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Final Cut Kamera: Apple vereinfacht Mac-Workflow und ergänzt Profi-Funktionen

Apple hat die kostenlose Final-Cut-Kamera-App für das iPhone überarbeitet. Die Anwendung bleibt eng an Final Cut Pro für iPad gekoppelt, wird aber für Mac-Nutzer:innen deutlich praktischer.

Direkter Import von iPhone zu Mac

Parallel zu den aktuellen Updates für Final Cut Pro auf dem Mac und dem iPad veröffentlicht Apple eine neue Version der Begleit-App Final Cut Kamera für das iPhone. Damit können Filmteams mit mehreren iPhones gleichzeitig drehen und das Bildmaterial live auf einem iPad überwachen und steuern.

Apple verbessert nicht nur diesen iPhone-zu-iPad-Workflow, sondern erleichtert vor allem den Transfer der Aufnahmen auf den Mac. Der Mac kann weiterhin nicht wie das iPad als Live-Monitor und -Controller eingesetzt werden, aber der Weg der Clips zu Final Cut Pro für macOS ist kürzer geworden.

Bisher landete sämtliches Material aller beteiligten iPhones zunächst auf dem iPad. Wer anschließend auf dem Mac weiterarbeiten wollte, musste in Final Cut Pro für iPad ein Projekt anlegen, die Aufnahmen zusammenführen und das gesamte Projekt exportieren. Diese Projektdatei ließ sich dann per AirDrop oder – angesichts der typischen Dateigrößen meist sinnvoller – über ein externes Laufwerk vom iPad auf den Mac übertragen.

Jetzt können Nutzer:innen Final Cut Kamera direkt mit dem Mac verbinden und das Material unmittelbar in Final Cut Pro für macOS importieren. Dafür geht Ihr wie folgt vor:

  • iPhone und Mac per USB-Kabel verbinden
  • Ein Finder-Fenster auf dem Mac öffnen
  • In der Seitenleiste unter „Orte“ das iPhone auswählen
  • Oben im Fenster „Dateien“ wählen
  • Den Aufklapppfeil neben „Final Cut Kamera“ anklicken
  • Die gewünschten Dateien auf den Mac ziehen

Praktisch wird das iPhone damit wie ein externes Laufwerk behandelt, was den Import merklich vereinfacht und beschleunigt. Angesichts der Tatsache, dass ein MacBook Pro am Set oft ohnehin dabei ist, bleibt es dennoch bedauerlich, dass es weiterhin nicht zur direkten Überwachung und Steuerung von Final Cut Kamera genutzt werden kann.

Bessere Überwachung und Steuerung am iPad

Für Nutzer:innen von Final Cut Kamera auf dem iPhone führt Apple eine neue Funktion für sauberen HDMI-Ausgang ein. Darüber lässt sich ein externer Monitor anschließen, auf dem das aktuelle Kamerabild angezeigt wird – praktisch für Drehs im Studio oder on location.

Wichtig dabei: Dieser „Clean HDMI Out“ blendet sämtliche Bedienelemente der Kamera aus. Regie oder Produktion sehen also ein durchgängiges Bild ohne Anzeigen oder Overlays.

Die von Final Cut Kamera aufgezeichneten Clips erscheinen bei direkt angeschlossenem iPhone nun im Bereich „Dateien“ des Finders auf dem Mac. Apple beschreibt das Material als Aufnahmen mit „unglaublicher Videotreue und Schnittleistung“ und ergänzt weitere Einstellmöglichkeiten, um Bildqualität und Dateigröße besser auszubalancieren. Nutzer:innen können jetzt zwischen ProRes 422, ProRes 422 LT und ProRes 422 HQ wählen, um das passende Verhältnis aus Qualität und Speicherbedarf zu finden.

Digitalzoom abschalten und Geräteanforderungen

Eine weitere zentrale Neuerung ist die Option, den digitalen Zoom vollständig zu deaktivieren. Gerade bei der Fernsteuerung über ein iPad war es bisher leicht möglich, versehentlich zu weit zu zoomen und damit von optischem auf digitalen Zoom zu wechseln.

Digitaler Zoom mag beeindruckend wirken, für professionelle Filmaufnahmen ist aber die optische Vergrößerung entscheidend. Mit der neuen Einstellung lässt sich verhindern, dass Final Cut Kamera unbemerkt in den digitalen Bereich wechselt und damit qualitativ schlechteres Material liefert.

Final Cut Kamera für iPhone steht weiterhin kostenlos zur Verfügung. Die Funktion für sauberen HDMI-Ausgang (Clean Feed) setzt ein iPhone 17 Pro voraus, die Auswahl der ProRes-Formate benötigt ein iPhone 13 Pro oder neuer.

Apfeltalk empfiehlt als Alternative die ebenfalls kostenlose App Blackmagic Kamera. Diese kann auch auf dem iPhone 15 Pro und 16 Pro einen Clean Feed über einen HDMI-Adapter ausgeben.

Entwickler: Apple
Preis: Kostenlos
Entwickler: Blackmagic Design Inc
Preis: Kostenlos

Via: https://appleinsider.com

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Michael Reimann

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