Apples erstes faltbares iPhone könnte zum Marktstart nur schwer zu bekommen sein. Laut einem Bericht liegt die Produktion des iPhone Ultra derzeit bei lediglich einigen Hundert Geräten pro Tag.
Strenge Qualitätskontrollen bremsen die Fertigung
Wie AppleInsider unter Berufung auf Lieferketteninformationen von Nikkei Asia berichtet, sollen vor allem Apples strenge Qualitätsanforderungen die Ausbeute in der Produktion begrenzen. Es geht demnach nicht um einen Mangel an Bauteilen, sondern um hohe Vorgaben bei der Fertigungsqualität.
Besonderes Augenmerk soll Apple auf die Ebenheit des faltbaren Displays und die Leistung des Scharniers legen. Beide Komponenten gelten als technisch besonders anspruchsvoll und sind entscheidend für Alltagstauglichkeit und Langlebigkeit des Geräts. Die aufwendigen Prüfungen sollen die Aufnahme der vollen Massenproduktion bereits um mehrere Wochen verzögert haben.
Die Fertigungspartner stehen dadurch unter Druck, die Stückzahlen rechtzeitig vor dem Marktstart deutlich zu erhöhen. Apple und die beteiligten Herstellerfirmen arbeiten laut Bericht daran, die Ausbeute so zu verbessern, dass größere Engpässe beim Verkaufsstart vermieden werden.
Produktionsziel von 10 Millionen Geräten unter Zeitdruck
Frühere Berichte gingen davon aus, dass Apple seine geplante Jahresbestellung für das iPhone Ultra auf rund 10 Millionen Einheiten erhöht hat, nachdem frühere Probleme in der Testfertigung offenbar behoben waren. Sollte die tägliche Produktion jedoch länger im Bereich von nur einigen Hundert Geräten bleiben, wäre für dieses Ziel ein deutlicher Produktionsanstieg nötig.
Die Zeit ist knapp, denn Apples September-Veranstaltung steht unmittelbar bevor. The Apple Post erwartet, dass das iPhone Ultra zu den zentralen Neuheiten beim Event „Überraschen und strahlen“ am 9. September zählt, gemeinsam mit dem iPhone 18 Pro und dem iPhone 18 Pro Max.
Das faltbare Modell soll ein Buch-Design nutzen und sich zu einem rund 7,8 Zoll großen Innenbildschirm aufklappen lassen, während außen ein kleineres Display für die Nutzung im geschlossenen Zustand verbleibt. Gerüchte nennen außerdem Apples A20-Pro-Chip, ein C2-Modem, Touch ID im Seitenknopf und ein Dualkamerasystem.
Apple soll besonderen Wert darauf legen, die Falz im Display möglichst unauffällig zu halten und das Gerät sehr dünn zu konstruieren. Beides könnte zu den strengen Fertigungstoleranzen beitragen, die die Zulieferer aktuell vor Herausforderungen stellen.
Hohes Preisniveau, unsichere Verfügbarkeit
The Apple Post hat eine umfassende Zusammenfassung zu den bisherigen Erwartungen rund um das iPhone Ultra veröffentlicht, darunter Design, Displays, Kameras, A20-Pro-Chip und Preisgestaltung. Gerade der Preis könnte die frühe Nachfrage schwer kalkulierbar machen.
Ein aktueller Bericht geht davon aus, dass Varianten mit höherem Speicher über 3.000 US-Dollar (rund 2.750 Euro) kosten könnten. Damit wäre das iPhone Ultra das bislang teuerste iPhone im Apple-Portfolio.
Sollte die Produktion auch nach dem Marktstart eingeschränkt bleiben, könnte die Verfügbarkeit selbst zu einem der dominierenden Themen rund um Apples erstes faltbares iPhone werden – insbesondere in den ersten Verkaufswochen.
