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iFixit zerlegt gefälschte Apple-Geräte aus Shenzhen im Detailvideo

iFixit hat mehrere gefälschte Apple-Produkte aus dem Elektronikviertel Huaqiangbei in Shenzhen zerlegt und zeigt, wie nah die Fälschungen äußerlich ans Original herankommen. Im Inneren werden jedoch zahlreiche Einsparungen und Kompromisse sichtbar.

Gefälschte Apple Watch Ultra 3: überzeugende Hülle, schwacher Kern

iFixit hat in Huaqiangbei Nachbauten der Apple Watch Ultra 3, der AirPods Max 2 und der AirPods Pro 3 für unter 100 US‑Dollar (rund 92 Euro) gekauft und im Teardown analysiert. Die gefälschte Apple Watch Ultra 3 macht von außen zunächst einen erstaunlich glaubhaften Eindruck, inklusive funktionierendem Mechanismus zum Lösen des Armbands.

Beim genaueren Hinsehen zeigt sich jedoch schnell, dass es sich nur um eine vereinfachte Imitation handelt. Die Software wirkt wie eine abgespeckte Kopie von watchOS und bringt bereits vorinstallierte Zahlungs-Apps von Drittanbietern mit. Auch das haptische Feedback unterscheidet sich deutlich von Apples Taptic Engine.

Im Inneren folgt der Nachbau grundsätzlich dem Aufbau der Originaluhr und erfordert ebenfalls einen Display‑Erstzugang beim Öffnen. Zunächst wirkt es so, als ließe sich die Uhr über das rückseitige Sensormodul öffnen, doch das bestätigt sich nicht. Das Sensorfeld auf der Rückseite ist größtenteils nur Dekoration, mit auf eine Kunststoffschale aufgemalten oder angedeuteten Komponenten.

Darin sitzt ein kleiner Akku mit 260 Milliamperestunden, der direkt auf die Hauptplatine gelötet ist. Zum Vergleich: Die echte Apple Watch Ultra 3 nutzt einen Akku mit 542 Milliamperestunden und eine andere interne Konstruktion.

AirPods Max 2-Klon: Kunststoff statt Aluminium und Ballastgewichte

Beim Nachbau der AirPods Max 2 ersetzt der Hersteller das Aluminiumgehäuse und die hochwertigen Netzmaterialien des Originals durch Kunststoffteile. Auch die Ohrpolster fallen sichtbar günstiger aus und zeigten bereits beim Auspacken lose Fasern.

Um die Anmutung echter Apple-Schrauben nachzubilden, kommen Pentalobe-Schrauben zum Einsatz. Innen zeigt sich jedoch ein deutlich anderes Bild: Audioverbindungen sind verlötet und lösten sich beim Zerlegen, außerdem fand iFixit ein lose hängendes Antennenkabel.

Die sonst für die aktive Geräuschunterdrückung typischen MEMS‑Mikrofone konnte iFixit in dem Kopfhörer-Nachbau nicht finden. Statt des komplexen, fein abgestimmten Mechanismus der echten Kopfbandaufhängung nutzt die Fälschung lediglich einen einfachen C‑Clip als Gelenklösung.

Um das Gewicht des Originals zu imitieren, wurden Metallgewichte in die Ohrmuscheln geklebt. Diese als Ballast eingesetzten Metallstücke wurden durch CT‑Scans sichtbar gemacht.

AirPods Pro 3-Fälschung: ähnliche Hülle, stark vereinfachtes Innenleben

Ein ähnliches Vorgehen zeigt sich bei den gefälschten AirPods Pro 3. Von außen ähneln Gehäuse und Form den echten Ohrhörern deutlich, doch im Inneren sind die Unterschiede groß. Die Fälschung setzt offenbar auf einen eingeklipsten Treiber und einen einfachen Lithium‑Polymer‑Pouch‑Akku, während Apple im Original Knopfzellen verwendet.

Auch das Ladecase der nachgebauten AirPods Pro 3 ist deutlich einfacher aufgebaut. Statt flexibler Flachbandkabel setzt der Hersteller auf herkömmliche verlötete Drähte. Insgesamt ist das Innenleben deutlich reduzierter und weniger komplex als beim echten Produkt.

iFixit zeigt alle drei gefälschten Geräte im Detail in einem Teardown‑Video und vergleicht dort die äußere Anmutung mit der echten Apple‑Hardware sowie die Unterschiede beim Innenaufbau.

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Mehr Informationen

Via: https://www.iClarified.com
Bilder: iFixit

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Michael Reimann

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