Nach dem Update auf iOS 26 hält der iPhone-Akku bei vielen Nutzer:innen spürbar kürzer durch. Einige Anpassungen in den Einstellungen können die Laufzeit wieder verbessern.
Erste Schritte bei Akku-Problemen unter iOS 26
Direkt nach einem großen iOS-Update arbeitet Euer iPhone im Hintergrund intensiver, etwa beim Indexieren von Dateien. Kurzzeitige Einbrüche bei der Akkulaufzeit sind daher normal. Wenn die Probleme länger anhalten oder Ihr schnell gegensteuern möchtet, solltet Ihr zunächst alle Apps aktualisieren und das iPhone neu starten. Oft reicht dieser einfache Schritt, um Auffälligkeiten zu beheben.
Ein Blick in die Batterie-Übersicht in den Einstellungen ist ebenfalls sinnvoll. Dort seht Ihr, welche Apps überdurchschnittlich viel Energie verbrauchen. Deinstalliert oder installiert Anwendungen neu, die deutlich mehr Akku ziehen als erwartet. Wenn diese Maßnahmen nichts bringen, gäbe es zwar drastischere Optionen wie den permanenten Einsatz des Stromsparmodus oder das Abschalten von 5G. Das sollte im Alltag aber nicht nötig sein. Stattdessen könnt Ihr die folgenden fünf Einstellungen ausprobieren, die üblicherweise weniger Komfort kosten und dennoch die Akkulaufzeit verbessern.
Adaptive Stromversorgung, Always-on-Display und Siri anpassen
Der klassische Stromsparmodus reduziert den Verbrauch deutlich, schränkt aber viele Funktionen spürbar ein. Mit der adaptiven Stromversorgung (Adaptive Power) bietet iOS 26 eine feinere Lösung. Diese Funktion ist neu mit iOS 26 eingeführt worden und steht nur auf iPhone-15-Pro-Modellen und neuer zur Verfügung. Auf der iPhone-17-Serie und dem iPhone Air ist sie standardmäßig aktiviert. Die adaptive Stromversorgung analysiert, wann Ihr voraussichtlich mehr Laufzeit benötigt, und reagiert etwa mit kurzzeitig reduzierter Displayhelligkeit. Das System greift nur bei Bedarf ein, daher könnt Ihr es dauerhaft eingeschaltet lassen. Ihr findet die Option unter Einstellungen > Batterie > Strommodus, dort aktiviert Ihr den Schalter „Adaptive Stromversorgung“.
Ein weiterer Faktor ist das Always-on-Display. Es zeigt dauerhaft Informationen an, verbraucht aber kontinuierlich Energie. Wenn Ihr darauf verzichten könnt, lohnt sich das Abschalten. Navigiert dazu zu Einstellungen > Anzeige & Helligkeit > Always-on-Display und deaktiviert die Funktion. Wer eine Apple Watch trägt, kann Zeit und Benachrichtigungen bequem am Handgelenk prüfen. In diesem Fall bietet ein ständig eingeschaltetes iPhone-Display oft nur geringen Mehrwert, belastet aber den Akku.
Auch Siri kann Einfluss auf die Akkulaufzeit haben. Ist die Sprachaktivierung mit „Siri“ oder „Hey, Siri“ aktiv, lauscht das iPhone dauerhaft auf das Aktivierungswort. Dieses fortlaufende Zuhören kostet Energie. Nutzt Ihr die Sprachaktivierung selten oder gar nicht, könnt Ihr sie abschalten. Geht dazu in Einstellungen > Apple Intelligence & Siri > Mit Siri sprechen und tippen und wählt dort die Option „Aus“. Siri lässt sich weiterhin über die Seitentaste starten, was im Alltag kaum umständlicher ist.
Dunkelmodus und optimiertes Laden nutzen
Der Dunkelmodus kann auf iPhones mit OLED-Display ebenfalls helfen, den Akkuverbrauch etwas zu senken. OLED-Panels beleuchten nur die tatsächlich benötigten Pixel, schwarze Bereiche bleiben ausgeschaltet. Das sorgt nicht nur für hohen Kontrast, sondern reduziert auch den Energiebedarf, wenn viel Schwarz auf dem Bildschirm zu sehen ist. Die Wirkung ist zwar begrenzt, aber dennoch messbar. Aktiviert den Dunkelmodus unter Einstellungen > Anzeige & Helligkeit, und wählt dort „Dunkel“ im Bereich „Erscheinungsbild“. Diese Maßnahme funktioniert nur auf iPhones mit OLED-Bildschirm, aktuell ist das iPhone SE (2022) das einzige neuere Modell ohne OLED.
Langfristig entscheidet auch das Ladeverhalten über die Kondition des Akkus. Eine sofort spürbare Verlängerung der Tageslaufzeit bringt das zwar nicht, kann aber die maximale Kapazität der Batterie über die Jahre besser erhalten. Genau hier setzt das optimierte Laden ein. Mit der Funktion „Optimiertes Laden“ lädt Euer iPhone zunächst bis 80 Prozent und wartet mit den letzten 20 Prozent, bis Ihr das Gerät voraussichtlich benötigt. Wenn Ihr das iPhone typischerweise über Nacht ladet, erreicht es schnell 80 Prozent und bleibt auf diesem Niveau, bis kurz vor dem üblichen Zeitpunkt des Absteckens der Ladevorgang abgeschlossen wird. So verbringt der Akku weniger Zeit im vollgeladenen Zustand, was die Abnutzung reduziert und die ursprüngliche Kapazität länger erhält. Aktivieren könnt Ihr das unter Einstellungen > Batterie > Laden, dort schaltet Ihr „Optimiertes Laden“ ein.