Apple plant offenbar keine großen Designänderungen an der neuen Liquid-Glass-Oberfläche in iOS 27 und macOS 27. Stattdessen sollen die bisherigen Funktionen schrittweise ausgebaut werden.
Liquid Glass bleibt Kern des aktuellen Designs
Mit iOS 26, macOS Tahoe und weiteren aktuellen Systemen hat Apple das neue Interface-Design namens Liquid Glass eingeführt. Nach einem Bericht von Bloomberg-Journalist Mark Gurman soll dieses Erscheinungsbild die kommenden Versionen überdauern. In seinem Newsletter „Power On“ schreibt er, dass die aktuellen internen Versionen von iOS 27 und macOS 27 keine wesentlichen Änderungen an Flüssigglas enthalten.
Gurman zufolge ist der neue Apple-Softwaredesignchef Steve Lemay eine zentrale Figur hinter Liquid Glass gewesen und war „maßgeblich“ und „tiefgehend“ an der Entwicklung beteiligt. Lemay arbeitet seit 1999 bei Apple und übernahm die Rolle von Alan Dye, der das Unternehmen Ende des vergangenen Jahres verließ. Dye wechselte zu Metas Reality-Labs-Sparte und leitet dort nun den Designbereich.
Feinschliff statt radikalem Neustart
Statt eines kompletten Redesigns deutet laut Gurman vieles darauf hin, dass Apple Liquid Glass nach und nach verbessern will. Dieses Vorgehen erinnert an den Übergang zu iOS 7, als Apple den skeuomorphen Look aufgab und auf ein flaches Design setzte. Auch damals wurde das neue Erscheinungsbild anschließend über mehrere Jahre gezielt verfeinert.
Für Euch als Nutzer:innen bedeutet das voraussichtlich eine vertraute Optik in den kommenden Systemversionen, ergänzt um zusätzliche Einstellmöglichkeiten und Detailanpassungen. Große visuelle Brüche zwischen iOS 26 und iOS 27 oder zwischen macOS Tahoe und macOS 27 sind nach aktuellem Stand nicht zu erwarten.
Mehr Optionen zur Anpassung von Liquid Glass
Bereits mit iOS 26 hat Apple erste Möglichkeiten zur Anpassung von Liquid Glass nachgereicht. iOS 26.1 führte die Option „Getönt“ ein, mit der sich die Opazität von Liquid-Glass-Elementen im gesamten System erhöhen lässt. In iOS 26.2 kam zudem ein Schieberegler hinzu, mit dem Ihr die Deckkraft der Liquid Glass-Darstellung speziell für die Uhr auf dem Sperrbildschirm anpassen könnt.
Laut Gurman arbeitete Apple ursprünglich an einem systemweiten Liquid-Glass-Regler für iOS 26. Dieser sollte die Transparenz für alle entsprechenden Elemente zentral steuern. Bei der Umsetzung im gesamten System sei es jedoch zu technischen Schwierigkeiten gekommen, weshalb die Funktion vorerst nicht umgesetzt wurde. Gurman hält es aber für möglich, dass Apple zu diesem Konzept zurückkehrt und den globalen Regler in einer Version von iOS 27 doch noch funktionsfähig macht.
Damit zeichnet sich ab, dass Apple Liquid Glass eher evolutionär als revolutionär weiterentwickelt. Der Fokus liegt offenbar darauf, Euch mehr Kontrolle über Transparenz und Darstellung zu geben, ohne das grundlegende Designprinzip zu verändern.