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IDC: MacBook Neo setzt schrumpfendem PC-Markt spürbar zu

Der weltweite Mangel an Speicherchips belastet den PC-Markt deutlich und trifft inzwischen auch Apple. Gleichzeitig sorgt das MacBook Neo laut IDC für unerwartete Bewegung im Notebook-Segment.

PC-Markt vor deutlichem Einbruch

Die bereits knappe Speicherverfügbarkeit, die Lieferprobleme beim Mac mini und Mac Studio verursacht, trifft nun den gesamten PC-Markt. Das Analysehaus IDC rechnet für 2026 mit einem Rückgang der weltweiten Auslieferungen um 11,3 Prozent. Laut dem „Worldwide Quarterly Personal Computing Device Tracker“ von IDC sollen sich die Bedingungen im Jahresverlauf weiter verschärfen.

Besonders deutlich fällt demnach das vierte Quartal aus: IDC erwartet hier ein Minus von 20 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Eine merkliche Entspannung sei vor Ende 2027 nicht zu erwarten. Gleichzeitig steigen die durchschnittlichen Verkaufspreise, während PC-Hersteller:innen Schwierigkeiten haben, ihre Produktportfolios vollständig aufrechtzuerhalten.

Der scheinbar positive Start ins Jahr trügt: Im ersten Quartal 2026 legten die Auslieferungen zwar um drei Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zu. IDC ordnet dieses Wachstum aber als vorgezogen ein. Sowohl private als auch geschäftliche Käufer:innen haben demnach Anschaffungen vorgezogen, um erwarteten Preissteigerungen und Engpässen zuvorzukommen. Ein Teil dieses Schwungs werde zwar ins zweite Quartal hineinreichen, für die restlichen Quartale erwartet IDC jedoch eine deutliche Abschwächung.

Für 2026 prognostiziert IDC einen Anstieg der durchschnittlichen Verkaufspreise um 17 Prozent. Auch wenn sich die Speicherkapazitäten in den kommenden zwei Jahren ausweiten sollten, dürften die Preise nicht mehr auf das Niveau von 2025 zurückfallen. Das Marktforschungsunternehmen TrendForce hatte zuvor bereits gewarnt, dass stark steigende Kosten für Speicher und Prozessoren die Preise für Standard-Notebooks in diesem Jahr um fast 40 Prozent anheben könnten.

MacBook Neo belebt günstiges Notebook-Segment

Vor diesem Hintergrund hebt sich das MacBook Neo ab und sorgt für eine unerwartet starke Nachfrage nach Notebooks. IDC hat deshalb seine Prognose für das Notebook-Segment nach oben korrigiert. Das im März gestartete MacBook Neo kostet 599 US‑Dollar (rund 550 Euro) und kombiniert den A18-Prozessor mit 8 GB Arbeitsspeicher. Apple zielt damit auf das Notebook-Segment unter 700 US‑Dollar (rund 650 Euro).

Dieses Marktsegment umfasst laut IDC jährlich rund 75 Millionen Geräte und steht damit für fast 40 Prozent des gesamten Notebook-Volumens. Bisher wurde diese Preisklasse vor allem von Windows- und ChromeOS-Geräten dominiert. Das MacBook Neo greift genau hier an und verändert damit die Kräfteverhältnisse in einem preissensiblen Bereich.

Wettbewerbsdruck auf PC-Hersteller:innen und Apple

Die Auswirkungen des MacBook Neo auf den Wettbewerb fallen in beide Richtungen. IDC spricht davon, dass das Gerät „echten Druck auf das gesamte PC-Ökosystem“ ausübe. Als Reaktion erwartet das Analysehaus neue Chip-Generationen, ein effizienteres Betriebssystem von Microsoft und aggressive Rabattaktionen der Konkurrenz.

Der Wettbewerbsdruck durch das MacBook Neo wirkt dem allgemeinen Preisanstieg zumindest teilweise entgegen und hält einige günstigere Notebook-Angebote im Markt. An der übergeordneten Tendenz steigender durchschnittlicher Verkaufspreise ändert das jedoch nichts.

Während viele PC-Hersteller:innen wegen der steigenden Speicherkosten zu teureren Systemen wechseln oder bei günstigeren Modellen die Ausstattung reduzieren, geht Apple in die entgegengesetzte Richtung. Der Speichermangel trifft Apple stärker im oberen Mac-Segment: Beim Mac mini und Mac Studio kommt es zu gekürzten Konfigurationsmöglichkeiten und deutlichen Lieferverzögerungen, weil das Unternehmen mit der Sicherung von Komponenten kämpft.

Via: https://www.macrumors.com

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Michael Reimann

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