WhatsApp stellt still und leise seine GIF-Infrastruktur um. Der Messenger migriert die bisherige Integration von Tenor zu Giphy, weil die Tenor-GIF-Programmierschnittstelle abgeschaltet wird.
Tenor hat seine GIF-Programmierschnittstelle offiziell eingestellt. WhatsApp reagiert darauf mit einer Umstellung auf Giphy, um Unterbrechungen bei der GIF-Nutzung auf Android und iOS zu vermeiden. Die Migration läuft im Hintergrund, sodass viele von Euch den Wechsel zunächst kaum bemerken dürften. Ziel ist es, die GIF-Suche und das Versenden von animierten Bildern in Chats ohne Ausfall weiter anzubieten.
Die bisher über Tenor bereitgestellten Inhalte werden nach und nach durch Ergebnisse von Giphy ersetzt. WhatsApp passt dafür die interne Anbindung an den neuen Dienst an. An der grundsätzlichen Funktion, GIFs direkt aus dem Messenger heraus zu suchen und zu verschicken, ändert sich zunächst nichts.
Für Euch als Nutzer:innen zeigt sich die Umstellung vor allem in den Suchergebnissen. Die Auswahl an Memes und Animationen orientiert sich künftig am Katalog von Giphy statt an dem von Tenor. Welche GIFs bei bestimmten Suchbegriffen zuerst auftauchen, kann sich dadurch verschieben. Manche bekannten Tenor-GIFs könnten schwerer auffindbar sein, während andere Motive präsenter werden.
Auch beim Datenschutz spielt der Wechsel eine Rolle, weil künftig Giphy statt Tenor die Suchanfragen aus der GIF-Suche verarbeitet. Details dazu hängen jedoch von den jeweiligen Datenschutzbestimmungen der Plattformen ab, die WhatsApp über die Programmierschnittstellen einbindet. Für Euch ist wichtig: Die Datenströme ändern sich im Hintergrund, während die Bedienoberfläche von WhatsApp weitgehend vertraut bleibt.
Bei den Ladezeiten kann es während der Umstellung temporär zu Unterschieden kommen. WhatsApp will mit der frühzeitigen Migration allerdings genau solche Störungen minimieren. Ziel ist, die GIF-Suche stabil und ohne längere Wartezeiten bereitzustellen, auch wenn die bisherige Tenor-Schnittstelle nicht mehr zur Verfügung steht.
Der Tenor-Stopp betrifft nicht nur WhatsApp. Auch andere Messenger, Tastaturen und soziale Apps, die auf die Tenor-GIF-Programmierschnittstelle setzen, müssen nun ihre Infrastruktur anpassen. Sie stehen vor ähnlichen Aufgaben: eine neue Quelle für GIFs zu integrieren, die Suche umzubauen und den Übergang für ihre Nutzer:innen möglichst reibungslos zu gestalten.
Der Vorgang macht deutlich, wie abhängig viele Anwendungen von wenigen großen Medienplattformen und deren Schnittstellen sind. Fällt eine dieser Schnittstellen weg oder ändert sich, müssen zahlreiche Apps schnell reagieren, um Funktionen wie GIFs, Sticker oder Memes weiter anbieten zu können. Für Euch kann das bedeuten, dass sich in den kommenden Monaten Aussehen, Auswahl und Verhalten von GIF- und Sticker-Sammlungen auch in anderen Apps verändern.
Das Ökosystem aus Dritt-Programmierschnittstellen erweist sich damit als fragil. Wenn einzelne Bausteine wegfallen, sind viele Dienste gleichzeitig betroffen. Ihr solltet Euch daher darauf einstellen, dass sich die GIF- und Sticker-Erfahrung in mehreren Apps spürbar, aber meist ohne große Ankündigungen, anpassen wird.
Via: wabetainfo.com
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