Ferrari gewährt erstmals einen exklusiven Einblick in das Interieur und die Instrumentierung seines ersten Elektroautos, dem Ferrari Luce. Das Design stammt von Jony Ive und Marc Newson, realisiert mit ihrem Studio LoveFrom, gemeinsam mit Ferraris Chefdesigner Flavio Manzoni.
Mit dem Luce betritt Ferrari Neuland, denn es ist das erste vollständige Elektroauto des italienischen Traditionsherstellers. Die Herausforderung besteht darin, Ferraris Erbe von Sportwagen mit Verbrennungsmotor in eine elektrische Zukunft zu übertragen. Für das Design holte sich Ferrari die renommierten Designer Jony Ive und Marc Newson ins Boot. Beide arbeiteten zuvor unter anderem bei Apple eng zusammen. Präsentiert wurde das Innendesign in San Francisco im Transamerica Pyramid, begleitet von Ferrari-Vorstandsmitgliedern und dem Führungsteam von LoveFrom.
Der Name „Luce“ – italienisch für „Licht“ – markiert den Übergang in eine neue technische Ära für Ferrari. Die Zusammenarbeit zwischen Ferrari und LoveFrom begann bereits vor viereinhalb Jahren und ist Teil einer dreiphasigen Enthüllung. Während das Exterieur des Fahrzeugs erst im Mai komplett präsentiert werden soll, zeigt Ferrari jetzt zentrale Elemente wie Lenkung, Armaturen und Sitze.
Das Interieur des Luce vereint klassische Formen mit moderner Technik, aber auffällig ist die Konzentration auf taktile Bedienelemente. Die Anzeigeinstrumente sind in einzelne Module gegliedert und erinnern in ihrer Anmutung an hochwertige Uhren oder Kameras. Ein zentrales Anzeigeelement, das gemeinsam mit Lenksäule und Lenkrad verstellbar ist, bietet drei digitale Anzeigen, flankiert von einer großen analogen Nadel in der Mitte, inspiriert von Cockpits aus dem Flugzeugbau.
Die eigens entwickelte LoveFrom-Schrift LF Maranello sorgt für eine einheitliche, jedoch auch benutzerfreundliche Darstellung der Informationen. Die Mittelkonsole bietet einen Mix aus Touchscreen und physischen Schaltern. Fünf Kippschalter und ein Drehregler steuern Klimaanlage und weitere Funktionen, aber im Display ist ein analoges Uhrwerk mit digitalen Zusatzfunktionen integriert. Auffällig ist auch die Gestaltung der Lüftungsdüsen aus mattiertem Aluminium und die umfangreiche Verwendung von recyceltem Aluminium im hochwertigen Materialmix.
Das Lenkrad bleibt der Ferrari-Tradition treu und besitzt drei Speichen mit sichtbarer Aluminiumstruktur. Bedienelemente wie Fahrmodi-Drehschalter und Schaltwippen zur Steuerung der Rekuperation sind ergonomisch integriert. Die Sitze greifen klassische Ferrari-Elemente auf, sind schlicht gehalten und verzichten auf komplexe Muster.
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Mehr InformationenNeben seiner klassischen Anmutung setzt der Luce auf modernste E-Mobilitäts-Technologie. Das Fahrzeug basiert auf der neuen Elettrica-Plattform von Ferrari und soll mit vier Elektromotoren rund 1.000 PS und eine Reichweite von über 480 Kilometern bieten. Besonderheiten wie eine von mechanischen Komponenten abgeleitete Geräuschkulisse, jedoch aktive Fahrwerksysteme und ein Schwerpunkt auf haptische Rückmeldung passen das Fahrerlebnis für die elektrische Zukunft an.
Ferrari verzichtet bewusst auf große Touchscreens und überlässt die Steuerung zentralen, aber analogen Bedienelementen. Laut Designer Jony Ive war es Ziel, das Cockpit möglichst ablenkungsfrei zu gestalten, um die Konzentration auf das Fahrerlebnis zu legen. Die Zusammenarbeit von Ferrari und LoveFrom galt als intensive Forschungs- und Entwicklungsphase, bei der die Teams auch das kulturelle Erbe der Marke im Blick hatten.
Das neue Modell soll gezielt neue Zielgruppen ansprechen, die bisher wenig mit Ferrari assoziiert wurden. Mit dem Luce wagt Ferrari einen eigenständigen Schritt und stellt das Fahrerlebnis in den Vordergrund. Im Mai will Ferrari das fertige Exterieur präsentieren und damit die nächste Phase der Markteinführung einläuten.
Via: https://www.wallpaper.com
Bilder Ferrari
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