Apple könnte Anfang 2027 neue Versionen des Apple Pencil mit leichter austauschbaren Batterien auf den Markt bringen. Auslöser wären neue EU-Vorgaben für Akkus in Elektronikgeräten.
Die Europäische Union hat 2023 beschlossen, dass Consumer-Elektronik ab 2027 mit leicht austauschbaren Batterien ausgestattet sein muss. Auch Zubehör wie der Apple Pencil fällt unter diese Vorschrift. Apples Eingabestift gilt bislang als nahezu unmöglich zu reparieren, was ein Umdenken im Design erzwingen dürfte.
Dem Bloomberg-Newsletter „Power On“ zufolge plant Apple aktualisierte Modelle des Apple Pencil Pro und des Apple Pencil mit USB‑C für Anfang 2027. Dieser Zeitraum passt zu früheren Berichten, wonach auch ein iPad Pro mit M6-Chip zu diesem Zeitpunkt erscheinen soll. Die Markteinführung neuer Stifte würde sich damit direkt an die aktualisierte iPad-Pro-Generation koppeln.
Konkrete technische Daten zu den überarbeiteten Apple-Pencil-Modellen liegen bislang nicht vor. Es gibt weder Hinweise auf neue Funktionen noch Informationen dazu, wie Apple die Konstruktion verändern könnte, um einen einfachen Batteriewechsel zu ermöglichen. Der Fokus der Überarbeitung könnte daher vor allem auf der Anpassung an die regulatorischen Anforderungen liegen.
Aktuell ist der Apple Pencil im Wesentlichen ein Kunststoffzylinder, der innen weitgehend mit Klebstoff gefüllt ist. Diese Bauweise macht das Zubehör praktisch unreparierbar. Der bislang stark monolithische Aufbau ohne sichtbare Nähte, Schrauben oder Trennstellen war Teil von Apples Designansatz für den Stift.
Schon die Integration eines USB‑C-Anschlusses beim Apple Pencil mit USB‑C brachte eine deutliche Änderung. Der Anschluss verbirgt sich hinter einem Schiebemechanismus, was erstmals bewegliche Teile im Gehäuse einführte. Gerade dieses Modell könnte sich daher einfacher an die EU-Vorgaben anpassen lassen, weil die Konstruktion bereits eine Öffnung und Mechanik vorsieht.
Unklar ist, wie Apple den Apple Pencil Pro anpassen will, der deutlich kompakter und geschlossener wirkt. Hier steht das Unternehmen vor der Herausforderung, einen Zugang zur Batterie zu schaffen, ohne das gewohnte Erscheinungsbild zu stark zu verändern. Bisher ist nur die Stiftspitze austauschbar, sie bildet die einzige sichtbare Naht des Geräts.
Die austauschbare Spitze könnte künftig eine größere Rolle spielen und als Zugang zum Inneren des Stifts dienen. Damit das funktioniert, müsste Apple allerdings den Einsatz von Klebstoff reduzieren oder ganz darauf verzichten. Eine solche Änderung würde auch Auswirkungen auf Montageprozesse und Reparaturmöglichkeiten haben.
Abseits des iPhone, das bereits stärker auf die EU-Bestimmungen vorbereitet wurde, stellen die neuen Batterieregeln Apple vor große konstruktive Aufgaben. Einige Produkte benötigen deutliche Designanpassungen oder besonders ausgeklügelte Lösungen, um die Anforderungen zu erfüllen. Insbesondere bei sehr kompakten Geräten wie den AirPods ist noch offen, wie ein leichter Batteriewechsel überhaupt realisiert werden kann.
Welche konkreten Entscheidungen Apple beim Apple Pencil trifft, dürfte sich erst kurz vor dem erwarteten Start Anfang 2027 zeigen. Fest steht jedoch, dass die EU-Regularien das Zubehör-Design spürbar beeinflussen werden.
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