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EU-Parlament beschließt: USB-C wird einheitliche Ladebuchse

Das EU-Parlament hat am Dienstag (4. Oktober 2022) auf einen Beschluss geeinigt, dass USB-C die einheitliche Ladebuchse für diverse Geräte wird.

In dem Beschluss sind Handys, Tablets, Digitalkameras, Kopfhörer, Headsets, mobile Spielkonsolen, tragbare Lautsprecher, E-Reader, Tastaturen, Computermäuse, tragbare Navigationssysteme und die Ladeetuis von In-Ear-Kopfhörer enthalten.

Dies muss ab 2024 umgesetzt werden. Dazu müssen nun noch die EU-Mitgliedsstaaten zustimmen. Dies gilt aber als Formsache. USB-C wird damit sowohl bei Ladekabeln, -buchsen und Netzteilen für die oben genannten Geräte Pflicht. Laptops sollen dann in einer späteren Welle folgen, voraussichtlich 2026.

Die EU-Kommission will mit diesem Schritt die Menge des Elektroschrotts reduzieren. Alleine im Jahr 2018 sind durch Handy-Ladekabel etc. rund 11.000 Tonnen Elektroschrott angefallen, heiß es von der Kommission. Verbraucherinnen und Verbraucher sollen künftig entscheiden können, ob sie ein Ladekabel/-gerät benötigen. Entsprechende Kennzeichnungen auf den Verpackungen sollen darauf hinweisen, ob ein Kabel und/oder Netzteil enthalten ist.

Apple unter Druck

Damit kommt nun auch Apple unter Zugzwang. Der kalifornische Hersteller hat sich bisher ja erfolgreich gewehrt, seine iPhones mit USB-C auszustatten. Seit einiger Zeit liegen den iPhones auch keine Ladegeräte mehr bei. Dies sorgte nicht bei allen Kunden für Zufriedenheit und führte auch zu juristischen Maßnahmen in Brasilien und Frankreich.

Apple hat bereits gezeigt, dass USB-C in mobilen Devices kein Problem ist. Die aktuellen iPad Pro, iPad mini und iPad Air haben bereits diesen Anschluss. Auch das aktuelle MacBook-Lineup lässt sich (das entsprechende Netzteil vorausgesetzt) über USB-C laden.

Es gibt aber auch Kritik an der Vorgehensweise der EU. Der Branchenverband Bitkom ist der Ansicht: „Die politische Festlegung auf einen technischen Standard wird vor allem Innovationen bremsen und läuft dem wichtigen Grundsatz der Technologieoffenheit massiv zuwider“, sagte Bitkom-Chef Bernhard Rohleder.

Quelle: Heise.de / Tagesschau

Michael Reimann

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