Apple verteilt mit iOS 27 eine deutlich erweiterte Version von Siri – allerdings nicht automatisch. Ein Test zeigt, wie sich die neue Siri AI in fünf typischen Alltagsszenarien gegenüber ChatGPT Voice schlägt.
Aktivierung von Siri AI und erste Eindrücke
Wer auf iOS 27 aktualisiert, bekommt Siri AI nicht direkt freigeschaltet. Ihr müsst in den Einstellungen den Bereich „Siri“ aufrufen und Euch dort für die Siri-AI-Beta auf eine Warteliste setzen. Im geschilderten Fall erfolgte die Freischaltung kurz darauf automatisch, Siri AI installierte sich still im Hintergrund auf dem iPhone.
Siri AI bleibt zwar offiziell eine Beta, arbeitet im Test aber eigenständig, ohne ständig auf ChatGPT zurückzugreifen. Vorher war „Soll ich ChatGPT für die Antwort verwenden?“ eine typische Rückfrage, sobald es über einfache Aufgaben wie Timer hinausging. Jetzt kann Siri viele Anfragen direkt beantworten.
Die Aktivierung funktioniert weiterhin per „Hey Siri“, zusätzlich gibt es nun eine eigene Siri-App auf dem Homescreen. Dort könnt Ihr per Tastatur eingeben oder per Sprache sprechen – ähnlich wie bei ChatGPT. Optisch meldet sich Siri AI mit einer neuen, schwebenden Globus-Animation, sobald sie zuhört.
Der Test fokussiert bewusst auf Sprachinteraktionen, also darauf, wie sich Siri AI und ChatGPT Voice im Alltag als gesprochene Assistenz auf dem iPhone schlagen – nicht auf den kompletten Funktionsumfang von ChatGPT außerhalb des Sprachmodus.
Fünf Jobs aus dem Alltag: So schlägt sich Siri AI
Im ersten Test sollte Siri AI ein Gespräch führen, Informationen erklären und Zusammenhänge verständlich machen – konkret zu AI-Voice-Cloning-Betrugsmaschen. Siri AI lieferte einen langen, sachlich korrekten Textblock, las diesen aber in recht hölzerner Stimme vor. Auf Nachfragen reagierte Siri korrekt und brach die laufende Antwort ab, klang aber weiterhin wenig dialogorientiert. ChatGPT Voice wirkte hier deutlich gesprächiger, strukturierter und menschlicher in Tonfall und Aufbau. Ergebnis: 3 von 5 Punkten für Siri AI.
Im zweiten Test ging es um kontextuelles Wissen aus dem eigenen digitalen Alltag: Siri sollte eine Ticket-Mail für ein Konzert („Hubris“ im Oktober, Veranstaltungsort „The Griffin“) in einem Gmail-Konto finden, das über Apple Mail eingebunden ist. Nach einem zusätzlichen Hinweis zum Ort fand Siri die Mail und lieferte Datum und wichtige Details. Auf die Frage „Was muss ich mitbringen?“ beschränkte sich Siri nüchtern auf Ticket-Formalitäten. ChatGPT Voice konnte im Sprachmodus nicht auf Gmail zugreifen und verfehlte deshalb den Mail-Teil, lieferte aber bei der Frage nach der Vorbereitung sehr praxisnahe Tipps zu Kleidung, Tickets, Zahlungsmitteln und Organisation. Fazit: funktionale Stärke bei Siri, besserer Kontext bei ChatGPT Voice. Wertung für Siri AI: 3 von 5.
Im dritten Test stand die neue Kontextfunktion im Mittelpunkt: Siri AI soll erkennen, was auf dem Display oder durch die Kamera zu sehen ist. Im Test analysierte Siri Dokumente, E-Mails, Diagramme, Fotos und Webseiten und hob jeweils die wichtigsten Informationen hervor – etwa Verfügbarkeitsstatus auf einer Amazon-Produktseite oder Betrag und Zahlungsfrist einer Rechnung. Beim Browsen in der Anime-App Crunchyroll konnte Siri die auf dem Bildschirm sichtbaren Serien wie „Black Torch“ inhaltlich erklären. Über die Kamera erkannte Siri Objekte zuverlässig, und der Wechsel von der Kamera-App zu Siri per Schieberegler oder Sprachbefehl erwies sich als besonders praktisch. Dieser Test wurde als voller Erfolg bewertet: 5 von 5 Punkten.
Im vierten Test sollte Siri bei der Planung eines kurzen Workout helfen – zunächst 30 Minuten ohne Fitnessstudio, dann nur noch 15 Minuten und ohne das Haus zu verlassen. Siri AI schlug ein HIIT-Training vor, passte es auf geänderte Rahmenbedingungen an und fragte, ob ein Timer gestartet werden solle. ChatGPT Voice startete dagegen unmittelbar mit einem angeleiteten Training, ohne vorher einen Gesamtplan anzuzeigen. Bevorzugt wurde die Siri-Variante, weil sie Text- und Sprachausgabe kombiniert und den Plan vorab visuell präsentiert. Ergebnis: 4 von 5 Punkten.
Im fünften Test sollte Siri eine mehrstufige Aufgabe mit Systemzugriff erledigen: das nächste Konzert aus Ticket-Mails finden, im Kalender eintragen und eine Erinnerung für den Vorabend setzen. Siri AI recherchierte in der Mail, identifizierte das Konzert der Band The HU am 1. Oktober 2026 um 19 Uhr, legte den Termin im Kalender an und setzte die gewünschte Erinnerung. ChatGPT Voice scheiterte hier an den Systemgrenzen: kein direkter Gmail-Zugriff im Sprachmodus und keine Möglichkeit, den iOS-Kalender zu bearbeiten. Siri AI erreichte damit 5 von 5 Punkten.
Fazit: Systemintegration als größter Vorteil
Im direkten Vergleich zeigt sich: Der große Pluspunkt von Siri AI ist die tiefe Integration ins iPhone. Die Assistenz kann sehen, was gerade auf dem Display passiert, Inhalte aus Apps wie Mail auslesen und daraus Aktionen wie Kalender-Einträge oder Erinnerungen ableiten – ohne, dass Ihr Informationen von Hand zwischen Diensten kopieren müsst.
ChatGPT Voice bleibt dagegen die erste Wahl, wenn es um offene Diskussionen, Ideensuche oder natürlich wirkende Gespräche geht. Die Stimme wirkt lebendiger, die Antworten sind oft kontextreicher, und außerhalb des Sprachmodus ist ChatGPT deutlich mächtiger, etwa beim Buchen oder Programmieren.
Für Aufgaben direkt auf dem iPhone, die mehrere Apps und Systemfunktionen einbeziehen, erweist sich Siri AI im Test aber erstmals als die praktischere Option – trotz Beta-Status und noch ausbaufähiger Sprachqualität.
Hinweis: Dieser Beitrag ist eine automatisch erstellte Zusammenfassung mithilfe von Künstlicher Intelligenz. Eine redaktionelle Prüfung fand nicht statt.
Via: techradar.com
