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iOS 26: Wie euch Apple in Safari besser vor digitalem Tracking schützt

Mit iOS 26 hat Apple neue Funktionen und stärkere Privatsphäre-Maßnahmen gegen digitales Fingerprinting in Safari eingeführt. Hier erfahrt ihr, wie ihr eure Privatsphäre mit wenigen Klicks verbessern könnt.

Was ist digitales Fingerprinting und warum ist es ein Problem?

Digitale Fingerabdrücke bestehen aus technischen Informationen über euer Gerät und euren Browser wie IP-Adresse, Gerätetyp oder Bildschirmauflösung. Websites und Unternehmen können daraus detaillierte Nutzerprofile erstellen, die nicht nur Werbung gezielt steuern, sondern auch für Preisstaffelungen oder sogar Überwachung genutzt werden. CNET-Autor Attila Tomaschek erklärt: „Werbetreibende können diese Profile für gezielte Werbung nutzen, Unternehmen auch zur Preisdifferenzierung zum Beispiel nach Standort. Besonders kritisch: In autoritären Staaten kann diese Technik zur Überwachung eingesetzt werden.“ Auch Cyberkriminelle könnten solche Informationen zur Identitäts- oder Betrugsmasche verwenden.

Oft verkaufen Firmen diese Profile an Datenhändler, die sie mit weiteren öffentlich zugänglichen Informationen anreichern und an Werbetreibende weitergeben. Laut dem Sicherheitsunternehmen Avast nutzen Datenhändler digitale Fingerabdrücke, um eure Online- und Offline-Informationen zusammenzuführen und gezielt an Werbekunden zu verkaufen.

Wichtig: Der Begriff „digitaler Fingerabdruck“ meint nicht euren biometrischen Fingerabdruck.

So aktiviert ihr den erweiterten Tracking- und Fingerprinting-Schutz in iOS 26

Der Schutz gegen digitales Fingerprinting ist in Safari unter iOS 26 standardmäßig aktiviert. Dennoch könnt ihr die Einstellungen anpassen, um sicherzustellen, dass ihr optimal geschützt seid. Ihr findet die Funktion wie folgt:

1. Öffnet die Einstellungen.
2. Tippt auf „Apps“.
3. Wählt „Safari“.
4. Scrollt ganz nach unten und tippt auf „Erweitert“.
5. Wählt „Erweiterter Tracking- und Identifizierungsschutz“.

Dort habt ihr drei Optionen: Aus, Nur privates Surfen und Gesamtes Surfen. Für den umfassendsten Schutz stellt ihr „Beim Surfen immer“ ein, was durch ein Häkchen angezeigt wird. Apple schreibt: „Erweiterter Fingerabdruck-Schutz, der vorher nur beim privaten Surfen aktiv war, schützt nun alle Browsing-Aktivitäten in Safari. Dabei werden Browser- und Gerätedaten verschleiert, die zur Erstellung eines digitalen Fingerabdrucks dienen könnten.“

Beachtet: Diese Einstellung gilt ausschließlich für den Safari-Browser. Nutzt ihr andere Browser, wie Chrome oder Firefox, habt ihr dort unter Umständen keinen vergleichbaren Schutz.

Eine Einschränkung gibt es: Fingerprinting kann auch Vorteile haben, weil Webseiten sich mit diesen Daten eure Einstellungen merken. Aktiviert ihr den Schutz für das gesamte Surfen, kann sich das negativ auf euren Komfort auswirken. Sollte euch das stören, könnt ihr in den Einstellungen wieder auf „Nur privates Surfen“ oder „Aus“ umstellen.

Warum ist der Schutz jetzt besonders relevant?

Datenschutz bleibt ein zentrales Thema. Im Dezember 2024 hat Google seine Richtlinie zum digitalen Fingerprinting überarbeitet. Google begründete die Änderung mit Fortschritten bei Datenschutz-Technologien und neuen Geräten wie Streaming-Boxen, auf denen ebenfalls Werbung läuft. Das Unternehmen argumentiert, diese Neuerungen würden Benutzer:innen mehr Schutz und Firmen mehr Möglichkeiten bieten, mit Daten verantwortungsvoll umzugehen.

Kritik kam dabei etwa von der britischen Datenschutzbehörde, die befürchtet, die neuen Regeln könnten Benutzer:innen weniger Kontrolle über ihre Daten geben. Sie nannte Googles Vorgehen „unverantwortlich“. Google reagierte auf die Anfrage von CNET nicht.

Weitere Möglichkeiten gegen digitales Fingerprinting

Ein VPN kann zwar eure IP-Adresse verschleiern und Werbe- sowie Tracker-Blocker bieten, aber es gibt keinen vollständigen Schutz gegen digitales Fingerprinting. Tomaschek empfiehlt, verschiedene Maßnahmen zu kombinieren. Ihr könnt zum Beispiel Browser wie Mullvad oder Erweiterungen wie Privacy Badger der Electronic Frontier Foundation nutzen. Auch damit lässt sich eure Privatsphäre stärken. Dienste zur Datenentfernung helfen, bereits verbreitete persönliche Daten zu löschen. Sie verhindern nicht die Erfassung neuer Fingerabdrücke, bieten aber mehr Kontrolle über bereits vorhandene Daten.

Informiert euch auch über andere nützliche iOS 26-Features, wie den Schutz vor Liquid-Glas-Effekten oder neue Filtermöglichkeiten für Anrufe und Nachrichten auf eurem iPhone.

Via: https://www.cnet.com

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Michael Reimann

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