Google bringt seinen KI-Modus in der Suche jetzt offiziell in mehr Länder und stellt das KI-Feature für viele weitere Sprachen bereit. Der Konzern setzt so seine enorme Expansion bei der Suchfunktion fort.
Seit März testet Google seinen dedizierten KI-Modus in der Suche mit ausgewählten Nutzer:innen im Rahmen des Labs-Programms. Nun rollt das Unternehmen den KI-Chatbot in der Suche auf 40 zusätzliche Regionen aus und erweitert den Zugang um 35 neue Sprachen. Zu den unterstützten Sprachen zählen beispielsweise Arabisch, Chinesisch, Kroatisch, Tschechisch, Niederländisch, Deutsch, Griechisch, Französisch, Malaiisch, Russisch, Thailändisch, Vietnamesisch und weitere. Google begründet den breiteren Ausbau damit, dass das hauseigene Gemini-Modell für die Suche durch verbessertes Verständnis von Sprache die Feinheiten lokaler Dialekte und Anfragen besser erkennen kann. So möchte der Konzern verhindern, dass die KI bei Suchanfragen Fehler macht oder unnatürliche Antworten liefert.
Bereits im Mai 2024 stellte Google die KI-generierten Suchergebnisse in den USA für alle als Teil der Suchfunktion zur Verfügung. Zeitgleich kündigte Google an, viele Funktionen des KI-Modus direkt in die Kernsuche unter „AI Overviews“ einzubauen, sobald ausreichend Feedback aus der Community vorliegt. Im September folgte die Erweiterung des KI-Modus um weitere Sprachen wie Hindi, Indonesisch, Japanisch, Koreanisch und brasilianisches Portugiesisch. In den kommenden Wochen sollen immer mehr Nutzer:innen in den neu unterstützten Regionen den KI-Modus in ihrer bevorzugten Sprache nutzen können. Nutzer:innen erhalten dann KI-generierte Antworten direkt auf der Suchseite und können mit dem Modus interagieren.
Google will den KI-Modus weiterentwickeln und hat kürzlich ein Update eingeführt, das das Feature beim Verstehen von visuellen Eingaben verbessert. Während der KI-Modus vielen Nutzer:innen schnelle und kompakte Antworten liefert, äußern Online-Publisher ihre Sorge über rückgängigen Website-Traffic. Studien, etwa vom Pew Research Center, zeigen: Wer eine KI-Zusammenfassung direkt in den Suchergebnissen liest, klickt seltener auf die darunterliegenden Webseitenlinks. Viele brechen die weitere Recherche danach sogar ab. Das beeinflusst die Besucherzahlen zahlreicher Online-Angebote deutlich.
Insgesamt zeigt sich: Google setzt mit dem ausgeweiteten KI-Modus in der Suche auf umfassendere Sprachauswahl und internationale Verfügbarkeit, bringt jedoch auch neue Herausforderungen für Webseitenbetreiber:innen mit sich.
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