In der aktuellen Beta von iOS 26.3 tauchen erstmals konkrete Hinweise auf Ende-zu-Ende-Verschlüsselung (E2EE) für RCS-Nachrichten auf. Apple scheint damit die Unterstützung der im vergangenen Jahr angekündigten Sicherheitsfunktion vorzubereiten.
Neue Einstellung für Mobilfunkanbieter in iOS 26.3
Der Hinweis stammt von Tiino-X83, der auf X (ehemals Twitter) neue Einträge in den Mobilfunker-Konfigurationsdateien der zweiten Beta von iOS 26.3 entdeckt hat. Demnach enthält das System nun eine zusätzliche Einstellung in den sogenannten Netzbetreiberpaketen, mit der Anbieter die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS-Nachrichten aktivieren oder deaktivieren können.
Laut dem Fund handelt es sich um eine reine Konfigurationsoption auf Seiten der Mobilfunkanbieter. Aktuell scheint noch kein Netzbetreiber die neue Einstellung produktiv zu nutzen, die Funktion ist also in der Beta zwar angelegt, aber noch nicht aktiv geschaltet. Damit bleibt die Umsetzung weiterhin im Hintergrund, ohne dass Ihr bislang sichtbare Änderungen in der Nachrichten-App bemerken würdet.
Einbindung der GSMA-Vorgaben zur Verschlüsselung
Die neue Einstellung könnte dazu dienen, den Verschlüsselungsstatus von Nachrichten für Euch transparent zu machen, wie es der Standard der Mobilfunkvereinigung GSMA vorsieht. In den entsprechenden Vorgaben ist festgelegt, dass Benutzer:innen über den Schutz ihrer Nachrichten informiert werden müssen. Hintergrund ist, dass lokale Gesetze in einigen Ländern Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für bestimmte oder alle Nutzer:innen untersagen können.
In solchen Fällen muss das System deutlich darauf hinweisen, ob eine Unterhaltung tatsächlich Ende-zu-Ende-verschlüsselt ist oder nicht. Die nun aufgetauchte Konfigurationsoption erlaubt es den Mobilfunkanbietern offenbar, diese Anforderung umzusetzen und die Verschlüsselung je nach rechtlichem Rahmen ein- oder auszuschalten.
Apple hatte RCS-Verschlüsselung bereits 2025 angekündigt
Die Ende-zu-Ende-Verschlüsselung für RCS wurde im März 2025 mit Version 3.0 des universellen RCS-Profils vorgestellt. Damals kündigte Apple an, die Unterstützung in zukünftigen Versionen von iOS, iPadOS, macOS und watchOS in der Nachrichten-App nachzureichen. Seit dieser Ankündigung hat sich Apple öffentlich allerdings nicht weiter zu dem Thema geäußert.
Mit den jetzt in iOS 26.3 sichtbaren Verweisen rückt die Umsetzung der RCS-Verschlüsselung offenbar näher. Die Neuerung zielt auf Nachrichten ab, die zwischen Android- und iPhone-Geräten ausgetauscht werden und könnte damit die Sicherheit plattformübergreifender Chats deutlich verbessern. Einen konkreten Zeitplan oder weitere Details hat Apple bislang jedoch nicht veröffentlicht.
Via: https://www.macrumors.com
Titelbild KI (Zur Illustration)
