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iOS 27 macht das iPhone zum Drehkreuz für Alltagsfinanzen

Mit iOS 27 könnte das iPhone stärker zur Schaltzentrale für Eure täglichen Finanzen werden. Apple kombiniert dafür eine neue Belegfunktion, eine eigenständige Siri-App und Apple Cash.

Beleg fotografieren, Posten zuordnen, Zahlungen anstoßen

Nach Berichten von Cnet plant Apple für iOS 27 eine neue Funktion zum Aufteilen von Rechnungen. Ihr sollt eine Restaurantquittung oder einen anderen Beleg einfach mit der iPhone-Kamera fotografieren können. Anschließend könnt Ihr die einzelnen Positionen bestimmten Personen zuordnen und aus diesen Zuordnungen Zahlungsanforderungen erstellen.

Die Funktion soll an Apple Cash in der Wallet-App gekoppelt sein. Apple Cash dient in den USA als Dienst für direkte Zahlungen zwischen Nutzer:innen und ist dort in das bestehende Apple-Pay-Ökosystem eingebunden. Die neue Belegfunktion würde damit nicht nur beim Rechnen helfen, sondern direkt passende Zahlungsanforderungen über Apple Cash erzeugen.

Typische Anwendungsfälle liegen auf der Hand: Restaurantbesuche in der Gruppe, gemeinsame Einkäufe im Supermarkt oder Fahrten, bei denen Benzin- und Mautkosten geteilt werden. Denkbar ist auch der Einsatz in WGs, wenn regelmäßig wiederkehrende Ausgaben wie Strom, Internet oder Lebensmitteleinkäufe erfasst und aufgeteilt werden.

Siri wird Chatbot und rückt näher an die Finanzen

Laut MacRumors wird iOS 27 eine eigenständige Siri-App einführen. Siri soll damit stärker wie ein Chatbot funktionieren und sich eher an Diensten wie ChatGPT orientieren. Die neue App bietet einen eigenen Bereich für den Austausch mit Siri, die künftig Informationen aus dem Web beziehen und umfangreichere Antworten liefern können soll.

In Kombination mit der Belegfunktion deutet sich an, dass Siri eine größere Rolle bei Organisation und Planung Eurer Finanzen übernehmen könnte. Ein chatbot-ähnliches Siri könnte Euch zum Beispiel durch den Prozess des Belegs-Scannens führen, Unklarheiten bei einzelnen Posten klären oder Vorschläge machen, wie sich Ausgaben fair aufteilen lassen. Ebenso denkbar ist eine Unterstützung beim Sortieren von Belegen für Freiberufler:innen, die viele kleinere Ausgaben erfassen müssen.

Damit rückt Apple funktional näher an spezialisierte Dienste wie Klarna oder Splitwise heran, die das Aufteilen von Rechnungen und gemeinsame Budgets bereits abdecken. Anders als diese Drittanbieter könnte Apple die Funktionen jedoch direkt ins Betriebssystem integrieren und eng mit Wallet und Apple Cash verbinden.

Datenschutz, Bankanbindung und deutsche Besonderheiten

Für Nutzer:innen in Deutschland bleiben einige Fragen offen. Apple Cash ist hier bislang nicht verfügbar, während es in den USA bereits als etabliertes Peer-to-Peer-Zahlungsmittel gilt. Wie und wann die neue Belegfunktion außerhalb der USA nutzbar sein wird, ist daher noch unklar.

Spannend wird auch, wie Apple Datenschutz und Datensparsamkeit umsetzt. Beim Fotografieren von Belegen fallen sensible Informationen zu Ort, Zeit und Höhe von Ausgaben an. Nutzer:innen sollten genau darauf achten, ob und wie diese Daten verarbeitet werden und ob sie das Land verlassen. Für Deutschland spielt zudem eine Rolle, wie sich solche Funktionen mit bestehenden Bankangeboten und gesetzlichen Vorgaben vertragen.

Im Ergebnis arbeitet Apple mit iOS 27 daran, das iPhone stärker als Finanz- und Organisationszentrale zu positionieren. Wie weit das in Deutschland tatsächlich trägt, hängt von Apple Cash, der konkreten technischen Umsetzung und den datenschutzrechtlichen Rahmenbedingungen ab.

Via: www.cnet.com · www.macrumors.com

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Michael Reimann

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