Mit iOS 27 plant Apple offenbar ein Update, das sich stark auf Stabilität, Performance und Feinschliff konzentriert. Gleichzeitig soll das umstrittene Liquid-Glass-Design bleiben – aber besser anpassbar werden.
Der Bloomberg-Journalist Mark Gurman berichtet, dass iOS 27 in seiner Ausrichtung an Mac OS X Schneeleopard aus dem Jahr 2009 erinnern soll. Damals stand nicht die Einführung neuer Funktionen im Vordergrund, sondern hunderte Verbesserungen unter der Haube, um Geschwindigkeit, Reaktionsfähigkeit und Zuverlässigkeit zu erhöhen. Eine ähnliche Strategie soll Apple jetzt bei iOS 27 verfolgen, das im Juni vorgestellt und im September veröffentlicht werden soll.
Ganz ohne neue Funktionen soll iOS 27 aber nicht auskommen. Unter anderem ist laut Gurman eine stärker personalisierte Version von Siri geplant, die im Rahmen des Updates eingeführt werden soll. Insgesamt liegt der Schwerpunkt jedoch klar auf Fehlerbehebungen und technischer Optimierung, statt auf einem erneuten großen Designbruch.
Das mit iOS 26 eingeführte Liquid-Glass-Interface bleibt Apple zufolge gesetzt, trotz Kritik an Lesbarkeit und Überlagerungen. Die halbtransparente, glasartige Optik zieht sich inzwischen über iOS 26, iPadOS und macOS 26. Sie wurde ursprünglich als großer visueller Akzent während der Entwicklerkonferenz 2025 genutzt. Interne Versionen von iOS 27 und macOS 27 zeigen laut Gurman keine Anzeichen für eine Rücknahme dieses Designs oder einen neuen Komplettumbau.
Spekulationen, Apple könnte nach dem Weggang des bisherigen Designchefs Alan Dye die Richtung wechseln, scheinen sich nicht zu bewahrheiten. Der neue Verantwortliche für menschliche Schnittstellen, Steve Lemay, sowie Designer wie Chan Karunamuni sollen vielmehr zu den treibenden Kräften hinter Liquid Glass gehören. Das Design ist zudem eng mit der Entwicklung von visionOS verknüpft, was einen kurzfristigen Kurswechsel unwahrscheinlich macht.
Stattdessen arbeitet Apple daran, Liquid Glass nutzbarer zu machen. Bereits mit iOS 26.1 kamen die Optionen „Klar“ und „Getönt“, wobei „Getönt“ die Transparenz reduziert. iOS 26.2 ergänzte einen Schieberegler, mit dem sich die Deckkraft des Glas-Effekts zumindest für die Uhr auf dem Sperrbildschirm einstellen lässt. Weitere Anpassungen wie das Reduzieren von Hervorhebungseffekten folgen mit iOS 26.4, macOS Tahoe 26.2 und iPadOS 26.2, um die Darstellung für Nutzer:innen mit Sehschwierigkeiten zu verbessern.
Parallel zu diesen schrittweisen Anpassungen versucht Apple laut Gurman erneut, einen systemweiten Schieberegler für Liquid Glass umzusetzen. Bereits während der Entwicklung von iOS 26 arbeitete das Unternehmen an einer solchen Option. Man stieß jedoch auf technische Hürden, sobald der Regler über den Sperrbildschirm hinaus eingesetzt werden sollte. Besonders App-Ordner, Navigationsleisten und der Home-Bildschirm bereiteten Schwierigkeiten.
Internen Testversionen von iOS 27 zufolge gibt es noch keine grundlegenden Änderungen am Liquid-Glass-Konzept, aber die Arbeiten an einem globalen Einstellungsregler laufen. Gelingt die technische Umsetzung, könnte der Schieberegler mit iOS 27 eingeführt werden und Benutzer:innen eine feinere Kontrolle über die Transparenz im gesamten System geben. Gurman betont jedoch, dass noch offen sei, ob diese Funktion tatsächlich in der finalen Version landet.
Unabhängig davon zeichnet sich ab, dass Apple Liquid Glass langfristig behutsam weiterentwickeln will. Gurman erwartet eher Jahre gradueller Verbesserungen als schnelle, radikale Kurswechsel. Parallel arbeitet das Designteam an weiteren zentralen Projekten, darunter der überarbeiteten, chatbot-ähnlichen Siri-Oberfläche. Außerdem einem Betriebssystem für künftige Smart-Home-Hardware von Apple und der Anpassung von macOS für das erste MacBook Pro mit Touchscreen.
Via: www.iClarified.com · www.macrumors.com · www.macrumors.com · www.cultofmac.com · 9to5mac.com
Bild Gemini KI
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