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iPad Pro M5 im Test – Mehr Tempo, selten gefordert

iPad Pro M5

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Apple bringt das neue iPad Pro M5 auf den Markt. Die äußerlichen Änderungen fallen wie beim iPad Air dieses Jahres minimal aus, doch im Inneren gibt es einige interessante Neuerungen.

Das iPad Pro M5 richtet sich an alle, die Geschwindigkeit und Leistung für anspruchsvolle Aufgaben erwarten. Wir zeigen euch, was sich wirklich getan hat.

Neuerungen durch den M5-Chip

Der wichtigste Unterschied zum Vorgänger ist der M5-Chip. Apple setzt diesen Chip auch im MacBook Pro 14 Zoll und im Vision Pro ein. Außerdem gibt es neue Apple-Netzwerkchips: Der N1 unterstützt Wi-Fi 7, Bluetooth 6 und Thread, der C1X ist für 5G zuständig. Beide Chips kamen erstmals im iPhone Air auf den Markt und sind nun zum ersten Mal auch im iPad verbaut. Eine weitere Neuerung: Das iPad Pro kann jetzt erstmals schnellladen. Mit einem 60-Watt-Netzteil erreicht ihr 50 Prozent Ladung in etwa 30 Minuten.

Gegenüber dem großen Redesign des M4-Modells aus 2024, ist das diesjährige Upgrade eher ein klassisches „Spec-Bump“. Apple stattet das teurere Pro-Modell ständig mit den neuesten Chips aus und rechtfertigt so den Preis ab 1.099 Euro für das Basismodell. Die 13-Zoll-Variante mit 1 TB Speicher und 5G kostet 2.179 Euro zuzüglich 399 Euro für das Magic Keyboard.

Leistung ist das Hauptargument: Vor allem Nutzer:innen älterer Modelle könnten theoretisch stark vom Umstieg profitieren. Der M5-Chip bringt größere Leistungssteigerungen bei grafiklastigen und KI-Anwendungen. Dank GPU-Neural-Accelerator und dritter Ray-Tracing-Generation erreicht die GPU bis zu 30 Prozent mehr Grafikleistung und ist bis zu 45 Prozent schneller im Ray Tracing. Die CPU-Kerne sind gegenüber dem Vorjahr ebenfalls schneller, allerdings etwas weniger deutlich. Speicherbandbreite stieg auf 153 GB/s, was ein Plus von fast 30 Prozent bedeutet. Die SSD-Lese- und Schreibgeschwindigkeit ist doppelt so hoch wie beim M4.

Benchmarktests zeigen: CPU bringt je nach Test 10–15 Prozent mehr Leistung. Die GPU überzeugt besonders in KI-Benchmarks – teils mit Zuwächsen von über 100 Prozent im Vergleich zum M4. Nutzer:innen, die ihr iPad eher zum Surfen, Streamen oder für Office-Anwendungen nutzen, werden diesen Powerzuwachs aber kaum bemerken.

Design, Display und Alltagseindruck

Optisch gibt es keine Änderungen gegenüber dem M4-Modell. Apple setzte bereits 2024 auf ein rund 20 Prozent dünneres und leichteres Gehäuse, das das Handling deutlich verbessert. Besonders das 13-Zoll-Modell ist nun komfortabel mit einer Hand nutzbar. Die größere Portabilität geht allerdings zulasten einer größeren Batterie. Die Akkulaufzeit bleibt mit rund 10 Stunden im Alltag stabil – das kennt ihr von vergangenen iPad-Generationen. Dafür zieht das neue Schnellladen: Mit Apples Dynamic Charger (40 bis 60 Watt) habt ihr das Tablet in rund 35 Minuten von 23 auf 70 Prozent geladen.

Alltagseinsatz und Haltbarkeit sind solide. Auch nach einem Jahr mit dem M4-Modell zeigen sich beim dünnen Design keine Brüchigkeit oder Flex-Probleme. In der Praxis war mit Tastatur eine Nutzungszeit von sieben bis acht Stunden drin – beim reinen Videokonsum werden wohl sogar über zehn Stunden drin sein.

Das Display bleibt ein Highlight: Das Tandem-OLED-Panel im 13-Zoll-Format (2.752 x 2.064 Pixel) erreicht 1.000 Nits Helligkeit, bei HDR sogar 1.600 Nits. ProMotion liefert 120 Hz, optional gibt es Nano-Textur-Glas bei 1TB- und 2TB-Modellen. Innen wie außen bleibt das iPad Pro damit ein ideales Arbeitstier für Medienbearbeitung, Grafik, Foto und Video – oder schlicht fürs Filmschauen unterwegs.

Nadelöhr für die Nutzung des äußerst potenten M5-Chips bleibt immernoch die Software. Auch wenn iPadOS 26 die Lücke zu macOS 26 etwas verkleinert hat, bleibt das iPad Pro M5 ein Ferrari in der Spielstraße. Gerade wegen dieser Limitierungen, die Apple absehbar nicht beseitigen wird, genügt jeder ältere M-Chip für die überwiegende Mehrheit aller Nutzenden.

iPadOS 26: Software für die neue Power

Einige Neuerungen stecken im Betriebssystem: Mit iPadOS 26 hat Apple Multitasking und Produktivität etwas aufgewertet. Fenster lassen sich jetzt frei skalieren, beliebig überlappen und besser verwalten. Schließt ihr ein App-Fenster, merkt sich iPadOS die Position beim nächsten Öffnen. Die von macOS bekannten „Stoplight“-Bedienelemente für Fenster sind jetzt ebenfalls dabei.

Ein Wisch nach oben aktiviert eine Exposé-Ansicht mit allen offenen Fenstern, rechts gibt es den Überblick über alle offenen Vollbild-Apps. Mit der neuen Menüleiste bleibt ihr immer flexibel, auch bei komplexen Aufgaben. Power-User:innen freuen sich über eine leicht verbesserte Files-App mit neuen Sortierfunktionen, unterstütztem PDF-Preview und echte Hintergrundprozesse für Apps wie Final Cut Pro.

Damit ist das iPad Pro mit iPadOS 26 etwas näher an einem Laptop – ein vollständiger Ersatz ist es aber weiterhin nicht. Dennoch profitieren Nutzer:innen, die mehrere Apps und Aufgaben gleichzeitig erledigen, ein wenig vom Update – sofern sie das Potenzial ausnutzen wollen oder können.

Fazit: Viel Power, hoher Preis

Das neue iPad Pro M5 bleibt eines der beeindruckendsten Geräte im Apple-Universum – aber auch eines der teuersten. Wer ein wirklich performantes, vielseitiges Tablet sucht und bereit ist, tief in die Tasche zu greifen, findet hier moderne Technik und Top-Display vereint. Apple verlangt für die hohe Leistung und Ausstattung einen stolzen Preis, doch die Hardware dürfte für viele Jahre genügen.

Für faktisch alle Alltagsaufgaben lohnt sich eher ein iPad A16 oder Air, die deutlich günstiger sind. Wer dagegen die Leistung auch wirklich abruft, für den wird das iPad Pro M5 zur echten Option.

Via: https://www.engadget.com

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Tags: Tablet, Apple, Schnellladen, Test, M5-Chip, iPadOS 26, iPad Pro, Display, Vergleich, Akku, Preis, Performance

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