Der Zuwachs kam trotz eines schwachen Juni-Geschäfts zustande: Während des chinesischen „618“-Shopping-Festivals gingen die Smartphone-Verkäufe im Vergleich zum gleichen Zeitraum 2025 um fast 15 Prozent zurück.
IDCs Ausblick: Weitere Rückgänge vor möglicher Erholung
Trotz der aktuellen Erfolge einzelner Hersteller rechnet IDC mit einer weiteren Verschlechterung des Marktumfelds in den kommenden Jahren. Sobald die Hersteller ihre Bestände an günstigeren Komponenten abgebaut haben, könne der jährliche Rückgang in China in der zweiten Hälfte 2026 auf rund 20 Prozent anwachsen, so die Prognose.
Dieser Zeitraum fällt laut IDC in etwa mit dem erwarteten Start von Apples iPhone 18 Pro und dem ersten faltbaren iPhone zusammen. Eine Entspannung bei den Speicherpreisen sei voraussichtlich nicht vor 2027 zu erwarten. Eine umfassendere Markterholung prognostiziert IDC frühestens für die Jahre 2028 oder 2029.
Positiv bewertet IDC, dass viele Kund:innen ihre Smartphone-Aufrüstung offenbar eher aufschieben, als ganz darauf zu verzichten. Die zurückgestellte Nachfrage dürfte demnach mittelfristig zurückkehren. Auf dieser Basis könnte sich laut IDC rund um 2028 bis 2029 ein neuer Austauschzyklus entwickeln, der den Markt wieder belebt.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: macrumors.com
