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Indeed-Chef: Zwei Fragen sagen mehr als der Lebenslauf

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Im Bewerbungsgespräch verlässt sich der CEO von Indeed auf zwei gezielte Fragen statt auf Lebensläufe. Damit rückt er Soft Skills stärker in den Fokus als formale Qualifikationen.

Unkonventionelle Wege im Auswahlprozess

Chris Hyams, Geschäftsführer der Jobbörse Indeed, verfolgt eine ungewöhnliche Strategie bei Bewerbungsgesprächen. Anstelle eines Blicks auf den Lebenslauf stellt er den Bewerber:innen lediglich zwei gezielte Fragen. Dieser Ansatz soll ein unverfälschtes Bild der Persönlichkeit vermitteln, wie Hyams gegenüber CNBC erläuterte. Für ihn zählen Neugier und Anpassungsfähigkeit mehr als bisherige Erfahrungen oder detailliertes Fachwissen. Durch diese Methode erhält er seiner Einschätzung nach offeneres Feedback als bei klassischen Bewerbungsrunden.

Konkrete Fragen zu Soft Skills

Die erste der beiden Fragen zielt darauf ab, die Neugier der Bewerber:innen zu erkennen: „Worauf sind Sie besonders neugierig?“ Alternativ fragt er: „Was interessiert Sie besonders?“ Die zweite Frage fordert eine Geschichte ein, bei der die Kandidat:innen von einer eigenen Überzeugung abrücken mussten. Sie sollen von einer Situation berichten, in der sie fest an etwas glaubten und später feststellen mussten, dass sie damit falsch lagen. Antworten auf diese Fragen müssen laut Hyams keinen Bezug zum Job haben. Auch Beispiele aus privaten Interessen, etwa das Experimentieren mit Brotrezepten, können einen Einblick in die persönliche Motivation und Aufgeschlossenheit geben.

Steve Jobs fragte bewerbende ob sie mit ihm ein Bier trinken gehen wollten. Alternativ ihn auf einem Spaziergang begleiten. Ziel war es, dass die Jobkandidat:innen dabei ihre Masken fallen lassen und in entspannter Atmosphäre mit ihrem potenziellen neuen Chef reden sollten. 

Bedeutung von Soft Skills durch KI-Einsatz

Nicht nur bei Indeed gewinnen flexible und neugierige Mitarbeiter:innen an Bedeutung. Auch andere Führungskräfte großer Unternehmen, darunter Mark Cuban und Jennifer Hyman, betonen die Wichtigkeit von Anpassungsfähigkeit. Mit der fortschreitenden Integration von Künstlicher Intelligenz in Unternehmen rücken Soft Skills noch stärker in den Vordergrund. Um möglichst unvoreingenommen in Gespräche zu gehen, verzichtet Hyams darauf, vor dem Gespräch die Lebensläufe der Bewerber:innen zu studieren. Er sieht darin eine Möglichkeit, persönliche Voreingenommenheiten zu reduzieren. Allerdings stellt Indeed schon vorab sicher, dass Fähigkeiten und Erfahrungen durch Führungskräfte anderer Ebenen geprüft wurden. Die finale Entscheidung im Gespräch mit Hyams basiert so vor allem auf den Eindrücken, die die Kandidat:innen mit ihren Antworten auf die beiden Fragen hinterlassen.

Obwohl dieser Ansatz den Auswahlprozess für neue Teammitglieder öffnet, bleibt das Risiko für Indeed gering – denn fachliche Kriterien wurden im Vorfeld bereits überprüft.

Via: https://t3n.de

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Tags: Chris Hyams, künstliche Intelligenz, Bewerbung, Soft Skills, Indeed, Vorstellungsgespräch

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