iOS 26 erreicht viele iPhones, bleibt aber leicht hinter der Verbreitung früherer Versionen zurück. Vor allem die neue Benutzeroberfläche „Flüssiges Glas“ steht dabei in der Kritik.
Apple meldet, dass iOS 26 inzwischen auf rund drei Vierteln aller iPhones installiert ist, die seit 2022 erschienen sind. Damit folgt die aktuelle Version grundsätzlich dem gewohnten Muster der vergangenen Jahre, auch wenn sie beim Tempo etwas zurückliegt. Laut den jüngsten Zahlen läuft iOS 26 auf 74 Prozent aller iPhones, die in den vergangenen vier Jahren auf den Markt kamen.
Apple hat die Statistik 150 Tage nach der allgemeinen Veröffentlichung von iOS 26 veröffentlicht. Im gleichen Zeitraum kam iOS 18 im Vorjahr auf eine Verbreitung von 76 Prozent. Auch iOS 17 erreichte zum selben Zeitpunkt im Update-Zyklus einen Anteil von 76 Prozent. Im direkten Vergleich ist iOS 26 also messbar, wenn auch nicht dramatisch, langsamer angenommen worden.
Die Zahlen beziehen sich auf Geräte, die seit 2022 eingeführt wurden, also auf iPhones, die nach Apples aktuellem Standard noch reguläre Updates erhalten. Für Entwickler:innen und App-Anbieter:innen bleibt die hohe Quote wichtig, weil sie zeigt, dass die Mehrheit der aktiven Nutzer:innen relativ schnell auf das neueste System umsteigt – trotz des leichten Rückstands gegenüber iOS 18 und iOS 17.
Warum iOS 26 etwas hinter den Vorgängerversionen zurückliegt, lässt sich anhand der veröffentlichten Daten nicht eindeutig erklären. Es gibt dazu keine detaillierten Aussagen von Apple. Im Umfeld des Updates dominiert aber vor allem ein Aspekt die Diskussion: die neue Benutzeroberfläche „Flüssiges Glas“.
Die überarbeitete Designsprache hat in den vergangenen Monaten viel Kritik auf sich gezogen, insbesondere beim Thema Lesbarkeit. Kritiker:innen werfen Apple vor, bei „Flüssiges Glas“ das Erscheinungsbild über die praktische Nutzbarkeit zu stellen. Im Fokus stehen unter anderem Transparenzeffekte und gestalterische Entscheidungen, die Inhalte schwerer erkennbar machen können.
Diese anhaltende Debatte fällt zeitlich mit der etwas langsameren Verbreitung von iOS 26 zusammen. Es liegt daher nahe, einen Zusammenhang in Betracht zu ziehen, auch wenn sich dieser anhand der Zahlen nicht zweifelsfrei belegen lässt.
Trotz der Kritik erweitert iOS 26 die Möglichkeiten, das iPhone an persönliche Vorlieben anzupassen. Apple führt dazu mehrere neue Optionen ein, die direkt auf Rückmeldungen von Nutzer:innen reagieren. So gibt es eine Umschaltmöglichkeit für die Benutzeroberfläche „Flüssiges Glas“. Wer mit dem neuen Design nicht zurechtkommt, kann die Darstellung damit anpassen.
Außerdem lässt sich die Wischgeste auf dem Sperrbildschirm deaktivieren, die bisher direkt die Kamera-App geöffnet hat. Wer versehentliche Starts vermeiden möchte, erhält damit mehr Kontrolle über den Sperrbildschirm. Wecker profitieren von der neuen Geste „Zum Anhalten streichen“, die das Stoppen eines Alarms erleichtert.
Neu ist auch ein Blitzsignal für Benachrichtigungen auf dem Bildschirm, das euch zusätzliche visuelle Hinweise bietet. Ergänzend könnt ihr die Transparenz der Uhr auf dem Sperrbildschirm einstellen, um die Lesbarkeit je nach Hintergrund zu verbessern. Diese Anpassungen sollen den Alltag mit iOS 26 flexibler gestalten, obwohl die Verbreitung der Version aktuell etwas hinter den Erwartungen zurückbleibt.
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