Apple will eine eigene Sicherheitsaktualisierung für iOS 18 bereitstellen, um iPhones vor dem DarkSword‑Exploit zu schützen. Damit seid Ihr abgesichert, auch wenn Ihr nicht auf iOS 26 wechselt.
Am 23. März ist das Angriffswerkzeug DarkSword öffentlich auf GitHub erschienen. Es nutzt eine schwerwiegende Sicherheitslücke in iOS aus und wurde inzwischen breit verfügbar gemacht. Apple hat DarkSword bereits in iOS 26.3 sowie für ältere Geräte abgesichert, die auf früheren Systemversionen festhängen.
Nun geht Apple einen Schritt weiter: Laut einer Sprecherin gegenüber dem Magazin Wired wird der Konzern den Schutz vor DarkSword auf iOS 18 „zurückportieren“. Beim Zurückportieren wird ein Sicherheitspatch für eine ältere Systemversion bereitgestellt, ohne dass Nutzer:innen auf die aktuelle Hauptversion aktualisieren müssen.
Damit will Apple vor allem diejenigen iPhone‑Besitzer:innen erreichen, deren Geräte zwar iOS 26 unterstützen, die aber bewusst bei iOS 18 bleiben. Bisherige Patches für iOS 18 richteten sich dagegen an Hardware, die technisch kein iOS 26 mehr ausführen kann.
Die neue Aktualisierung ist explizit für Geräte gedacht, die iOS 26 unterstützen, deren Besitzer:innen aber weiterhin iOS 18 einsetzen möchten. So sollen möglichst viele iPhones gegen den Exploit geschützt werden, unabhängig von der gewählten Hauptversion.
Die Sprecherin erklärte, dass das iOS‑18‑Update automatisch auf alle Geräte ausgerollt wird, bei denen die automatische Aktualisierung aktiviert ist. Wer das Feature deaktiviert hat, kann den Patch manuell einspielen oder alternativ direkt auf iOS 26 wechseln.
AppleInsider empfiehlt allen Nutzer:innen, ihre Geräte zeitnah zu aktualisieren, um sich vor DarkSword zu schützen – auch, wenn sie nicht auf iOS 26 umsteigen möchten. Zusätzlich wird geraten, weiterhin auf eine sorgfältige digitale Hygiene zu achten. Dazu gehört insbesondere, Links und Dateidownloads kritisch zu prüfen und nur aus vertrauenswürdigen Quellen zu öffnen.
DarkSword kombiniert zwei Schwachstellen im iPhone und nutzt sie im Zusammenspiel aus. Der Angriff beginnt, wenn Ihr schädliche Webinhalte in Safari öffnet. Darüber kann der Exploit letztlich die vollständige Kontrolle über den Kernel übernehmen.
Gelingt der Angriff, lassen sich Schutzmechanismen des Browsers umgehen und zentrale Bereiche des Betriebssystems erreichen. Angreifer:innen erhalten damit Zugriff auf gespeicherte Daten, Nachrichten und Fotos. Außerdem können sie den Standort des Geräts verfolgen und sowohl Mikrofon als auch Kamera aktivieren.
Solche Angriffe gelten üblicherweise als besonders aufwendig und werden eher gezielt eingesetzt. Durch die öffentliche Verfügbarkeit von DarkSword auf GitHub hat sich die Lage jedoch verändert. Das Werkzeug ist leichter zugänglich geworden und stellt damit ein deutlich größeres Risiko für breite Nutzergruppen dar.
Apple reagiert darauf mit der ungewöhnlichen Entscheidung, ein Sicherheitsupdate explizit auf eine ältere iOS‑Version zurückzubringen. Wer bei iOS 18 bleiben will, sollte den Patch deshalb schnellstmöglich installieren.
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